Gentechnologie erhöht den Bedarf an Düngemitteln
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 3. Juni 2009, 20:00 Uhr
ENL5454
Auch wenn hierzulande Viele der Anwendung von Gentechnologie in der Landwirtschaft deutlich ablehnend gegenüber stehen, wird diese mittlerweile außerhalb Europas als Schlüsseltechnologie der Zukunft gehandelt.
Ziel der Gentechnologie ist es Pflanzensorten zu kreieren, die resistenter gegenüber klimatischen Einflüssen, Krankheiten, Schädlingsbefall und Herbiziden sind, aber auch um den Nährstoffgehalt der Nahrungsmittel aufzuwerten. Vertreter der so genannten grünen Gentechnologie sehen darin den Anspruch einer nachhaltigen Landwirtschaft. So im Übrigen auch die FAO, die bestrebt ist, die Gentechnologie in das Konzept der nachhaltigen Landwirtschaft zu integrieren.
Sicher, als Europäer, weiß ich um die Diskussionen, die das Stichwort Gentechnik hervorruft - denn oder, je nach Standpunkt, doch die Auswirkungen kennen wir alle nicht! So möchte ich mich an dieser Stelle auch gar nicht zu den ethischen Aspekten der Diskussion äußern.
Sehen wir uns stattdessen einfach nur wertneutral die Fakten an:
Auch wenn in Europa der umstrittene Einsatz der Gentechnologie praktisch nicht vorhanden ist, wird die Gentechnik in den meisten anderen Staaten fortlaufend weiter entwickelt.
Gentechnisch veränderte Pflanzen werden in einigen der größten Getreideanbaustaaten der Welt (außerhalb Europas), unter anderem in den USA, Brasilien, Argentinien, Kanada, China und Südafrika angebaut.
Denn der Einsatz von Gentechnik führt zum anvisierten Ziel: der Ertragssteigerung.
Auch wenn ich nicht glaube, dass Europa in absehbarer Zeit auf den Gentechnik-Zug aufspringen wird, gehe ich dennoch davon aus, dass die Gentechnik, gerade für die Staaten, welche sie bereits nutzen, zu einem der wichtigsten Faktoren für die Zukunft ihrer Landwirtschaft geworden ist.
Das Interessante daran ist aber...
...dass der wachsende Einsatz der Gentechnik, einen steigenden Einsatz von Düngemitteln erfordert. Denn aufgrund der genetischen Veränderung steigt der Nährstoffbedarf der Pflanze rasant, die dem Boden damit ebenso schnell verstärkt seine Nährstoffe entzieht.
Diese Nährstoffe müssen dem Boden aber wieder zugefügt werden, in Form von - natürlich - Düngemitteln.
So long liebe Leser....so viel für heute...auch wenn es beim Anspruch auf weltweite Ertragssteigerungen nicht nur um die eine Düngerkomponente Kalium geht (denn schließlich benötigt ein Boden immer alle angeführten Nährstoffe und spezifisch diese zur Zufuhr, welche ungenügend vorhanden sind), wollen wir morgen nun endlich auf Kalimarkt - und Preisentwicklung eingehen...bis morgen
Ihre Miriam Kraus
ähnliche Beiträge:
weitere Ausgaben von
Rohstoff Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
Dienstag, 22. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Travel Trader
Ihr Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Travel Trader