„Glänzende“ Aussichten für Silber
Cindy Bach in Insider Daily zum Thema Silber als Geldanlage
vom 14. Februar 2011, 14:30 Uhr
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das "Gold des kleinen Mannes" ist längst aus dem Schatten seines großen "Bruders" getreten. Der Silberpreis schaffte in 2010 eine astreine Verdoppelung. Zum Jahresbeginn 2011 allerdings legte der Kurs eine kleine Verschnaufpause ein. So mancher Analyst sah das Edelmetall bereits in einer deutlichen Korrektur. Nichts da. Hier wurde das Ende der Rally wohl zu früh ausgerufen.
(Quelle: www.silber.de)
Aktuell steht der Silberpreis wieder kurz davor, den Widerstand bei 30US-Dollar zu knacken. Und einige Experten sind sich sicher, dass es mit der Silber-Rally noch eine Weile weitergeht.
Zum technischen Kaufsignal gesellen sich beste Konjunkturdaten
Silbers "fundamentaler Vorteil" gegenüber Gold, es wird in der Industrie gebraucht. Immer mehr Produkten kommt das Edelmetall wegen seiner lichtreflektierenden und stromleitenden Eigenschaften zum Einsatz. Keith Neumeyer, Vorstandschef der kanadischen First Majestic Silver (FMS), erklärt beispielsweise in einem Interview mit dem Österreichischen „Wirtschaftsblatt" warum und in welchen Bereichen Silber so gefragt ist: "Rund 90% aller Goldvorkommen, die je gefördert wurden, sind noch vorhanden. Der Großteil wird gehortet, wenig landet in der Industrie. Bei Silber sind rund 90% der geförderten Menge verbraucht, obwohl Silber 16-mal so häufig vorkommt. Vor rund 20 Jahren lagen die Silbervorräte bei etwa 5 Mrd. Unzen und sind nun auf eine Milliarde geschrumpft. Schuld ist der wachsende industrielle Einsatz. Silber wird etwa in Handys, Eiskästen und Flachbildschirmen eingesetzt. Es ist ein idealer Lichtreflektor und Stromleiter. In Autos ersetzt Silber immer öfter Platin in Katalysatoren. Zudem ist es steril und tötet Bakterien ab. In Spitälern wird es deshalb in die Bettwäsche eingewoben."
Der Markt erkenne laut Neumeyer bereits die wachsende Bedeutung von Silber. "Allerdings braucht eine Veränderung immer seine Zeit, das passiert nicht über Nacht", so der FMS-Chef. Die Aktie des kanadischen Silberminen-Konzerns hat sich in etwa parallel zum Silberkurs im vergangenen Jahr nach oben geschraubt. Nur das der FMS-Aktie bis zum Jahresende 2010 in etwa eine Kursversechsfachung gelang, bevor auch das Papier eine Verschnaufpause einlegte.
Perfekte Rahmenbedingungen für Silber und dessen Produzenten sieht auch Marcel Tourney vom „Rohstoffjournal". Auch er sieht das Edelmetall weiterhin in einem dynamischen Aufschwung, besonders dann, wenn der konjunkturelle Aufschwung an Nachhaltigkeit gewinnt und auch in den USA ankommt.
Charttechnisch kommt es nun darauf an, das Jahreshoch bei knapp 31 US-Dollar zu überwinden, dann gibt es das nächste klare langfristige Kaufsignal. Optimistische Analysten halten für 2011 sogar 50 Dollar je Unze für absolut machbar. Doch zunächst nimmt Silber wohl erst einmal die 35-Dollar-Marke ins Visier. Und selbst das wären vom aktuellen Niveau knapp 17% Potenzial.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Börsenwoche.
Ihre
Cindy Bach
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