Gedanken zu Goldman Sachs
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Gold als Geldanlage
vom 20. Juli 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Diesen Morgen wendete ich meine Gedanken Goldman Sachs zu.
In den Nachrichten habe ich gehört, dass sich die Vorstandsmitglieder von Goldman Sachs 700 Millionen Dollar Bonuszahlungen genehmigt haben - während sie staatliche Hilfen erhielten. Jetzt heißt es, dass Goldman Sachs ein gutes Quartal hatte - der Verlust vom Vorquartal konnte damit ausgeglichen werden.
Die Nachrichten sagen:
"Goldman Sachs vermeldete im zweiten Quartal einen Gewinn von 2,72 Mrd. Dollar, nach 2,05 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Die Erwartungen wurden leicht geschlagen, dank der Gewinne im Eigenhandel..."
Die New York Times hat mehr Details:
Analysten schätzen, dass die Bank genug Geld aufbringen kann, um dieses Jahr 18 Mrd. Dollar an Bonuszahlungen für alle 28.000 Mitarbeiter auszuzahlen. Das sind mehr als 600.000 Dollar je Mitarbeiter. Die Vorstände würden Millionen bekommen."
Goldman Sachs setzt auf die Märkte, aber die Märkte setzen auch auf Goldman: Deren Aktienkurs ist in diesem Jahr um 68% gestiegen (...) Der Kurs ist immer noch weit vom Allzeithoch von 250,70 Dollar entfernt, welches 2007 erreicht wurde."
"Goldman hat es geschafft, erneut das zu tun, was es so gut kann: Risiken, die die Rivalen fürchteten, zu umarmen und - größtenteils - diese Risiken besser zu managen, als es die Rivalen nur zu träumen wagten."
Zusätzlich zu den Bundesgeldern, die Goldman letzten Herbst angenommen hatte, profitierte das Unternehmen auch von den staatlichen Geldern für AIG. Denn dadurch konnte AIG 100% seiner versichterten Kredite an die Versicherungsnehmer bezahlen (...)."
Nicht jeder mag Gewinner. Es gibt einige, die denken, dass es un-amerikanisch ist, wie Goldman Geschäfte macht. Milliarden auf diese Weise verdienen? Das ist fast so, als ob Goldman besser als andere wüsste, was die Fed als nächstes macht. Vielleicht wissen sie das wirklich.
Dan Denning meint dazu:
"Ich würde sagen, dass alles, was Goldman gemacht hat, um diese Gewinne zu erzielen, für den Rest der Unternehmen Amerikas nicht möglich ist."
Hinzu kommt, dass viele der anderen amerikanischen Finanzinstitute weiterhin Verstecken der faulen Papiere" spielen.
Dan Denning weiter: Die Banken haben sich einfach geweigert, die Kredite in ihren Büchern neu zu bewerten, und sie tragen diese weiter mit unrealistisch hohen Bewertungen. Wenn sie die weiterverkaufen würden, dann würden sie dafür erheblich weniger erhalten, was sie zu einer Erhöhung des Eigenkapitals zwingen würde (oder sie wären insolvent)..."
"Die Zahlen zu Zwangsversteigerungen und Nichtbedienenkönnen von Hypotheken, die wir vom US-Immobilienmarkt hören, sprechen dafür, dass die Banken sich selbst betrügen sowie die Aktionäre irreführen - oder beides!" so Denning. Das ist die Sorte von kalkulierter Unwahrheit, die dazu führen kann, dass eine kurzfristige Krise Jahre und Jahre andauert. Die Korrektur wird verzögert, wegen der fragwürdigen Buchführung. Das führt zu 'Ushinawareta Junene,' oder einem 'verlorenen Jahrzehnt', wie die Japaner sagen."
ähnliche Beiträge:
weitere Ausgaben von
Kapitalschutz Akte
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Travel Trader
Ihr Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Travel Trader