Gewinnmitnahmen oder Korrektur?
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 20. November 2009, 17:00 Uhr
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weder Fleisch noch Fisch waren die Börsen in den vergangenen Handelstagen!Dies schrieb ich Ihnen gestern - und prompt wurde ich erhört. Gegen Mittag kamen die Kurse unter Druck und auch heute wird die Erholung des frühen Handels wieder schnell verkauft!Dies ist kein gutes Zeichen und riecht ein wenig nach einer Umverteilung von Stücken auf einem hohen Niveau! Eigentlich könnte ich meine Warnung von gestern wiederholen, dass wir uns in einem Marktzustand relativ hohem Risikos bewegen. Nach wie vor zeigt das Risiko-Barometer des Bullish Percent Indikator das Dilemma des Marktes und ich würde nicht dagegen halten. Viel mehr zeigt sich jetzt, dass man für langfristig gute Investments eine Gabe benötigt, die nicht viele Menschen besitzen: Geduld und die Fähigkeit, sich phasenweise von der Herde der Anleger zu entfernen! Nach diesem Grundprinzip handeln die großen Investoren und nach diesem Muster stelle ich die Depots meiner Kunden zusammen.
Schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis
Kaum liegen zwei Handelstage mit Gewinnmitnahmen hinter uns, wrden natürlich bereits die üblichen Fragen aufgeworfen. Ist die Erholung vorbei? Stirbt die Rallye und zeigt uns der Bärenmarkt seine bekannte Fratze? Sich an diesen Fragespielchen zu beteiligen, halte ich für wenig seriös. Zumindest für alle Schreiberlinge, die wie ich ohne Glaskugel auskommen müssen! Trotzdem kann man hier feststellen, dass die Märkte von einer unglaublich starken Liquidität angetrieben werden, da die Geschäftsbanken derzeit Geld quasi zum Nulltarif nachgeworfen bekommen. Dieses Geld ist natürlich momentan viel lukrativer an den Spieltischen der Märkte angelegt, als es mühsam an kreditwürdige Unternehmer und Mittelständler auszuleihen. Dummerweise (aus Sicht der Börsen) kann diese Liquidität aber ebenso schnell wieder aus den Märkten verschwinden, wie sie im Frühjahr aufgetaucht ist. Oder einfach aus den Aktien in Rohstoffe, in Öl oder Weizen fließen, ähnlich wie bereits vor zwei Jahren erlebt! Egal ob heute oder am Montag wieder die Schnäppchenjäger nachkaufen, ich bleibe auf der Hut solange der innere Markt Kapitalabflüsse hinnehmen muss. Vor allem vor dem Hintergrund, dass immer mehr wichtige Industriesektoren Verkaufssignale bilden, bzw. an relativer Stärke verlieren. Exemplarisch nenne ich hier den wegen seiner für den Gesamtmarkt großen Bedeutung angeschlagenen US-Bankensektor, der nach seiner starken Rallye seit Wochen konsolidiert und ein deutliches technisches Warnsignal in Form einer Bullenfalle gegeben hat.
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