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Emerging Markets – auf der Schwelle zum Industriestaat

Als Emerging Markets werden die Volkswirtschaften bzw. die Aktienmärkte von ökonomisch aufstrebenden Staaten genannt, die auch als Schwellenländer bezeichnet werden. In den zurückliegenden Jahrzehnten zählten in erster Linie die so genannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) zu dieser Kategorie.

Aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung in diesen Ländern sowie je nach Standpunkt der Beurteilung, wird heute der ein oder andere dieser Kandidaten nicht mehr oder auch schon wieder zu den Emerging Markets gerechnet.

Emerging Markets: Chancen und Risiken für Anleger

Für Anleger birgt ein Investment in die Emerging Markets neben großen Chancen und erheblichen Wachstumspotenzialen auch deutlich höhere Risiken. Dabei stehen das Währungsrisiko und eine erhöhte Volatilität (Schwankungsbereitschaft) der Aktienmärkte im Vordergrund. Darüber hinaus dürfen aber auch weitere Faktoren nicht aus den Augen verloren werden, die die Rentabilität einer Geldanlage gefährden können. Diese sind unter anderem:

  • fehlende oder mangelhafte Rechtssicherheit
  • unsichere politische Lage
  • große Unterschiede bei den Bilanzierungsregeln
  • geringe Markttransparenz

Diese Unsicherheiten ergeben sich beispielsweise dadurch, dass der rechtliche Status eines Unternehmens in China oder Russland keineswegs mit der einer Gesellschaft in Deutschland, Japan oder den USA verglichen werden kann.

Dennoch liegt natürlich auch auf der Hand, dass in den aufstrebenden Staaten immense Chancen und große Wachstumspotenziale schlummern. Vor allem etwa im Kraftfahrzeugsektor und im infrastrukturellen Bereich (etwa beim Straßenbau oder der Konstruktion von modernen Gebäuden) ist westliches Know How gefragt. Und das wiederum eröffnet auch Privatanlegern die verschiedensten Möglichkeiten.

Emerging Markets – Investitionsmöglichkeiten für Anleger

Noch vor nicht allzu langer Zeit galten Investitionen in die Emerging Markets als relativ exotische Geldanlage. Heute dagegen bietet sich hierbei für Anleger eine ganze Reihe von Möglichkeiten zum Einsatz ihres Kapitals.

Sicherlich weist ein Investment in eine einzelne Aktie mit die größten Chancen aber auch die unkalkulierbarsten Risiken (s. o.) auf. Gleichwohl kann aber auch dies durchaus Sinn machen.

Um sich als Privatanleger in den Märkten der aufstrebenden Staaten zu engagieren, ist die Geldanlage in einen Investmentfonds mit dem entsprechenden Anlageschwerpunkt empfehlenswert. Dabei sind so unterschiedliche Finanzprodukte wie reine Aktien- und Rentenfonds oder Mischfonds erhältlich. Diese konzentrieren sich je nach Anbieter ausschließlich oder zu einem höheren Anteil auf die Emerging Markets. Manche dieser Produkte fokussieren sich auf bestimmte Staaten oder Regionen oder beschränken ihren Horizont auf ausgewählte Branchen.

Weitere Möglichkeiten bieten ETFs auf die Aktienindizes einzelner Schwellenländer. Aber auch der MSCI Emerging Markets Index (als ETF), der die Entwicklung der Aktienmärkte in verschiedenen Ländern Europas Asiens, Afrikas, Lateinamerikas und des Mittleren Ostens erfasst, stellt eine attraktive Alternative für interessierte Investoren dar.

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