Gesundschrumpfen: Gut für die Börsen
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 13. Mai 2010, 08:30 Uhr
die Feierlichkeiten an den Börsen, die wegen des Rettungsschirms für angeschlagene Euro-Staaten begonnen haben, werden fortgeführt. Einen großen Anteil daran hat der spanische Staatschef Zapatero, der keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass sich sein Land gesundschrumpfen werde. Eine Sorge weniger! Doch auch Übernahmegerüchte heizten die Wall Street weiter an. Die Software-Schmiede Sybase verteuerten sich um 35%, da wohl SAP Gefallen an ihm gefunden hat - mittlerweile wurde das Gerücht bestätigt. Satte 4,5% legt der IT-Riese IBM zu. Hier belohnen die Marktteilnehmer einen positiven Blick in die Zukunft. IBM möchte seinen Gewinn bis 2015 gewaltig steigern. In Summe bedeutet dies: Fast nur positive Vorzeichen an den Anzeigentafeln.
Hier eine kleine Auswahl viel beachteter Indizes und Handelsinstrumente :
Dow Jones + 1,38%
S&P 500: + 1,37%
Nasdaq: + 1,81%
EUR/USD: +0,25%
Gold: +0,49%
Silber: +1,92%
Öl (Sorte Brent): +1,10%
Der etwas andere Vatertag
Eigentlich wollte ich den Vatertag nicht im Büro verbringen - hier in Bayern ist schließlich auch Feiertag-, doch Wasser im Keller und eine miese Wettervorhersage lassen uns umdisponieren. Sobald einmal wieder besseres Wetter gemeldet wird und wir sämtliche Folgen der „Keller-Katastrophe" beseitigt haben, holen wir den Familientag nach. Das ich heute traden kann, ist bereits der erste Schritt zurück in die Normalität.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Trading-Ideen anderer Handelsinstrumente werden im CFX Broker Blog vorgestellt.
Dax (DAX.I): umsatztechnisch wenig zu erwarten
Die 6.000er-Marke erwies sich als guter Halt und hervorragende Einstiegsmarke, doch leider hatte ich gestern andere Dinge zu erledigen. Einige Leser des CFX Broker Blog konnten aber davon profitieren, was mich wirklich sehr gefreut hat. Auf dem Weg nach oben gab es für die bullisch eingestellten Marktteilnehmer lediglich zwei Hürden zu überspringen: Neben der 6.200er-Marke am Nachmittag war dies am Vormittag die Kurs-Zone um 6.130 Punkte. Heute ist zumindest umsatztechnisch an den deutschen Börsen nicht viel zu erwarten, da einige Marktteilnehmer wohl mit dem Bollerwagen unterwegs sein werden. Niedrige Umsätze bergen aber immer die Gefahr bzw. Chance, dass kräftige und schnelle Bewegungen einsetzen können. Es fehlt dann oftmals das Gegengewicht.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Freundliche Vorgaben aus Asien lassen den Dax weiter steigen.
Da auch die asiatischen Börsen Gas geben, zeigt sich der Dax vorbörslich sehr fest und entfernt sich weiter von der 6.200er-Marke. Nun rückt plötzlich - vor wenigen Tagen sah die Börsenwelt kurzzeitig noch düster aus - wieder das Jahreshoch in Reichweite. Damit aber auch ein neuer Rekord markiert werden kann, muss erst noch die 6.300er-Marke überwunden werden. Dies ist auch die Trigger-Marke, an der ich mich orientiere. Nimmt bei 6.290/ 6.300 Punkten die Aufwärtsdynamik merklich ab und tendiert der Dax nach dem Kontakt mit der erwähnten Kurs-Zone wieder nach unten, gehe ich short. Ist der Wille der Bullen jedoch groß genug, um das Jahreshoch vom April zu attackieren, eröffne ich eine Long-Position nach dem Überwinden der 6.300er-Marke. Am Jahreshoch bei 6.332 Zählern angekommen, wird sich dann zeigen, ob mit dem Erreichen des Ziels die Party endet oder gar noch verlängert wird. Gewinne mitnehmen- auch Teil-Ausstiege bieten sich hier an - oder weiter auf die Bullen setzen: Der Chart wird es vorgeben!
Ebenfalls long ist angesagt, wenn an der 6.200er-Marke eine Schwächeperiode endet. Hält die runde Kurs-Marke aber dem Druck nicht stand, gehe ich short. Bei 6.130 Punkten sollten dann spätestens die Bullen wieder die Kurve bekommen. Dreht der deutsche Leitindex hier wieder nach oben ab, gehe ich long (und schließe etwaige Short-Positionen). Eine souveräne Rückeroberung der 6.200er-Marke lässt mich ebenfalls den Dax kaufen.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
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Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
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