Gold die winzige wirkliche Alternative vor Enteignung
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 19. November 2008, 20:00 Uhr
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Eine der grössten Überraschungen in diesem Jahr war für die Rohstoffanleger der massive Rückgang des Goldpreises.
In der letzten Woche beschrieb ich bereits, dass Mitte März der Spiegel mit seinem Titel Gold" und mit der Begründung Gold als Krisenwährung, ein markantes kurzfristiges Markthoch und der Hochpunkt der Inflationszahlen fast zeitgleich zusammenfielen.
Seither hat das Gold in US-Dollar gerechnet 27% verloren. Doch die Betonung liegt hier auf US-Dollar. Dieser selbst hat nämlich gegen den Euro im gleichen Zeitraum über 20% zugelegt. Also haben Goldanleger, die ihre Unzen in Euro bewerten auch NICHTS verloren.
Es ist ohnehin grotesk, wie der Preis von Aktien oder Rohstoffen immer wieder in einer Währung gemessen wird. Über die Kaufkraft dieser Kurse lässt dies kaum Rückschlüsse zu.
Einer Aussage zufolge, die so glaube ich einmal Jim Rogers gemacht hat, konnte und kann man für 1 Unze Gold immer und überall einen Anzug oder ein zum damaligen Zeitpunkt übliches hochwertiges Kleidungsstück kaufen. Diese Aussage lässt sich zurückverfolgen bis ins alte Rom und Griechenland.
Am Tiefpunkt des Goldpreises um die Jahrtausendwende hätten Sie für 300 Euro noch immer einen qualitativ ausreichend guten Anzug von C&A kaufen können. Jetzt bekommen Sie für 550 Euro schon einen besseren Anzug und irgendwann reicht eine Unze vielleicht sogar zum Kauf eines Massanzuges...
Aber generell lässt sich an dieser Aussage nichts ändern. Versuchen Sie heute einmal mit ein paar alten römischen Kupfermünzen oder dem uralten Papiergeld Chinas oder mit den alten Reichsmarkbeständen ihres Grossvaters einen Anzug zu kaufen, oder das Geld in heutige Währungen umzutauschen. Der Verkäufer wird Ihnen den Weg zur Tür weisen.
Deshalb erfreut sich Gold trotz aller immer wieder negativ auftauchenden Zeitungsartikel, die den Wert des gelben Metalls tagein- und tagaus in Frage stellen, nach wie vor einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Vor allem langfristige Investoren erkennen die Wichtigkeit von Goldinvestments.
Deshalb zeige ich Ihnen nachfolgend einen interessanten Chart, der die Entwicklung der nicht-physischen Goldbestände bei den Investoren zeigt. Vor allem die Gold-ETFs, die den Goldpreis ungehebelt wiederspiegeln, erfreuen sich immer grösserer Nachfrage, während die spekulativen Long-Positionen gemessen an den CFTC Daten, einen starken Rückgang aufweisen. Das Gold wandert also von den schwachen in die starken Hände. Sobald die Spekulation wieder kommt, dann sollte auch der Goldpreis wieder stark ansteigen.
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