Geld – Quo vadis?
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Rohstoffe
vom 24. Juni 2009, 20:00 Uhr
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Dies ist vielleicht eine Frage, die sich auch Ben und seine Mannen mittlerweile stellen. Da pumpt man Unmengen an Geld ins System - und wo bleibt es? In der Realwirtschaft scheint es ja nun noch nicht angekommen zu sein. Ich bezweifle allerdings, dass die US-Amerikaner mittlerweile alle die hohe Kunst des Sparens erlernt haben. Viel mehr ist es wohl so, dass die Banken sie noch immer nicht wieder für kreditwürdig halten. Tja, es ist schon wahres Pech, wenn man ein System hat, das nur auf Pump gebaut ist.
Sehen wir uns folgende Grafik eines meiner Lieblings-Ökonomen John Williams an:
Quelle: shadowstats.com
In grau sehen wir die Geldmenge M 1, die wahrhaft berauschend sprunghaft angestiegen ist. In schwarz die Geldmenge M 2, die sich wieder rückläufig zeigt. Und in blau die Geldmenge M 3 - die John Williams weiter berechnet - die weiterhin fällt.
Wo ist das ganze Geld bloß geblieben? Wenn ich mir die Entwicklung an den Aktien- und Rohstoffmärkten in den letzten Monaten so ansehe, kommt mir ein Verdacht.
Aber was soll's - um es noch einmal mit der FED zu halten: da passt in meinen Augen das schöne Goethe-Zitat aus dem Zauberlehrling so hervorragend wie die Faust aufs Auge "Die ich rief, die Geister / Werd ich nun nicht los." Oder anders: wenn man einmal damit angefangen hat, den Geist aus der Flasche zu lassen, wird es immer schwieriger, ihn wieder in die Flasche zurück zu sperren, geschweige denn, dem Versuch zu widerstehen noch weitere Flaschen zu öffnen.
Und ein Blick auf die CPI-Entwicklung, unterstützt die FED schließlich in ihrem Denken, wobei wir nun wirklich das Stichwort Deflation fallen lassen können:
Quelle: shadowstats.com
rot - CPI-U offiziell
blau - alternativ von John Williams berechnete CPI
So long liebe Leser...Doch das, im letzten Chart, ist die Gegenwart - wie die Zukunft aussieht, will ich wirklich manchmal gar nicht wissen! ;-) ...bis morgen
Ihre Miriam Kraus