Gold-Korrektur? Her damit!

in Investors Daily zum Thema Gold
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ja, das ist ja goldig. Kaum korrigiert der Goldpreis etwas, werden viele Anleger nervös. Noch schlimmer: Einige Analysten prognostizieren eine (starke) Abwärtsbewegung. Damit meine ich übrigens nicht die Trader, die auf ein paar Prozent-Pünktchen hin oder her wetten und damit gutes Geld verdienen (wie zum Beispiel Sven Weisenhaus vom Wave daily).


Da ich schon sehr lange nicht mehr über das gelbe Edelmetall geschrieben habe, habe ich Ihnen ein bis zwei aktualisierte Gedanken mitgebracht.

Erinnern Sie sich noch an meinen Text vom 18. November 2009? Natürlich nicht. War auch mehr eine rhetorische Frage. Falls Sie sich doch erinnern und meiner damaligen Einschätzung gefolgt sind, dann schicken Sie mir bitte ein Tafel weiße Schokolade. Alternativ würde ich mich über einen Kommentar von Ihnen freuen (Link unter diesem Text). Damals stellte ich die Frage „Gold auf 2.400 Dollar?" und argumentierte anhand des folgenden Charts:

Chart „inflationsbereinigter Goldpreis"

gold chart

Links sehen Sie das „alte" Gold-Allzeithoch bei 850 Dollar. Wenn Sie jetzt die Inflation mit einberechnen, dann läge dieses Hoch bei 2.400 Dollar (roter Kreis).

So weit so gut. Der Goldpreis stand damals bei 1.149 US-Dollar. Heute steht er bei 1.654 Dollar, also 44 Prozent höher. Der inflationsbereinigte Goldpreis wurde übrigens mit der offiziellen amerikanischen Inflationsrate berechnet... damit ist diese Zahl sogar recht konservativ (da anzunehmen ist, dass die tatsächliche Inflationsrate höher liegt).

Danach zeigte ich Ihnen im folgenden Chart den Gold-Trend und wagte eine relativ ungewagte Prognose.

Chart Goldpreis vom 18. November 2009

gold chart

Gold im Trend
Die schwarz gestrichelten Linien präsentieren den Aufwärtstrend-Kanal seit März 2001. Sollte sich Gold in den nächsten Jahren weiterhin in diesem Kanal bewegen, wird die Marke von 2.400 US-Dollar im besten Falle im Jahre 2015 erreicht (linker schwarzer Kreis) und im weniger guten Fall erst im Jahre 2020 (rechter Kreis).

Sie sehen im Chart auch einen rot gestrichelten Trendkanal. In diesem Kanal bewegt sich der Goldpreis seit Juli 2005. Und sollte sich der Kurs ähnlich stark verhalten wie in den letzten vier Jahren, wäre das Erreichen des inflationsbereinigten Allzeithochs bereits im Jahre 2013 möglich.

Und so sieht der Chart heute aus:

 

Chart Goldpreis vom 2. Mai 2012

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Im schwarzen Rechteck habe ich die Bewegung seit November 2009 eingefangen. Sie erkennen: Gold bewegt sich weiter im Trend!... und hat sogar etwas nach oben übertrieben. Da ist es kein allzu großes Wunder, dass der Goldpreis auch mal korrigieren muss. Von einer Trendwende können wir als noch lange nicht reden. Oder sind etwa die finanzpolitischen Herausforderungen (oder sagen wir besser: Katastrophen) in USA und Euroland gelöst?

Egal ob Gold fällt oder steigt
Und so oder so... (jetzt kommt ein etwas seltsamer Gedanke): Selbst wenn der Goldpreis auf 1.000 Dollar fallen sollte (wovon ich NICHT ausgehe), ist dies ein Zeichen, dass es der Finanzwelt und auch Ihren Finanzen besser geht. Der Dollar und der Euro haben dann einfach an Kaufkraft gewonnen. So betrachtet gewinnen Sie immer, wenn Sie Gold kaufen. Selbst wenn der Goldpreis fällt. Auch wenn der kausale Zusammenhang etwas hinkt, ist diese Betrachtung doch irgendwie beruhigend. Oder?

