Gold profitiert von Dollar-Schwäche
Dominique Braun in Investors Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 1. Juni 2011, 18:00 Uhr
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Der Goldpreis scheint derzeit mehr oder weniger nur eine Richtung zu kennen und diese zeigt aufwärts. Um gut 27% konnte sich der Preis des Metalls über die vergangenen zwölf Monate verbessern. Auch in der letzten Woche war es wieder mal ein Plus von fast 2%. Vor allem die aktuelle Dollarschwäche kommt nicht nur allen Rohstoffen, sondern auch dem Goldpreis zu Gute. Denn mit einem Wertverlust des Dollars werden vor allem Rohstoffe stärker nachgefragt, die in Dollar notieren, da sie durch den Währungsrückgang billiger zu haben sind. Der Goldpreis selbst bewegt sich derzeit auf einem Preisniveau von etwas unter 1.540 Dollar pro Unze, nach einem Rekordhoch von 1.577 Dollar Anfang Mai.
Mögliche Klagen in Höhe von 100 Milliarden Dollar für Goldminen erwartet
Widmen wir uns aber heute einem etwas anderen Thema innerhalb des Themengebietes von Gold. Es geht um mögliche Forderungen von kranken Minenarbeitern von Goldminen in Höhe von insgesamt bis zu 100 Milliarden Dollar. Im Fokus stehen dabei vor allem namhafte Goldunternehmen, die in Südafrika Minen betreiben. Namen, die Sie sicherlich selbst alle auch kennen, wie u.a.: Gold Fields und Harmony Gold Mining. Es geht dabei vor allem um ehemalige Minenarbeiter aus Südafrika, die u.a. durch speziellen Minenstaub schwer krank wurden.
Laut einer Analyse von RBC von Anfang Mai 2011, geht es um bis zu 300.000 möglichen verschiedenen Klägern, die jeweils etwa zwei Millionen Rand versuchen einzuklagen. Ob und wann diese Klagen erfolgreich sein können und werden bleibt abzuwarten. Ein Beispiel, wie lange sich das Prozedere aus der Sicht der Kläger hinauszögern kann, zeigt ein Verfahren, welches im Jahr 2004 eingeleitet wurde. 18 Minenarbeiter haben damals das Goldunternehmen Anglo American wegen ihrer schweren Erkrankung durch ihre Minenarbeit verklagt und erst im kommenden Jahr 2012, also acht Jahre später, wird dieses Verfahren vor Gericht verhandelt. Vier von den 18 Minenarbeitern sind in der Zwischenzeit leider bereits gestorben.
Die Sicherheit in Minen für Minenarbeiter ist und war immer ein großes und ernstzunehmendes Thema. Was das Thema Unfälle angeht, hat es über die letzten Jahrzehnte enorme Fortschritte gegeben, auch wenn ein Restrisiko nie ausgeschlossen werden kann. Schließlich befinden sich die Minenarbeiter bis zu fast 4km unter Erde, bei Temperaturen von bis zu 55 Grad Celsius. Im vergangenen Jahr sind insgesamt 63 Minenarbeiter bei Unfällen ums Leben gekommen. Im Jahr 1909 waren es noch etwa 1.000 Todesfälle.
Mit goldigen Grüßen
Dominique Braun
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