Gold: Kann die 1.000 USD-Marke diesmal gehalten werden?!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 11. September 2009, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Wie erwartet hat die USDA in ihrem aktuellen Erntebericht heute die Prognose für die Mais-Ernte nach oben gesetzt. Die USDA revidiert sich selbst und schätzt eine um 1,5% höhere Ernte als in der letzten Schätzung im Vormonat.
Hervorragende Wetterbedingungen in den Anbaugebieten der USA heben die Aussicht auf Rekord-Erträge. Die USDA prognostiziert eine Produktion in Höhe von 12,954 Milliarden Scheffel - das entspricht einem Anstieg von 7% gegenüber dem Vorjahr.
Dennoch konnten in dieser Woche ein schwacher US-Dollar, sowie die Korrelation zum Ölmarkt und den Aktienmärkten den Maispreisen deutliche Unterstützung bieten. So notiert Mais zur Lieferung im Dezember im Wochenvergleich mit einem deutlichen Plus.
Nach Bekanntgabe der USDA-Daten fiel der Preis zunächst um 10 US-Cent auf 3,09 US-Dollar pro Scheffel, konnte sich allerdings bald darauf rasch wieder erholen.
Aktuell notiert Mais zur Lieferung im Dezember bei 3,19 US-Dollar pro Scheffel an der CME.
Ausblick
Allein die fundamentalen Faktoren des Ölmarkts, mit einem nach wie vor nicht entsprechend anziehenden tatsächlichen Verbrauch, rechtfertigen einen Preisrückgang. Doch so lange vor allem die Stimmung den Markt beeinflusst, dürfte sich ein weiterer Rückgang vorerst wohl noch in Grenzen halten. Eine Range zwischen 65 und 70 USD pro Barrel könnte zunächst möglich sein.
Der Goldpreis hat in den letzten anderthalb Jahren bereits mehrmals die 1.000 USD-Grenze überschritten und hernach jedes Mal wieder eine erneute Korrekturbewegung hingelegt. Dementsprechend gehe ich davon aus, dass auch im aktuellen Fall eine folgende Korrekturbewegung nicht unüblich wäre, wobei zuvor das bisherige Allzeithoch bei 1.033,90 USD durchaus noch überschritten werden könnte. Wobei ich nach wie vor davon ausgehe, dass ein Rückgang in den Bereich um 965 US-Dollar und sogar zeitweilig eine Notierung innerhalb der Range zwischen 930 und 960 USD den übergeordneten Aufwärtstrend nicht gefährdet.
Die Entwicklung an den Industriemetallmärkten in den letzten Tagen könnte dem erwarteten Beginn einer nachhaltigeren Korrekturbewegung endlich einen ersten Impuls vermitteln.
Nach wie vor haben äußere Faktoren wie USD-Schwäche, Ölpreisentwicklung und freudige Stimmung deutlichen Einfluss auf die Getreide-Märkte und verhindern vorerst einen deutlichen Preisrückgang.
So long liebe Leser...das war es für diese Woche....deshalb verabschiede ich mich und wünsche Ihnen an dieser Stelle noch ein schönes Wochenende...bis Montag zum nächsten Rohstoff-Daily...
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
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