Gewinneinbruch bei Solarworld
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 25. Februar 2010, 17:00 Uhr
ENL5462
Zu diesem Thema passend, informierte heute das Photovoltaik-Unternehmen Solarworld über das vergangene Geschäftsjahr. Kein Zweifel, auch der Branchenprimus und ehemalige Highflyer litt im vergangenen Jahr stärker unter dem heftigen Preisverfall als viele erwartet hätten. Trotz eines starken Schlussquartals sank der operative Gewinn (EBIT) um ein Drittel auf knapp 162 Millionen Euro, wie die im TecDax notierte Gesellschaft am Donnerstag mitteilte. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen von Analysten deutlich. Der Überschuss brach sogar um 60 Prozent auf 59 Millionen Euro ein, was aber auch durch negative Steuereffekte verursacht wurde. Trotz dieser Enttäuschung schlug sich Solarworld immer noch besser als viele andere Firmen der Branche, die in Folge der Veränderungen am Solarmarkt noch tiefer in die roten Zahlen rutschten.
Interessanterweise konnte Solarworld den Umsatz sogar um 12 Prozent auf 1 Milliarde Euro steigern, was aber wegen des Preis- und Margenverfalls keinen positiven Einfluss auf das Ergebnis hatte. Leider konnte, oder wollte, der Vorstand auch für das aktuelle Jahr keine Angaben zum erwarteten Ergebnis machen.
ÖkoDax sucht Boden
Da bekanntlich ein Bild mehr ausdrückt als viele Worte, zeige ich Ihnen hier den Verlauf des ÖkoDax der Deutschen Börse AG. In diesem Performance-Index sind die Solar- und Photovoltaikwerte sehr hoch gewichtet. Dies erkennt man leider auch am Kursverlauf, der sich binnen drei Jahren von etwa 750 auf heute 265 Punkte reduzierte. Obwohl es rein charttechnisch dafür viel zu früh ist, habe ich das Gefühl, dass einige Indexmitglieder nun genügend überverkauft sind, um den Index in eine Bodenbildung übergehen zu lassen.
Quelle: Deutsche Börse AG
Herzliche Grüße
Ihr Klaus Buhl
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