Gold - Trotz intakter Aufwärtstrends langfristig noch Abwärtspotential
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 6. Januar 2012, 13:00 Uhr
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Auch wenn der Goldpreis im Rahmen seiner Korrektur nun wieder Gründe für einen Einstieg liefert und ich somit gestern zu einem ersten Teileinstieg riet, so bleibe ich dennoch vorsichtig. Gerade mit Blick auf die langfristigen Charts hatte ich am 15. November angegeben, "dass die Mini-abc-Korrektur sich noch zu einer ausgewachsenen ABC-Korrektur ausbildet und dann auch die Fibonacci-Marken befriedigt werden. Kurse im Bereich von 1.250 USD würden auch den langfristigen Chart deutlich anlegerfreundlich aussehen lassen."
Mini-abc-Korrektur wurde zur ausgewachseneren ABC-Korrektur
Gestern hatte ich die roten Elliott-Wellen im Gold-Chart angepasst. Aus der Mini-abc-Korrektur von August bis September wurde inzwischen im Verlauf bis Dezember tatsächlich eine zumindest ausgewachsenere abc-Korrektur. Hierzu noch einmal der Chart von gestern:
(Quelle: CFX-Broker) Gold, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Trotz intakter Aufwärtstrends gerade langfristig noch Abwärtspotential
Zwar hat damit das Gold meine Erwartungen erfüllt, die untere Begrenzung der Trendkanäle anzusteuern, aber noch nicht das langfristige Kursziel bei 1.250 USD erreicht. Und es gilt zu bedenken, dass es sich bei den rot markierten Elliott-Wellen nur um Unterwellen einer deutlich größeren Bewegung handelt.
In den langfristigen Charts ist eine wirklich "ausgewachsene ABC-Korrektur" kaum zu erkennen. So zum Beispiel im logarithmischen Chart von 2002 bis heute.
(Quelle: CFX-Broker) Gold, Candlestick-Chart, Wochenkerzen, logarithmisch
Auch die Fibonacci-Marken aus der Aufwärtsbewegung von 2008 bis 2011 wurden als Mindestkorrekturziel noch nicht tangiert.
(Quelle: CFX-Broker) Gold, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Auch wenn also diverse Aufwärtstrends in die Gold-Charts eingezeichnet werden können, die noch intakt sind und Bestand haben, was eigentlich nun wieder durchaus für steigende Kurse spricht, so muss man langfristig einfach noch mit deutlich ausgedehnteren Korrekturen rechnen.
Mit einem Teileinstieg fühle ich mich also derzeit am wohlsten. Damit habe ich nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig riskiert. Geht es nun wieder aufwärts, laufen mir die Kurse nicht davon, geht die Korrektur doch noch weiter, freue ich mich über tiefere Kurse um meine Position ausbauen zu können.
Strategie zeigt beim Silber deutliche Erfolge
Ein Beispiel dafür, dass diese zurückhaltende Strategie funktionieren kann:
Bei der letzten Silber-Analyse hatte ich zu einem Teileinstieg bei ca. 30 USD geraten und ein weiteres Korrektur-Kursziel von 25 USD anvisiert. Der Kurs kam tatsächlich noch auf knapp 26 USD zurück.
Es zeigt sich also, dass es Sinn macht, sich in Geduld zu üben und vorsichtig zu agieren. Zu einer ausführlichen Silber-Analyse komme ich aber noch.
Ich wünsche Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ste (06.01. 2012 15:37 Uhr):
Lieber herr Weisenhaus, ich finde Ihre Beiträge oft sehr gehaltvoll, aber irgendwelche A-B-C -Korrekturen und Fibinacci-Wellen an einem Gold-Chart in US $ anzuwenden finde ich höchst fragwürdig. 1. Kann man sich trefflich darüber streiten, ob nicht für uns EURO-Besitzer der Euro-Chart aussagekräftiger wäre 2. Wird der Goldmarkt durch Zentralbanken und ein US.-Bankenkartell massiv manipuliert. Denen geht langsam aber die Munition aus. Was nicht so Tricksereien wie´Margin-Erhöhunghen meint. Solche Ereignisse sollten folgenschwerer sein als Chartbilder.... Ihre Wellen und "Buchstabensuppe" halte ich daher allerdings doch für Hokuspokus beim Gold Viel wichtiger sind andere Dinge wie Geldmengenwachstum, Wechselkursveränderungen usw. Oder nicht? Beste Grüße Steinman
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2012 20:42 Uhr):
Guten Tag, Herr Steinmann! - - - Ich kann Ihre Skepsis bezüglich der Elliott-Wellen durchaus verstehen. Nicht alle charttechnischen Methoden sind jedermanns Sache. Daher wende ich neben den Elliott-Wellen und den Fibonacci-Marken auch immer primär die Techniken der klassischen Chartanalyse (Trendlinien, Widerstände, Unterstützungen etc.) an. Nur wenn mehrere Methoden zum selben Ergebnis führen, bin ich optimistisch, dass die daraus resultierende Kursprognose auch eintritt. - - - Zu 1: Da Gold nunmal in Dollar gehandelt wird, macht die Analyse des Dollar-Charts schon Sinn. Natürlich kann man aber parallel den Euro-Chart analysieren. Dies steht jedem frei und bringt vielleicht zusätzliche Erkenntnisse. Letztlich ist es aber bei den beiden Charts (Euro und Dollar) nur eine Sache des Wechselkurses. - - - Zu 2: Man könnte auch sagen, dass der Aktienmarkt von Hedgefonds oder sonstigen großen Playern manipuliert wird. Besonders am sogenannten Hexensabbat wird häufig davon gesprochen, dass der Markt bewusst auf bestimmte Niveaus getrieben wird. Sowohl beim Aktienmarkt als auch beim Gold macht daher die Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse Sinn. - - - Werfen Sie doch einmal einen Blick ins Wave Daily-Archiv (http://www.investor-verlag.de/newsletter_archiv/wd/). Dort finden Sie zum Beispiel am 5. Dezember einen Beitrag über das Geld- und Goldmengenwachstum. Am 21. November hatte ich über den Zusammenhang von Inflation und Gold geschrieben. Auch die Berichte vom World Gold Council lasse ich in meine Analysen einfließen. - - - Sie sehen also, dass die "Buchstabensuppe" nur ein Puzzelteil einer möglichst umfänglichen Analyse ist. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2012 20:42 Uhr):