Gold im Licht der Elliottwellen
Rüdiger Maaß in Wave Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 12. Juni 2007 13:00 Uhr
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Lieber Wave Daily Leser,
Gestern haben wir herausgefunden, dass die Elliottwellen nicht nur bei Aktienmärkten zu finden sind. Ein Beispiel aus dem großen Pool der Währungspaare ist der Euro/Dollar. Eindeutig waren die fünfgliedrigen Trendwellen zu erkennen.
Die Metallmärkte bilden keine Ausnahme von der Regel. Heute möchte ich Sie einladen, mit mir gemeinsam den Chart vom Gold per Unze in US Dollar zu untersuchen.
Das Gold hat auf den Menschen seit Jahrtausenden eine besondere Faszination ausgeübt. Zu Aristoteles Zeiten glaubte man, das Silber einen Reifeprozess vollziehen würde und zu gold werden würde. Die Inkas glaubten, dass die Goldnuggets die Tränen der Götter darstellen würden. Im Mittelalter glaubten die Menschen, dass das Gold auf die Strahlen der Sonne zurückzuführen ist.
Gold ist selten und besonders wertvoll, weil es nicht von äußeren Einflüssen, wie Luft, Wasser oder Sauerstoff reagieren. Silber und Kupfer reagieren und zerfallen langsam.
Trotz der Beständigkeit ist Gold leicht formbar. Gold besticht durch einen faszinierenden Glanz. Es bewahrt seine Farbe, seinen Glanz und seine Beschaffenheit. Im Durchschnitt muss eine Tonne Gestein zermahlen werden, damit eine Unze Gold gewonnen werden kann.
Neben der Industrie wird das Gold hauptsächlich in der Schmuckverarbeitung eingesetzt.
Nun könnte man glauben, dass dieses kostbare Metall ständig im Preis steigen würde und den Elliottwellen nicht unterliegt. Sie erinnern sich vielleicht noch an das Ende der 70iger Jahre. Zwei Brüder kauften das Metall in großen Mengen. Von 1978 bis 1980 stieg der Goldpreis von 250 bis 700 Dollar. Bitte vergessen Sie nicht, dass das Gold von 1980 bis 1999 wieder auf 250 Dollar gefallen ist.
Warum wurde das kostbare Metall, das den Glanz der Sonne widerspiegelt, zu Schleuderpreisen verkauft, um seit dem Jahr 2000 wieder in der Gunst der Anleger zu steigen. Der Goldpreis befindet sich nach einer starken Talfahrt bis ca. 250 Dollar wieder auf dem Niveau von 1980 bei 651 Dollar.
In dem Chart von 1989 bis 2003 sehen Sie, dass sich ein Elliott Wave Abschlussmuster (waagerechtes Dreieck) von 1997 bis 1999 entwickelt hatte. Dieses Muster bildet sich vor einem Trendwechsel.
Sehen wir uns einmal im nächsten die Reaktion auf dieses Trendschlussmuster an.
Der Chartzeigt die Kursentwicklung von 1999 bis 2007. Erinnern sie sich noch an das Wellenabschlussmuster, das sich vor einem Trendwechsel bildet? Sie können deutlich erkennen, dass sich in den folgenden Jahren ein stark steigender Trend entwickelt hat. Der Trend wird durch unter- und übergeordnete Trendwellen (5er Wellen) aufgebaut, die sich zu einer großen Trendwelle (Welle 1 bis Welle 5 im Kreis) zusammenfügen.
Die Beispiele der letzten Tage soll Ihnen nahe bringen, dass das Elliott Wave Prinzip ein allgemeingültiges Analyseverfahren von besonderem Wert ist. Es ist ein unerlässlicher und objektiver Helfer bei der Bestimmung von einem Marktzyklus. Das Gold folgt den Ellliottwellen.
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