Gleitende Durchschnitte an einem praktischen Beispiel
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen zum Thema Technische Analyse
vom 10. Januar 2011, 16:00 Uhr
ENL5454
Im folgenden Chart des Euro gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD) führen die Gleitenden Durchschnitte MA72 (72 Wochen, blau), MA38 (38 Wochen, orange) und MA10 (10 Wochen, schwarz) seit Januar 2010 nach unten. Dabei fällt dem kurzfristigeren MA10 (schwarz) die Rolle der Führungslinie zu. Der Kurs des Euro verläuft eng unterhalb der schwarzen Linie im Abwärtstrend. Kurzfristige Handelssignale ergeben sich, wenn der Euro seinen MA10 nach oben durchbricht. Die schwarze Linie kann in diesem Fall einen Anhaltspunkt geben, wo die Stop-Loss-Order für kurzfristige Long-Positionen gelegt werden kann. Der Schnittpunkt von MA10 und MA38 (orange) liefert einen wertvollen Hinweis darauf, ob sich der vorherrschende Abwärtstrend ändert. Das wäre dann der Fall, wenn die langfristige blaue Linie (MA72) von unten nach oben durchbrochen würde. Dann würde sie ihre Funktion als Widerstandslinie ändern und zur Unterstützungslinie im neuen Aufwärtstrend werden.
Der Euro sendet erneut ein Verkaufssignal
Der Kurs des Euro verlief in den letzten 4 Wochen knapp unterhalb von MA38 (orange), im blauen Kreis gut zu sehen. In der letzte Woche aber hat sich der Euro mit einer großen roten Kerze, wir verwenden hier einen Candlestick-Chart, von 1,3354 CAD, dem Wochenhoch, auf 1,2820 CAD zum Wochenschluss aus dem Markt verabschiedet. Im aggressiven Musterdepot des Target Trader* sind wir aktuell mit einem EUR/CAD PUT investiert und mit 24,13 Prozent im Gewinn.
Wichtig: Wenn MA10 (schwarz) jetzt MA38 (orange) nachhaltig nach unten schneiden sollte (womit wir fest rechnen), würde sich ein weiteres Verkaufssignal für den Euro einstellen und Raum für weitere Short Trades EUR/CAD im FOREX-Handel, aber auch mit Optionen eröffnen.
EUR/CAD im Wochenchartper 10.01.2010 bei 1,2849
Quelle: www.tradesignalonline.com und www.Target-Trader.de
* Das aggressive Musterdepot ist Bestandteil des wöchentlichen Target Trader
Fortsetzung folgt: Die Vorzüge des exponentiellen Gleitenden Durchschnitts (EMA) in Theorie und Praxis
Zum ersten Teil von: Mit Gleitenden Durchschnitten erfolgreich handelnähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ringo (10.01. 2011 20:16 Uhr):
Hallo! Warum nehmen Sie grade den 38- und 72-Wochen-MA? Hat es einen Grund? Ich frage, weil Herr Firley gerne den 256-Tage-MA nimmt, weil er die Anzahl gehandelter Börsentage darstellt. Viele Grüße Ringo
Antworten- Antwort von Jürgen Nowacki (13.01. 2011 14:16 Uhr):
Hi Ringo die Länge der MAs sind Geschmacksache und individuell auch nach Assettklasse verschieden einstellbar. Ich nehme gerne MAs die von vielen Anlegern verfolgt werden, weil die Psyche eine große Rolle am Markt spielt. Beachtet werden sollte auf jeden Fall: je länger der MA umso besser sollte der EMA funktionieren, denn die jüngsten Kursveränderungen mit höherer Aktualität dürften für den Trader auch eine höhere Trefferquote haben.
- Antwort von Jürgen Nowacki (13.01. 2011 14:16 Uhr):
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