Gewinner und Verlierer unter den BRICs in 2011
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 11. April 2011, 19:00 Uhr
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China ist in 2011 der bisherige Star in Asien (wenn man die kleine Börse von Sri Lanka ausnimmt). Der Hang Seng China Enterprise Index hat im laufenden Börsenjahr inzwischen schon gut acht Prozent an Wert gewonnen. Damit konnten Anleger gut das Doppelte verdienen wie mit Indexprodukten auf den DAX.
Doch ist China die beste Börse unter den vier BRIC-Staaten? Bei Weitem nicht. Der absolute Star unter den vier BRIC-Börsen ist Russland, dessen Börsen bisher gut neunzehn Prozent zulegte und damit alle anderen großen Börsen der Welt weit hinter sich im Staub liegen lies.
Der Hintergrund ist klar: Neben der günstigen Bewertung russischer Aktien, die im Zuge der Finanzkrise besonders übel unter die Räder kamen, helfen die steigenden Rohstoffpreise - vor allem bei Öl, dessen Preisentwicklung die höchste Bedeutung aller Rohstoffe für die russische Wirtschaft hat.
Als Faustregel kann man sich immer merken: Wenn der Ölpreis steigt, dann steigt auch der russische Aktienmarkt. Aber wie sieht es mit den beiden anderen BRIC-Ländern Brasilien und Indien aus? Werfen wir einen Blick auf den indischen Markt. Indiens Börse ist bisher die große Enttäuschung.
Der indische Markt hat bisher gut vier Prozent an Wert verloren - und dabei hat der indische Leitindex Sensex 30 in den letzten Wochen schon eine Markterholung vollzogen. Denn in den ersten Wochen fiel der Index über zehn Prozent. Doch damit ist der indische Markt die schwächste BRIC-Börse. Denn der brasilianische Leitindex Bovespa notiert in 2011 weitgehend unverändert. (Tatsächlich läuft der Bovespa seit Anfang 2010 unter Schwankungen nur noch seitwärts.)