Gesundheit, Wohlstand und Frieden
Martin Weiss in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 4. Januar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Der deutsche Leitindex ging bei einem Stand von knapp unter 6000 Punkten aus dem Jahr 2009. Alles in allem sprang im vergangenen Jahr ein Plus von 23,85 Prozent heraus.
Die US-Indizes konnten das Jahr 2009 per saldo auch positiv abschließen. Der Dow Jones schaffte ein Plus von 18,8 Prozent. Der marktbreite S&P 500 gewann 23,4 Prozent. Dies- wie jenseits des Atlantiks schlossen sowohl TecDax (+ 60,8 Prozent) wie auch Nasdaq 100 (+ 53,54 Prozent) noch stärker ab.
Rasante Erholung der BRIC-Länder
Noch dynamischer war aber unter dem Strich die Aufholjagd der Leitindizes der BRIC-Staaten. Hier stach Russland mit einem Zugewinn von 113 Prozent heraus. Dahinter folgt Brasilien mit einem Plus von fast 82 Prozent. Dicht gefolgt wiederum von Indien, wo der Leitindex knapp 80 Prozent zulegen konnte.
Vorsichtiger Blick ins Neue Jahr
Dennoch sollte die jüngste Erholungsbewegung mit äußerster Vorsicht - vor allem mit Blick auf die US-Indizes - betrachtet werden. Es spricht einiges dafür, dass es sich um nichts anderes als eine Rallye im Bärenmarkt handelt. Zugegebenermaßen eine starke. Fakt ist indes, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung gerade in New York alles andere als mit hohen Umsätzen untermauert ist. Ganz im Gegensatz zu einem starken Bullenmarkt sind die Aktivitäten eher gering und auch die Umsätze fallen seit März eher dürftig aus. Hier sei immer wieder auf die Zwischenerholung 1930 in der großen Depression verwiesen, von der aus es dann noch einmal um 85 Prozent in den Keller ging.
Ungelöste Folgen der geplatzten Immobilienblase
Auch im Jahr 2010 muss die US-Wirtschaft mit den Folgen der geplatzten Mega-Blase am Immobilienmarkt kämpfen. Selbst das US-Finanzministerium geht nicht davon aus, dass die Immobilienkrise schon gänzlich ausgestanden ist. Im Gegenteil. Gerade die äußerst schwache technische Verfassung des Aktienmarkts mahnt zu großer Vorsicht. Es gilt, äußerst flexibel zu bleiben, zumal wir in 2010 das Comeback des Bärenmarkts erleben könnten.
Intakter Gold-Bullenmarkt
Nach einem Plus in Höhe von 5,5 Prozent im Jahr 2008 gewann der Goldpreis in US-Dollar auch 2009 sage und schreibe 24 Prozent. Auch für in Euro kalkulierende Investoren sprang ein schönes Plus in Höhe von 21,3 Prozent heraus.
Und auch das Neue Jahr 2010 verspricht im wahrsten Sinne" ein goldiges zu werden. Die fundamentalen Faktoren der Gold-Hausse sind nach wie vor vollauf intakt. Und allfällige - auch scharfe - Rücksetzer sollten zum weiteren Auf- und Ausbau der physischen Bestände genutzt werden.
In diesem Sinne, darf ich Ihnen und Ihren Lieben für das Neue Jahr 2010 Gesundheit, Wohlstand und Frieden wünschen!
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