Gold – nächste Hürde bei 1.140 USD
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 8. Januar 2010, 20:00 Uhr
ENL5454
Soft Commodities
Der festere US-Dollar belastet die US-Getreideexporte. Wie die USDA bekannt gab, sind in der Woche bis zum 31. Dezember die Maisexporte um 53% gegenüber der Vorwoche auf 364.700 Tonnen eingebrochen. Die Weizenexporte gingen im gleichen Zeitraum um 75% auf 93.432 Tonnen zurück.
Die Preise dagegen zeigten sich in der ersten Handelswoche relativ stabil.
Mais zur Lieferung im März notiert im Wochenvergleich fast unverändert bei aktuell 4,18 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Weizen zur Lieferung im März konnte am Freitag nach erneutem Druck auf die US-Währung (nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten) rund 10 US-Cent zulegen und notiert aktuell bei 5,64 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Sojabohnen dagegen gaben im Laufe der Woche ab, aufgrund von Spekulationen auf einen deutlichen Produktionsanstieg in Südamerika.
Sojabohnen zur Lieferung im März notieren aktuell bei 10,16 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Auch wenn die fundamentale Bewertungslage aktuell nach wie vor auf sinkende Preise hindeutet, findet der Ölpreis nach wie vor deutliche Unterstützung, insbesondere von spekulativer Seite. So lange die Stimmung'/Erwartungshaltung derart positiv bleibt begründen aktuelle fundametale Faktoren nur wenig und kurzfristigen Einfluss. Der Ölpreis könnte sich zunächst in einer Range zwischen 80 und 85 US-Dollar pro Barrel weiter bewegen.
Als unterstützend für den Goldpreis erweist sich somit inzwischen die 1.100 US-Dollar und hernach die Marke um 1.070 US-Dollar herum. Ich bleibe auch mittelfristig weiterhin positiv gestimmt für Gold. Die nächste bedeutsame Hürde ergibt sich nun bei 1.140 USD. Nimmt der Goldpreis diese Hürde nachhaltig in Angriff dürfte das nächste Ziel schließlich wieder bei 1.200 US-Dollar liegen.
Die deutlichen Produktionsüberschüsse bei den Industriemetallen deuten schon seit geraumer Zeit auf niedrigere Preise hin. Es bleibt nun abzuwarten wie sich die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer weiter entwickelt. Ebenso bleibt abzuwarten wie stark sich Chinas Metallimporte in diesem Jahr tatsächlich entwickeln werden.
Für die Grains bleibt zunächst einmal der für kommenden Dienstag zur Veröffentlichung anstehende aktuelle USDA-Bericht abzuwarten. Erwartet wird u.a. ein Rückgang in der Prognose für die Maisproduktion. Sojabohnen dagegen dürften sich zumindest weniger anfällig gegenüber einer USD-Stärke erweisen, dank Großabnehmer China, dessen Währung sowieso an den USD gekoppelt ist. Weizen dürfte sich dann eher weiterhin am gesamten Getreidekomplex orientieren.
So long liebe Leser....damit verabschiede ich mich für diese Woche und wünsche Ihnen ein schönes, nicht zu kaltes und vor allem, ein nicht zu stark von Schnee-Tief Daisy beeinträchtigtes Wochenende....wir lesen uns dann am Montag in alter Frische wieder, wenn Sie mögen....bis dahin und liebe Grüße
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
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