Gold – Jahresrückblick 2011
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 3. Februar 2012, 20:45 Uhr
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Heute möchte ich mit dem großen Jahresrück- und Ausblick für die einzelnen Rohstoffklassen weitermachen. Und zwar bei den Edelmetallen. Sie kennen das sicher auch: Tempus fugit und man kommt zu nichts. Besser gesagt, es gibt so vieles über das sich zu berichten lohnt, dass einige Dinge in den Hintergrund geraten. Wie zum Beispiel der große Jahresrück- und Ausblick. Deshalb habe ich beschlossen: die Konjunkturdaten gibt es wieder am Montag und wir beschäftigen uns heute stattdessen endlich wieder mit dem Gold.
Gold in 2011 - stark wie immer
Für die Goldpreise erwies sich auch das Jahr 2011 als ein starkes Jahr - und damit das 11. Jahr in Folge, in dem die Goldpreise zulegen konnten. Eigentlich nicht verwunderlich, doch dazu gleich mehr.
Sehen wir uns die Entwicklung der Goldpreise hier zunächst einmal an:
Gold in USD seit Dezember 2010
Quelle: CFX-Trader
und
Gold in EUR seit Dezember 2010
Quelle: CFX-Trader
+10,1% und +13,7% in 2011
Der Goldpreis in USD legte im vergangenen Jahr rund 10,1% zu, der Goldpreis in EUR (dank Schwächel-Euro) sogar um +13,7% im gleichen Zeitraum. Damit haben die Goldpreise sich nicht nur besser entwickelt als die übrigen Edelmetalle, sondern auch besser als viele andere Rohstoffe.
Bis zur Spitze im September 2011 bei 1.920 USD pro Feinunze hatte der Goldpreis in USD sogar um über 35% zugelegt seit Jahresbeginn 2011.
Der Goldpreis in EUR legte bis zur Spitze im September 2011 bei 1.374 EUR pro Feinunze immerhin noch um über 29% zu, gegenüber dem Jahresbeginn 2011.
Dass darauf dann zunächst einmal eine Gegenbewegung folgen musste, war angesichts des extrem dynamischen Anstiegs der Goldpreise im 3.Quartal 2011 eigentlich fast schon abzusehen. Hinzu kam eine relativ starke Korrelation zur generellen Risikofreude, was zu einer Korrelation zu den Aktienmärkten und zum Euro führte und ebenfalls dazu, dass das 4.Quartal 2011 trotz der Ausweitung der Schuldenkrise in Europa relativ schwach abgeschlossen wurde, wobei Gold in USD aufgrund der stärkeren US-Währung zusätzlichen Druck erfuhr.
Diese Entwicklung ist aber vor allem auf das zuvor (zur Jahresmitte 2011) starke Engagement der Spekulanten zurückzuführen, die zum Jahresende hin massiv ihre Long-Positionen abgebaut hatten. Dagegen blieb aber die physische Nachfrage auch seitens der Investoren und Notenbanken relativ stabil, was das Preisniveau nach unten absichert.
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Zum zweiten Teil von: Gründe die für Gold sprechen

