Gold in EUR zeigt sich stark
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 9. Januar 2012, 20:45 Uhr
ENL5454
Die erste Woche des neuen Jahres begann im Zonen-Land nicht großartig anders als das vergangene Jahr endete (oder anfing..) - Griechenland hat nach wie vor riesige Probleme und wie immer fällt das den Häuptlingen und übrigen Politschkis erst dann auf, wenn die nächste Hilfstranche ansteht. So weit nichts Neues also von der Zonen-Front. Aber zumindest scheinen sich Angie und Nic immer besser zu verstehen und einander an Herzlichkeit füreinander übertreffen zu wollen. Die Finanztransaktionssteuer mag die Angie dem Nic von Herzen gönnen - die Briten bleiben einfach außen vor. Außerdem ist das neue Zonen-Gespann der Herzen ganz und gar davon überzeugt, alles auf die Reihe zu kriegen - früher oder später...wobei man sich das Wort "früher" eigentlich sparen kann. Aber bis spätestens März wollen sie ihren Fiskalpakt unter Dach und Fach haben, wobei ihnen egal ist, dass das jetzt schon keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt.
Same procedure als last year also...kommen wir zu den Rohstoffmärkten in der letzten Woche.
Rohstoffe Wochenrück- und Ausblick 02.01.-09.01.2012
Energie
Die Ölpreise konnten zu Beginn der vergangenen Woche zunächst von positiven Konjunkturdaten aus China und den USA profitieren. Dann kehrte der Irankonflikt als beherrschendes Thema an die Märkte zurück und verhalf den Ölpreisen weitere Unterstützung.
Hierbei vor allem dem Brent-Preis, da der Iran als Öllieferant für Europa wesentlich bedeutsamer ist, als für die USA. Außerdem hatten die USA schon vor einiger Zeit ein Ölembargo über Iran verhängt, dem sich in der vergangenen Woche nun auch die EU angeschlossen hat, mit ihrer letztlich in der vergangenen Woche erzielten Einigung über das Embargo. Hinzu gesellen sich nun auch China, das in der letzten Woche bekannt gab, seine Ölimporte aus Iran im Februar um mehr als 50% gegenüber der üblichen Menge für diesen Monat zu senken und Japan, das ebenfalls eine Drosselung der Ölimporte aus Iran überdenkt.
Angesichts dessen hat sich die Preisdifferenz zwischen WTI und Brent-Öl zuletzt wieder ausgeweitet, während WTI zum Ende der Woche, sowie auch zum neuen Wochenbeginn, angesichts der USD-Stärke etwas nachlassen muss.
WTI zur Lieferung im Februar notiert aktuell bei 100,74 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX, nachdem am Mittwoch zuvor ein Hoch bei 103,74 USD pro Barrel erreicht worden war.
Brent zur Lieferung im Februar notiert aktuell bei 112,44 US-Dollar pro Barrel an der ICE, nach einem Hoch bei 114,64 USD pro Barrel am Donnerstag.
Ausblick
Der Irankonflikt und die dadurch bedingten zu erwartenden Ausfälle, die vermutlich durch die freien Kapazitäten Saudi-Arabiens kompensiert werden (welche allerdings nur noch bei 2,5 Millionen Barrel pro Tag liegen), erfordern eine Aufschlag in Form einer Risikoprämie und dürften den Ölpreisen generell Unterstützung bieten. Ebenso wie der heute begonnene Generalstreik in Nigeria. Hierbei dürfte auch weiterhin Brent stärker profitieren. Einem deutlicheren Anstieg steht aber zunächst der starke USD entgegen.
Edelmetalle
Gold konnte in der vergangenen Woche wieder deutlich zulegen, zunächst entlang der Rohstoff- und Aktienmärkte, aber auch zum Ende der Woche, womit sich Gold gegen die Korrelation zu den übrigen Märkten durchsetzen konnte und nun wieder seinem ehernen Status als Safe Haven Ehre macht.
Die nach wie vor ungeklärte europäische Systemkrise unterstützt die physische Nachfrage, auch gegen den Rückzug der Spekulanten.
Gold in Euro zeigte sich hierbei angesichts der schwächeren Einheitswährung stärker als Gold in USD.
Gold in EUR handelt aktuell bei 1.262,36 Euro pro Feinunze.
Gold in USD notiert aktuell bei 1.610,72 US-Dollar pro Feinunze.
Ausblick
Das Krisenumfeld in Europa, sowie die Erwartung auf weitere Handlungen durch die Notenbanken, dürfte Gold ebenso weitere Unterstützung bieten, wie der Umstand, dass das Gold sich mittlerweile wieder im Rahmen seine langfristigen Aufwärtstrends befindet.
Zum zweiten Teil von: Getreidepreise erhalten Unterstützung