Gedanken zu Refco
Investors Daily
vom 24. Oktober 2005 18:00 Uhr
ENL5454
Mein guter Freund Chris Mayer sagt, der Zusammenbruch von Refco sei so etwas wie ein moderner Ansturm auf die Banken.
"In den alten Zeiten, als die Banken noch auf ihren eigenen zwei Beinen stehen mussten – und sich nicht ewig auf die Fed verlassen konnten, wenn sie durch das Eis brachen – da waren die Einleger die Wachhunde des Bankwesens."
"Jeder noch so kleine Hinweis auf einen Skandal, ganz egal, ob er die Solvenz der Bank gefährdete oder nicht, konnte die Einleger an die Schalter bringen, um ihr Geld zurückzufordern. Im Grunde genommen ist genau das bei Refco passiert. Refco ist im Vertrauensgeschäft. Man erleichtert die Trades und die Menschen vertrauen der Firma ihre Transaktionen an."
"Als der Markt erfuhr, dass der CEO Phil Bennett der Firma 430 Millionen Dollar schuldete, hatte die Firma ihr Image verloren. Die Kunden trauten Refco nicht mehr. Wie die Einleger von damals zogen sie sich heraus. Und schon ist eine 150 Jahre alte Firma – einfach so – Pleite, nur wenige Wochen, nachdem der Skandal ans Licht kam."