Gold, Gold, Gold – Hausse geht weiter
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 8. November 2010, 14:30 Uhr
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wohl dem, der die Taschen voller Gold hat. Ich hoffe, einige von Ihnen gehören zu den Glücklichen. Denn das Edelmetall erzielte nach einem kurzen aber heftigen Absacker um 25 Dollar am vergangenen Mittwoch am Freitag ein neues Allzeithoch und schnupperte kurzzeitig sogar an der Marke von 1.400 Dollar je Feinunze.
Hätten Sie im Juli dieses Jahres, an einen Goldpreis von 1.400 Dollar je Feinunze geglaubt? Damals war das haussierende Edelmetall gerade an der 1.200 Dollar-Marke gescheitert und hatte bis auf etwa 1.160 Dollar korrigiert, um die Kursmarke Anfang August mit wehenden Fahnen zurückzuerobern und zu einem neuen Aufwärtstrend aufzubrechen. All jene, die mit drohendem Zeigefinger das "Platzen der Goldblase" heraufbeschworen hatten und sich in der kleinen Korrektur bestätigt sahen, verstummten und dürften dies auch bis heute sein. Denn der Goldpreis eilt von Rekord zu Rekord.
Ein Blick auf die Kursentwicklung der letzten Woche zeigt, dass sich der Goldkurs geradewegs wie aus dem Lehrbuch verhält. Denn der Goldkurs war nicht nur eine Reaktion auf den schwachen Dollar. Vielmehr dürfte es der offensiven Geldpolitik der US-Notenbank geschuldet sein, dass Gold weiter auf Rekordjagd ist. Mit dem angekündigten Rückkauf von Staatsanleihen im Volumen von 600 Mrd. Dollar (ich berichtete Ihnen am Freitag darüber) am vergangenen Mittwoch schürte die Federal Reserve die Inflationserwartungen und trieb Investoren regelrecht in Sachwerte wie Rohstoffe und Aktien. Die Aktienmärkte quittierten das mit einem Plus auf Wochensicht von 2,3% im DAX und sogar 3% im Dow Jones.
Doch zurück zum Goldpreis. Fakt ist: Die relative Stärke des Goldpreises bleibt trotz leichter Rücksetzer auch zum Wochenstart intakt. Obwohl der Dollar wieder auf massivem Erholungskurs befindet, hält sich der Goldpreis weiterhin nur knapp unter der Marke von 1.400 Dollar. Und die Chancen stehen gut, dass diese Widerstandsmarke schon in kürze fällt.
Einige Analysten sehen in den hohen Staatsverschuldung vieler führender Industrienationen einen klaren Haussetreiber für das Edelmetall (wenn nicht für alle Edelmetalle). Die Staatsschulden sind mittlerweile in Dimensionen angekommen, in welchen es gar keine andere Chance mehr gibt, als diese Schuldenberge "weginfaltionieren" zu lassen. Es ist also schon lange nicht mehr die Frage, ob wir nun eine Inflation bekommen werden oder nicht, sondern es ist nur noch eine Frage der Zeit. Und so lange wird das "sichere Geld" seinen Hafen im Gold suchen. Der Goldpreis sollte also noch lange nicht das letzte Hoch gesehen haben. Der Goldexperte Martin Siegel, Gründer und Geschäftsführer der Edelmetallhandelsfirma Westgold. sieht den faieren Wert des Goldes bei 1.600 US-Dollar je Feinunze. Momentan ist die Entwicklung noch gesund, allerdings sieht Martin Siegel die Gefahr einer Blasenbildung, "sobald es über den fairen Wert hinausgeht". Doch bis dahin sind es noch mal gut 200 Dollar.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Börsenwoche.
Ihre
Cindy Bach
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