Gesunder Rücksetzer
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 20. Juli 2010, 07:30 Uhr
ENL5454
Am gestrigen Montag ging die Konsolidierung an den Edelmetallmärkten weiter. Der Goldpreis gab sowohl in Euro als auch in Dollar nach. Am Ende des Tages kostete die Feinunze Gold 1184 Dollar bzw. 915 Euro. Auch beim Silber ging es etwas nach unten. Und zwar auf 17,61 Dollar bzw. 13,61 Euro.
Deutlicher Rücksetzer auf Euro-Basis
Anfang Juno diesen Jahres schnellte der Goldpreis in Euro bisweilen noch auf 1040 Euro hoch. Und die physische Nachfrage war gleichzeitig so stark, dass es selbst für fast 1100 Euro relativ schwer war, zeitnah an gängige Anlagemünzen wie den Krügerrand zu gelangen. Aktuell gibt es eine Unze Krügerrand schon für 945 Euro, die Unze Wiener Philharmoniker in Silber für 16,29 Euro. Aus dem Edelmetallhandel wird auf dem tieferen Niveau zwar wieder von zunehmender Nachfrage berichtet, welche aber bei weitem noch nicht mit den Volumina auf dem bisherigen Höhepunkt der Euro-Krise verglichen werden kann.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, in den tendenziell saisonal schwachen Sommermonaten kam es nun auch am Edelmetallmarkt zu einem überaus gesunden Rücksetzer, welcher für all diejenigen, die noch nicht auf den Gold-Zug aufgesprungen sind, eine erste Einkaufsgelegenheit darstellt. Wohl gemerkt, eine erste. Denn es ist nicht auszuschließen, dass es noch eine Etage tiefer gehen wird.
Rückgang des Goldpreises in Dollar auf 1030 Dollar?
Völlig normal und gesund wäre es nämlich, wenn auch auf Dollar-Basis der Goldpreis noch einmal in Richtung 1030 bzw. 1000 Dollar zurückkommt. Sprich auf das Niveau, welches erstmalig an den Iden des März 2008 im Zuge der Bear Stearns-Krise erreicht werden konnte. Für Anleger, die in Euro kalkulieren, ergäbe dies - den Dollarkurs vom gestrigen Tage unterstellt - einen Goldpreis in Höhe von knapp 800 Euro je Feinunze. Insofern ist es nicht unsinnvoll, etwas Pulver" zurückzuhalten, um auf dem dann deutlich ermäßigten Niveau konsequent zuschlagen zu können.
Frust der schwachen Hände
Dennoch bleibt nicht auszuschließen, dass bei einem möglichen Unterschreiten der 1000 Dollar Marke nach unten der Goldzug kurzfristig weiter in Richtung 950 bzw. schlimmstenfalls 900 Dollar fahren könnte. Sicherlich mag dies aus heutiger Sichtweise äußerst pessimistisch und auch eher unwahrscheinlich erscheinen. Dennoch gilt es, auch auf diesen Fall der Fälle mental vorbereitet zu sein. Es ist schlicht und einfach Fakt, dass die Gold-Hausse auch viele kurzfristig orientierte Anleger - möglicherweise auch noch fremdfinanziert - angelockt hat. Es wäre sehr, sehr gesund, wenn im Fahrwasser einer scharfen Marktkorrektur diese schwachen Hände frustriert aufgeben würden und den starken - langfristig orientierten - Händen damit eine ideale (Nach-) Kaufgelegenheit angeboten werden würde.
Ja, das zweite Halbjahr des Jahres 2010 könnte auch für die Goldbugs kurzfristig etwas Ernüchterung bringen. Aber wohl gemerkt nur für diejenigen, die darauf nicht vorbereitet sind.
Werden Sie also von möglichen kurzfristigen negativen Überraschungen am Goldmarkt nicht überrumpelt!
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Martin (20.07. 2010 19:32 Uhr):
Das könnte Ihnen so passen. Drauf hoffen das die schwachen aufgeben damit sie kräftig aufkaufen können. Nicht eine Unze geht hier weg. Nicht mal dann wenn ich den Kitt aus den Fenstern fressen müsste. Alles bleibt schön hier.
Antworten - Kommentar von Ric Stiens (22.07. 2010 10:07 Uhr):
Seien Sie ehrlich,den plötzlichen Rückgang des Goldpreises haben Sie auch nicht voraus gesehen. Sonst hätten sie ja auch vorher mal zur Gewinnmitnahme raten können. Nun ist es wider einmalzu spät.
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