Gold setzt Aufwärtstrend fort über Weihnachten

in Rohstoff Daily zum Thema Gold
vom


von Miriam Kraus

Liebe Leser,

ich hoffe Sie alle haben ein wunderschönes, besinnliches und entspannendes Weihnachtsfest erlebt.

Frisch und ausgeruht nach drei weihnachtlichen Festtagen ist es heute Zeit sich- wie in der letzten Woche angekündigt – zwischenzeitlich einmal mehr der Goldpreisentwicklung zu widmen.


Sie mögen sich erinnern, am vergangenen Donnerstag haben wir über den steigenden Inflationsdruck in den USA gesprochen. Über die gegenwärtige Wirtschaftslage in den USA und der Strategie der US-amerikanischen Zentralbank FED zur Rettung des stagnierenden Wirtschaftswachstums.

Ebenfalls haben wir über die bereits in der Vergangenheit bestehende Korrelation zwischen dem Inflationsfaktor und den Goldpreisen gesprochen.

Wenn man also davon ausgeht, dass Bernanke, um das Wirtschaftswachstum nicht noch weiter zu gefährden, keine Mittel zur Wahl bleiben um die wachsende Inflation zu bekämpfen, muss man konsequenterweise von einem steigenden Inflationsdruck ausgehen.

Geht man nun davon aus, muss man ebenso konsequent einen Blick in die Vergangenheit werfen, der wiederum ein bezeichnendes Bild über die Auswirkungen einer steigenden Inflation auf die Goldpreise zeichnet.

Denn die Vergangenheit zeigt es: Während zwischen 1977 und 1980 die Inflationsrate der USA auf über 10 % stieg, explodierte der Goldpreis von 100 USD pro Unze auf über 850 USD. Denn Anleger suchen in dieser Situation förmlich nach dem Rettungsring namens Gold.

Wie ich in der letzten Woche aber bereits sagte, dauert es natürlich seine Zeit bis der Markt beginnt diese Situation einzupreisen, respektive sich sogar ein neuer Trend abzeichnen kann.

Als ich mich am Donnerstag zur dieser Thematik äußerte, dümpelte der Goldpreis noch deutlich unter der 800 US-Dollar- Marke umher.

Doch bereits am Freitag zeichnete sich der Beginn eines ersten Aufwärtstrends ab. Die Gold-Futures notierten bereits deutlich über der 800 USD-Marke.

Und über die Weihnachtsfeiertage setzte sich der Trend weiter fort. Der London Gold Fix wurde am Heiligen Abend bei 810 USD festgesetzt. Gestern, am zweiten Weihnachtsfeiertag, stieg der Spotmarktpreis sprunghaft von 812 USD pro Unze am Heiligen Abend auf bis zu 825 USD an. Am 1. Weihnachtsfeiertag war New York geschlossen. An der NYMEX stieg der Februar-Future gestern auf über 828 US-Dollar pro Feinunze Gold im Verlauf dieses Tages.

Gegenwärtig notiert Gold auf dem Spotmarkt bei 829 US-Dollar pro Feinunze. Der London Fix AM wurde bei 822 USD festgesetzt. Der Februar-Future an der NYMEX notiert bei 833 USD pro Unze.

Dies sind wirklich hoch interessante Neuigkeiten, denn ich habe am vergangenen Donnerstag nicht umsonst in Aussicht gestellt, dass die Beobachtung der Goldpreise über Weihnachten durchaus lohnenswert sein kann.

Grundsätzlich besteht während der Weihnachtsfeiertage und den dazugehörigen Brückentagen ein eher mäßiges Handelsinteresse, da viele Privatanleger die wohlverdiente Pause genießen. Dies aber ist dann schließlich die beste Zeit für die Profis um sich zu positionieren und damit meist der Beginn eines neuen Trends. Wenn sich während der ruhigen Handelstage ein neuer Aufwärtstrend abzeichnet, setzt sich dieser meist auch nach dem Ende der Feiertage weiter fort, nachdem die restlichen Marktteilnehmer an den Schreibtisch zurückgekehrt sind und ebenfalls noch auf den anfahrenden Zug aufspringen wollen.

Dies für sich betrachtet, bedeutet dann zwar eher nur einen kurzfristigen Effekt, doch gerade im Angesicht der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage in den USA im Zusammenhang mit dem sich weiter abzeichnenden inflationären Druck, könnte der los getretene Stein mittelfristig eine Lawine auslösen. Zumindest bis am Ende schließlich auch die Allerletzten den Sprungversuch auf den inzwischen fahrenden Zug gewagt haben und unter die Räder kommen.

So oder so, es wird mit Sicherheit ein interessanter Jahresbeginn im Hinblick auf die Goldpreise.

von
Miriam Kraus
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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