Zum Schluss habe ich noch einen Chart für Sie, falls Sie der Meinung sind, der Goldpreis befände sich in einer Blase. Hier vergleiche ich die Situation von 1980 mit der heutigen Lage  in einem Kerzenchart

Kerzen-Monatschart Goldpreis

gold chart

Sie sehen hier die Goldpreis-Entwicklung seit 1974 in einem Monatschart. Eine Kerze entspricht also dem Verlauf eines Monats mit den entsprechenden Hoch- und Tiefpunkten sowie dem oben beschriebenen Körper. Im Beispiel erkennen Sie zum Beispiel recht deutlich die zahlreichen weißen Kerzen Ende der 70er Jahre (gestricheltes Rechteck auf der linken Seite). In dieser Phase explodierte der Goldpreis von etwa 100 bis über 800 Dollar. Das Ende der Fahnenstange erkennen Sie im Chart...

Der Anstieg seit dem Jahre 2001 beim Goldpreis sieht dagegen vergleichsweise moderat und gesund aus, wie der Charttechniker sagt. In den Jahren 2001 bis 2012 konnte der Goldpreis - angespornt von inflationären Tendenzen und Finanzkrise - von 255 auf in der Spitze über 1800 Dollar ansteigen. Der Goldpreis hat sich in dieser Phase also knapp ver-sieben-facht. Und damit kann ich ebenfalls mit den Worte von 2009 schließen:

Freilich, Gold ist nicht alles... es gehören auch noch Aktien, Anleihen und Immobilien dazu... Aber ernsthaft: Wir wissen nicht, ob die Finanzkrise nur ein Vorreiter für noch schlimmere Krisen war. Alleine aus diesem Grunde wäre es sinnvoll, mindestens 10% Ihres Kapitals in Gold zu stecken. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, von steigenden Kursen zu profitieren. Entscheidend ist hier der Absicherungsgedanke. Denn:   

Für ein Stückchen Gold werden Sie (hoffentlich) immer einen Korb voller Äpfel bekommen. Möglicherweise (das wäre aber wirklich der schlimmste Fall) werden Sie denselben Korb voller Äpfel in Krisenzeiten aber nicht für 1.000, 10.000 oder 1 Millionen Euro bekommen.

Und wenn Sie Gold oder Silber unbedingt traden wollen, bringe ich Ihnen morgen zwei interessante Chartanalysen mit.

Viel Erfolg an der Börse
Ihr

Tom Firley

PS: Beachten Sie bitte den interessanten Hinweis von Claudia Jankewitz im nächsten Beitrag. Frau Jankewitz habe ich auf der Anlegermesse Invest am Wochenende endlich persönlich kennen gelernt. Eine Börsen-Fachfrau wie Sie im Buche steht. Das können Sie mir glauben.

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Tom Firley
Tom Firley

Tom Firley ist einer der anerkanntesten Börsenexperten und Charttechniker Deutschlands. Tausende Privatanleger profitieren täglich von seinem Investors Daily.

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Kommentar von Schmitt

Dass Sie eine derart marktschreierische Werbung empfehlen! Ca. 25.000,-- € für Frau Jankewitz für ein Wochenende! Sie werden sicher nicht zu dem Seminar gehen. Freundlicher Gruß G.Schmitt

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Antwort von Tom Firley:

Hallo, vielen Dank für Ihre Nachricht. Es geht ja hier um die Sache, also das Seminar, und nicht um die Werbung (die ich mir ja nicht ausgesucht habe...). Und das Wochenend-Seminar im Trader-Hotel ist sicherlich sein Geld wert. Sie haben Recht. Ich werde nicht dort sein. Die angesprochenen Grundlagen habe ich mir im Laufe der letzten 19 Jahre selbst angeeignet ;-) Herzliche Grüße Tom Firley

Kommentar von Dr Roland Berger

Die Sache hat nur einen Haken: wenn es soweit ist, wird man Ihnen Ihr Gold wie unter Roosevelt für einen Appel und ein Ei abknöpfen und es, wenn Sie es nicht freiwillig hergeben, zwangsweise konfiszieren, alles schon dagewesen, da auf die Unfähigkeit und gleichzeitig aber Skrupellosigkeit unserer Politiker Verlaß ist!

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