Gewinner der Konsolidierung werden Solaraktien aus China sein

Stefan Schneider, Gastbeitrag in Rohstoff Daily zum Thema Aktien
vom


der Markt für Photovoltaik befindet sich nicht erst seit den in Deutschland beschlossenen Kürzungen der Einspeisevergütungen im Umbruch. Die vor allem in China ganz massiv ausgebauten Produktionskapazitäten ließen die Preise schon vorher kräftig purzeln (um 37% bei deutschen Modulen und 46% bei chinesischen Modulen binnen 12 Monaten). Die Folge: Chinesische Hersteller gewinnen immer größere Marktmacht, während die Konzerne aus anderen Ländern das Nachsehen haben und teilweise auch schon insolvent gingen. Wir sind daher in China investiert, den Gewinnern der aktuellen Entwicklung.


Das Ziel ist die Marktführerschaft

Klar ist das Ziel der chinesischen Regierung, die die heimische Industrie stützt wie kein anderes Land auf der Welt: die Marktführerschaft, eine marktbeherrschende Stellung bei der Photovoltaik mit entsprechend hohen Renditen.

Die Unterstützung geschieht auf vier Wegen:

1.      Die Konzerne werden trotz ohnehin vorhandener Überkapazitäten zum Bau neuer Fertigungslinien angehalten und dabei auch finanziell unterstützt. Die zusätzlichen Kapazitäten erhöhen den Druck auf die Preise nochmals, woraufhin die kaum unterstützte ausländische Konkurrenz früher oder später aufgeben muss. Zahlreiche Konkurrenten sind bereits verschwunden.

2.      Viele chinesische Unternehmen bekommen ungeachtet der jeweiligen Ertragslage zinsgünstige staatliche Kredite in Höhe hunderter Millionen US-Dollar. So wurden dem Konzern Yingli Green Energy, Teil unseres Solarzertifikats, kürzlich 324 Millionen US-Dollar Kredit der China Development Bank genehmigt. Chinas Unternehmen haben damit auch jetzt noch ungehinderten Zugriff auf Kapital, während z.B. deutschen Unternehmen die Kreditlinien von den Banken gekündigt werden.

3.      China führte kürzlich eine feste Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom ein. Das britische Analystenhaus IMS Research geht davon aus, dass dieser Schritt fast eine Vervierfachung der installierten chinesischen Gesamtkapazität binnen eines Jahres bewirken könnte. Mit einem Zubau von dann rund 8 GW würde der erwartete Einbruch des deutschen Marktes sogar überkompensiert werden. China wäre dann auf einem Schlag der wichtigste Markt für Module. Gut für die chinesischen Hersteller, in die wir investiert haben. Denn sie sind praktisch die einzigen, die in China verkaufen dürfen. Ausländische Konkurrenz bleibt in China außen vor.

4.      Chinas Unternehmen planen jetzt auch immer öfter eigene Photovoltaikanlagen im Ausland, z.B. Deutschland. Damit läge die gesamte Wertschöpfungskette im eigenen Haus und die Unternehmen können sich die nötige Nachfrage selbst schaffen. Dank der praktisch unbegrenzten Fremdkapitalfinanzierung über die chinesischen Staatsbanken könnten die Unternehmen sogar ihre gesamte Produktion selbst nutzen. Die Unternehmen wären unabhängig von externer Nachfrage.

Gewinner der Konsolidierung werden Solaraktien aus China sein

Sie sehen, Chinas Unternehmen, in die wir im Trendfolge Depot investiert haben, werden bestens unterstützt und sind auf einem guten Weg, die von ihnen selbst angestoßene Marktkonsolidierung bei bester Gesundheit zu überstehen. Anschließend hätten die Unternehmen keine Probleme, die Preise zu erhöhen und wieder die alten Traummargen von mehr als 20% zu realisieren.

Schon ab 2013 wird die Konkurrenz merklich schwächer

Ab 2013 werden sich erste der für die chinesischen Firmen positiven Effekt der schwächer werdenden Konkurrenz zeigen. Und wir sind dann mit unserem Solarindex, den wir uns im Oktober 2011 nahe der Allzeittiefs kauften, voll mit dabei.

Der Preis kann sich bereits vervierfachen, wenn die Unternehmen nur wieder so gut verdienen wie Anfang 2011. Eine Verzehnfachung des Kurses ist bei einer Quasi-Monopolstellung aber ebenso möglich.

Herzliche Grüße

Stefan Schneider

Chefredakteur Trendfolge Depot

 

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