Geldanlage-Strategie mit Gewinn
Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 28. April 2008 17:00 Uhr
ENL5454
20,70 % Gewinn seit Jahresanfang
Wie Sie wissen, „darf“ (und will) ich in meiner Geldanlage-Strategie keine ganz konkreten Aktien-Empfehlungen abgeben – schon gar nicht für Werte mit geringer Marktkapitalisierung… Zu schnell würde ich dann mit diversen Aktien-Pushern in einen Topf geworfen. Daher möchte ich mich grundsätzlich in meiner Berichterstattung und Charttechnik von anderen abheben.
In den letzten Wochen (vielleicht wegen der schwierigen Börsenphase) habe ich zahlreiche, sehr nette Leser-Mails erhalten. Sehr viele Leser fragten mich, wann ich denn (endlich) einen Börsenbrief herausgeben werde. Dieser wäre dann zwar kostenpflichtig, aber eben mit ganz konkreten Empfehlungen.
Prioritäten
Sorry, liebe Leser, diese Anfrage ist sehr nett gemeint. Aber wie ich bereits vor einiger Zeit betonte, gibt es für mich momentan andere, sehr wichtige Projekte (ganz vorne: meine jetzt einjährige Tochter Paula und deren „große“ Schwester Kathi, der ich wohl etwas Schützenhilfe in Latein und Mathe geben muss…). Und glauben Sie mir:
Nach 15 Jahren Börsen- und Verlagserfahrung (in denen mich die Verantwortung für über zwei Dutzend Börsendienste begleitet) weiß ich, wie zeitintensiv das Chefredakteur-Dasein für einen Börsendienst ist. Denn es ist ja nicht so, dass die Empfehlungen einem aufs Blatt Papier fliegen.
Ein Börsendienst ist harte Arbeit
Dazu gehören stundenlange Recherchen, Auswertungen, Telefonate mit anderen Redakteuren, Chartanalyse, Fundamental-Analyse, Markttechnik und wieder Recherche, Money Management, zum Schluss eine Aktien-Auswahl und vorher eine Strategie-Auswahl. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite sind die Rat suchenden Abonnenten. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie breit die Fragen-Palette seitens der Leser ist und welche Auswirkungen streckenweise die Antworten sein können. „Wie war die WKN gleich wieder? Wie platziere ich einen Stopp-Loss? Ist die Dividende steuerfrei? Soll ich einen Kredit aufnehmen, um Ihrer Empfehlung zu folgen?“… Daneben erhalten die Redakteure auch dann noch “böse” Mails, wenn nach 5 guten Empfehlungen dann mal eine Empfehlung ausgesprochen wird, die weniger gut läuft. Sie sehen:
Als Börsendienst-Redakteur für einen kostenpflichtigen Dienst (ob im Team oder als Einzelkämpfer) müssen Sie einen absolut freien Kopf haben. Und Prio 1 muss dann die an die Kunden ausgewählte Empfehlung sein. Also:
Klar, insgeheim denke ich über einen Empfehlungs-Börsendienst nach. Vielleicht, wenn Paula in den Kindergarten kommt… Einen kleinen Trost habe ich aber für Sie:
20,70% Gewinn mit kostenloser Geldanlage-Strategie von Tom Firley
Ich weiß, Eigenlob stinkt. Und einige Analysten werden mich jetzt hassen. Aber das muss einmal gesagt werden:
Nicht oft, aber meines Erachten im richtigen Moment präsentiere ich Ihnen einige Werte, bei denen ich charttechnisch interessante Konstellationen sehe. Langjährige Leser kennen dies bereits seit Juni 2006 und haben mir auch schon die eine oder andere Dankes-Mail geschickt… Ich habe diese Hinweise einmal in ein Musterdepot gepackt und weiter beobachtet. Ergebnis:
Mit diesen charttechnischen Winks mit dem Zaunpfahl waren seit Jahresanfang über 20 % Gewinn möglich! Nicht schlecht für einen kostenlosen Dienst und vor allem in diesem schwierigen Börsenumfeld. Der Dax hat im selben Zeitraum übrigens über 13 % verloren…
Hier die einzelnen „unkonkreten“ Hinweise mit dem jeweiligen Erscheinungsdatum, den damaligen Kursen, dem aktuellen Kurs und dem Ergebnis:
| Name | Datum | Kurs damals | Kurs aktuell | Gewinn |
| Salzgitter | 10.01.2008 | 88 | 130,96 | 48,82% |
| K+S | 10.01.2008 | 171 | 274,26 | 60,39% |
| Deutsche Börse | 25.01.2008 | 117 | 92,05 | -21,32% |
| Volkswagen | 30.01.2008 | 154 | 184,34 | 19,70% |
| Commerzbank | 13.02.2008 | 21 | 23,87 | 13,67% |
| Porsche | 13.02.2008 | 119,5 | 120,65 | 0,96% |
| Solarworld | 13.02.2008 | 31 | 36,43 | 17,52% |
| Leoni | 26.02.2008 | 29 | 34,30 | 18,28% |
| Klöckner | 26.02.2008 | 33 | 36,77 | 11,42% |
| Siemens Zock | 26.03.2008 | 68 | 75,02 | 10,32% |
| Foster Wheeler* | 28.03.2008 | 38 | 43,88 | 15,47% |
| cemex* | 28.03.2008 | 17,4 | 18,00 | 3,45% |
| SUMME | 886,9 | 1070,53 | 20,70% | |
| *Stop-Buy-Hinweis |
Sie sehen: Auch ohne ganz konkrete Empfehlungen lohnt sich die Lektüre der Geldanlage-Strategie. (Wichtiger sind meines Erachtens die täglichen charttechnischen Erklärungen, das Montags-Handelssystem und die Index-Besprechungen, aber die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden).
Der neue Geldanlage-Strategie Leser wird jetzt vielleicht sagen: „Das sind ja tolle Ergebnisse. Aber das kann ja jeder behaupten.“ Gut, kann ich verstehen. Wenn Sie die einzelnen charttechnisch interessanten Hinweise noch einmal nachlesen wollen, habe ich Ihnen hier die jeweiligen Ausgaben der Geldanlage-Strategie mitgebracht (jeweils verlinkt):
28. März: Foster Wheeler und Cemex
13. Februar: Commerzbank, Solarworld, Porsche,
10. Januar: K+S und Salzgitter
Übrigens: Beim Siemens-Zock habe ich ausdrücklich betont „für Zocker“. Wer also mit entsprechendem Hebel gezockt hat, konnte seinen Einsatz auch verdoppeln; zum Beispiel mit dem hochspekulativen Knock-Out-Call DB57AA (dies soll jetzt keine Empfehlung darstellen, Haftung wie immer ausgeschlossen). Dieses Zertifikat stand am 26. März im Hoch bei 0,47 Euro, heute bei 1,05 Euro… In die obige Tabelle habe ich „nur“ das Ergebnis der Aktie aufgenommen.
Allerdings muss ganz klar gesagt werden, dass Knock-Out-Zertifikate brandheiße Scheinchen sind, bei denen der Schuss natürlich auch nach hinten losgehen kann. Aber das ist nun mal das grundsätzliche Eigenschaft eines „Zocks“: Wenig Einsatz, Ergebnis „doppelt oder nichts“.
Schön und gut.
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