Geldpolitik
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 12. Januar 2011, 08:30 Uhr
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die Quartalszahlen der neuen Berichtssaison beginnen gut, die Konjunkturdaten sind ebenfalls positiv, in letzter Zeit sogar die amerikanischen. Kaum zu glauben, dass die US-Notenbank noch im November die Notwendigkeit sah, die dortigen Märkte mit ein paar Hundert Milliarden neu gedruckter Dollars vor dem Abrutschen in eine neue Rezession zu bewahren. Inzwischen ist es allerdings auch kein Wunder, dass sich die Stimmen mehren, die eine straffere Geldpolitik der Fed fordern.
Fed-Regionalpräsident Charles Plosser gehört dazu. Wie er in seiner ersten Rede in diesem Jahr gestern sagte, solle die Fed möglicherweise das Anleihenaufkauf-Programm anpassen, falls die US-Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt. Zugleich begründete er aber die Option, falls ernsthafte deflationäre Risiken aufkommen könnten, dass die Fed noch mehr geldpolitische Lockerung betreiben werde. Wörtlich meinte Plosser, der zur Zeit eher als ein Befürworter einer festeren Geldpolitik gilt: "Die Aggressivität in unserer versorgenden Geldpolitik kann möglicherweise bald fehlschlagen, falls wir nicht damit beginnen, den Kurs graduell umzukehren."
Sollte sich diese Meinung innerhalb der US-Notenbank eines Tages durchsetzen – aktuell tut sie das noch nicht – dann dürfte es im Laufe dieses Jahres etwas holpriger an den Märkten werden. Ähnlich wie in China, wo die ersten Zinserhöhungen in den letzten Monaten größere Korrekturen an den dortigen Börsen hinterlassen haben. Solange die Wirtschaftsdaten allerdings weiterhin positiv bleiben, dürfte es tendenziell weiter aufwärts gehen. Spätestens ab Mitte des Jahres aber sicher nicht mehr so schnell. Ich kann mir gut vorstellen, dass dann wieder die „Zinsangst“ die Runde macht – egal, ob begründet oder nicht. Die Medien brauchen ja immer einen offiziellen Grund, warum gerade Kasse gemacht wird. Bis dahin stehen die Börsenampeln aber noch auf „grün“.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Heinz Stiller (12.01. 2011 20:59 Uhr):
Diese Naivität bei der ökonomischen Fundamentalanalyse ist schon nicht anders denn als wunderlich zu bezeichnen. Den ganzen Sommer über waren Sie bersorgt und bärisc h, jetzt machen Sie sich Sorgen um höhere Zinsen. Das ist schon clownesk! Beschränken Sie sich doch auf die Charttechnik. Das können Sie. Von fundamentalen Wirtschaftszusammenhängen haben Sie keinen Schimmer.
Antworten- Antwort von gangstaplayer (31.01. 2011 12:20 Uhr):
alter junge...du redest wie professor :D
- Antwort von gangstaplayer (31.01. 2011 12:20 Uhr):