Gold gegen Inflation
Domique Braun in Investors Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 22. Juli 2009, 18:00 Uhr
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dass das Thema rund um Gold ein interessantes Thema ist, dies ist ohne Zweifel gegeben. Dass das Thema bei Ihnen als Leserinnen und Leser aber so einen großen Zuspruch findet, ist sehr erfreulich. Leider konnte ich noch nicht jede Email persönlich beantworten und werde daher viele Ihrer bereits erhaltenen Emails in den kommenden Gastbeiträgen von mir hier beantworten. Denn es wurden viele und vor allem sehr unterschiedliche Fragen zu dem Thema rund um Gold gestellt, die sicherlich für alle Leserinnen und Leser sehr interessant sind. Fragen zu Einstiegskursen bei Gold kann ich Ihnen aber leider nicht geben, da ich keine Handelsempfehlungen in diesem Gastbeitrag geben kann und wir uns ausschließlich mit allgemeinen Fragen und Themen rund um Gold befassen werden.
Haben Sie eigentlich die letzte Handelswoche gesehen? Ich meine jetzt nicht so sehr die Entwicklung an den Aktienmärkten, sondern eher die Preisentwicklung am Goldmarkt. Die Preisentwicklung von Gold war ja in den letzten vier Wochen eigentlich eher als langweilig zu bezeichnen, da sich der Preis für eine Unze immer bei etwa 930 USD aufhielt. Dieser Bann wurde aber in der vergangenen Handelswoche und auch heute erst einmal gebrochen. Schauen Sie sich dazu einfach den nachfolgenden Chart einmal an.
Gold historisch
Abb.1: An diesem historischen Kurschart sehen Sie Preisentwicklung von Gold. Deutlich können Sie den aktuellen Sprung auf etwas über 950 USD pro Unze erkennen.
Recht interessant war die Entwicklung des Goldpreises in der vergangenen Woche schon. Denn Gold wird oftmals als Krisenanlage bezeichnet, denn gerade wenn es Krisen wie Krieg oder auch wie die aktuelle Wirtschaftskrise gibt, dann wird Gold stark bzw. stärker nachgefragt als wenn wir uns in normalen Zeiten befinden würden. Auch oftmals konträr zu der Entwicklung des Aktienmarktes können wir die Entwicklung des Goldpreises sehen. So aber nicht in der vergangenen Woche, als die globalen Aktienmärkte eine regelrechte Kursrallye hinlegen konnten. Gold verteuerte sich aber im gleichen Atemzug ebenfalls, auch wenn es im Vergleich zum Aktienmarkt lediglich ein Plus von etwas über 2% war. Aber die ganzen Spekulationen über eine anziehende Inflation, also ein Anstieg der Teuerungsrate von Gütern und Dienstleistungen eines Landes, wirkten sich kursstützend auf den Goldpreis aus. Denn Gold wird oftmals als Absicherungsinstrument gegen eine steigende Inflation eingesetzt. Denn wenn Güter und Dienstleistungen teurer werden, dann wird gleichzeitig der Wert des Geldes weniger Wert. Gold wird daher aufgrund seiner Wertbeständigkeit zur Absicherung gerade bei einer zukünftig steigenden Inflation eingesetzt. Wie auch bereits in meinem letzten Gastbeitrag erwähnt, gibt es viele Personen auf der Welt die nichts von Papiergeld halten und vor allem nicht an Papiergeld glauben. Dies geht soweit, dass es Personen aus meinem direkten Umfeld gibt, die sich kontinuierlich mit physischem Gold eindecken und in einem Banktresor lagern.
Das reine Gold
Viele Verständnisfragen habe ich zu den Formen und Reinheitsgraden von Gold erhalten. Gold gibt es nicht nur verarbeitet in Gegenständen wie bei Schmuck sondern es kommt in seiner reinen Form u.a. als Goldmünzen, Barren oder Staub vor. Bei Barren auch in den unterschiedlichsten Gewichtsformen. Mit dem Ausdruck in seiner reinen Form meine ich es jetzt etwas relativ. Denn es gibt unterschiedlichste Reinheitsgrade von Gold, diese werden in Karat und in Gewichtsanteilen pro Promille angegeben. Die höchste Stufe ist dabei 24 Karat was purem Gold entspricht. Der Anteil des Goldes ist dabei 999 Promille. Um dies mal kurz zu erklären: Das pure Gold mit 24 Karat besteht von 1000 Gewichtsanteilen aus mindestens 999, also wirklich pur. Wenn Sie jetzt beispielsweise von Gold mit einem Reinheitsgrad von 750 hören, bedeutet dies nichts anderes als 18 Karat Gold. Dies kann man recht einfach anhand des Dreisatzes ausrechnen. Hochwertiger Schmuck wird normalerweise aus Goldleigerungen mit einem Reinheitsgrad von mindestens 750 Promille, also 18 Karat, angefertigt. Also achten Sie mal darauf, wenn Sie beim nächsten Mal bei einem Juwelier vorbeischauen, mit was für einem Reinheitsgrad bzw. Feingehalt von Gold beworben wird.
Ich wünsche Ihnen jetzt einen guten und erfolgreichen Montag und senden Sie mir weiter gerne Emails mit Fragen rund um Gold, die ich dann zukünftig bei meinen Gastbeiträgen bei den einzelnen Themen für Sie mit integrieren kann und werde.
Mit goldigen Grüßen
Dominique Braun
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