Gildemeister rutscht in die Verlustzone
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 06. Februar 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Verlustzone geraten. Nach Steuern hat sich ein Fehlbetrag von 18,8 Mio. Euro angesammelt. Im Vorjahr war noch ein Gewinn von 25,7 Mio. Euro erzielt worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach auf 17,2 Mio Euro nach 78,1 Mio Euro im Vorjahr ein. Auch der Umsatz verringerte sich auf rund 1,03 Mrd. Euro nach 1,15 Mrd Euro im Vorjahr.
Für das laufende Geschäftsjahr will der Konzern erneut einen Umsatz über einer Milliarde Euro erreichen und wieder in die Gewinnzone gelangen.
Daneben wird die Kooperation zwischen Gildemeister und ThyssenKrupp weiter voran getrieben werden. Die Pläne zur Bündelung von Teilen des Werkzeugmaschinenbaus der beiden Konzeren sind zwar nach Angaben von Vorstandschef Rüdiger Kapitza "vom Tisch". Aber für das Geschäft in den USA soll eine Kooperation eingegangen werden. So sei geplant, dass Gildemeister den Service und Vertrieb übernimmt und ThyssenKrupp im Gegenzug in seinem kalifornischen Werk den Bau der Maschinen. Auch eine Zusammenarbeit beim Einkauf für Werkzeugmaschinenkomponenten sei geplant. Mit diesen und weiteren Maßnahmen wollen die beiden Konzerne einige Millionen Euro einsparen.
Gildemeister verliert heute –7,3 % auf 3,8 €. Die Aktie versucht sich an einer Bodenbildung, der sich allerdings noch nicht ausgebildet hat. Auch hier muss man abwarten. Sollte Gildemeister sich nun über 5,80 € stabilisieren können ergäbe sich hier ein deutliche bullishes Signal. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg. Kein Kauf.