Sven Weisenhaus handelt seit mehr als 10 Jahren Aktien, Zertifikate und inzwischen hauptsächlich CFDs. Im Wave Daily dreht es sich meist um Elliot Wellen.
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Gold
vom
die aktuellen Informationen aus dem Bericht des World Gold Council über das Goldangebot und die Goldnachfrage im ersten Quartal 2012 möchte ich zum Anlass nehmen, bereits nach kurzer Zeit schon wieder zurück zum Thema Gold zu kommen.
Globale Nachfrage nach Gold sinkt
Mit 1.097,6 Tonnen lag die globale Nachfrage nach Gold im ersten Quartal 2012 laut dem Bericht um 5% unter dem Vorjahresniveau (1. Quartal 2011). Dies mag auch an den wesentlich höheren durchschnittlichen Preisen im Vergleich zum ersten Quartal 2011 gelegen haben. Der durchschnittliche Goldpreis von 1.690,57 USD im Auftaktquartal 2012 lag 22% über dem Durchschnitt des 1. Quartal 2011.
Die höheren Preise haben aber immerhin dazu geführt, dass die Nachfrage in US-Dollar gerechnet mit +16% deutlich über der Nachfrage in 2011, aber 11% unter dem Rekordquartal Q3 2011 lag.
Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die Nachfrage nach Gold bereits das zweite Quartalen in Folge zurückgegangen ist.
(Quelle: LBMA, Thomson Reuters GFMS, World Gold Council)
Nachfrage immer noch hoch
Die Nachfrage im Schmuckbereich ging im Jahresvergleich um 6% auf 519,8 Tonnen zurück, großteils infolge von höheren Preisen. Dieser Rückgang relativiert sich ein wenig, wenn man beachtet, dass der 5-Jahres-Durchschnitt im ersten Quartal bei einer Schmuck-Nachfrage von 496,2 Tonnen und damit 5% unter der Nachfrage in diesem Quartal lag. Die Schmuck-Nachfrage ist also relativ und absolut gesehen immer noch hoch.
Die Investment-Nachfrage (Goldbarren, Münzen, ETFs und ähnliche Produkte) stieg sogar gegenüber dem Vorjahr um 13% bzw. 45,8 Tonnen auf 389,3 Tonnen. Die Nachfrage nach Goldbarren und Münzen lag mit 337,9 Tonnen allerdings 17% unter dem ersten Quartal 2011. Die Nachfrage nach ETFs und ähnlichen Produkten belief sich auf 51,4 Tonnen.
Die Nachfrage in der Technologie, wo Gold in der Zahnheilkunde und anderen industriellen Bereichen Anwendung findet, verringerte sich um 7% gegenüber dem Vorjahres-Niveau auf 107,7 Tonnen. Das Volumen in der Elektronik ging im Jahresvergleich um 6% auf 75,4 Tonnen, im Dentalbereich um 7% auf 10,5 Tonnen zurück.
Notenbanken erneut Nettokäufer
Die Notenbanken leisteten erneut einen soliden Beitrag zur Nachfrage, wenn auch in geringerem Maße als beim sehr starken Nettozufluss im Auftaktquartal 2011. Im aktuellen Quartal beliefen sich die Nettokäufe von Zentralbanken und Institutionen des öffentlichen Sektors auf 80,8 Tonnen. Die Notenbanken zeigten sich damit für rund 7% der weltweiten Nachfrage nach Gold verantwortlich.
Aufgrund der Anforderung, die steigenden Devisenreserven stärker zu diversifizieren, wird sich laut dem Bericht des World Gold Council dieser Trends aller Wahrscheinlichkeit nach fortsetzen.