GBP/USD konsolidiert in kurzfristiger Flagge
Daniela Knauer in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 14. Mai 2007 08:30 Uhr
ENL5454
Am Freitag haben Sie bei meinem geschätzten Kollegen Axel Retz ja bereits die langfristige Lage von GBP/USD gesehen. GBP/USD ist bereits vor dem Währungspaar EUR/USD in eine Konsolidierung übergegangen. Die Notierung konsolidiert nach dem gescheiterten Ausbruch über die "Megamarke" immer noch in einer Flaggenformation, die potenziell trendbestätigenden, also bullishen Charakter hat. Bis zur Sitzung der Bank of England sah es auch so aus, als ob bereits die erste starke Unterstüztung bei 1,9825 die Konsolidierung auffangen würde. Doch am Donnerstag gab es einen ordentlichen Rutsch darunter. Anscheinend hatten hier doch so einige Marktteilnehmer mit einer Zinsanhebung um 50 Basispunkte gerechnet.
Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben - so sollte die Aussicht auf eine weitere Zinserhöhung auf der nächsten Sitzung das britische Pfund bald wieder stützen und aus der trendbestätigenden Flagge nach oben ausbrechen lassen. Dann wird sich zeigen, ob die Kraft ausreicht, zu neuen historischen Hochs zu starten.
Darauf sollten Sie in dieser Woche achten:
Bereits heute kommen aus England die Produzentenpreise, am Dienstag der Verbraucherpreisindex, am Mittwoch die Arbeitslosenquote und der Inflationsbericht der Bank of England. Wem das noch nicht genügend britische Daten waren, der kann auch noch am Freitag auf den Einzelhandelsumsatz gespannt sein. Sollte sich hier wieder die starke Verfassung der englischen Wirtschaft bestätigen und neue Inflationssorgen aufkommen, kann es mit dem Pfund sehr schnell wieder nach oben gehen.
Auch aus den USA steht eine Flut von Daten an, die wichtig für das weitere Vorgehen der amerikanischen Notenbank sind. Sie werden Aufschluss darüber geben, ob eine Stabilisierung der amerikanischen Wirtschaft gelingt oder ob Alan Greenspan mit seinen Warnungen vor einer Rezession in absehbarer Zeit Recht behalten wird. Besonders wichtig wird hier der Dienstag sein, veröffentlicht werden die Konsumentenpreise und die neuesten Daten vom Immobilienmarkt. Auch am Mittwoch geht es wieder rund mit den europäischen Verbraucherpreisen, weiteren Immobiliendaten und der Industrieproduktion aus den USA. Für Spannung ist aber bis zum Ende der Woche gesorgt, am Donnerstag erwartet uns das japanische BIP, das geldpolitische Treffen der Bank of Japan und der amerikanische Philly Fed Index, am Freitag schließt eine turbulente Woche mit dem Konsumklimaindex der Uni Michigan.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in diese ereignisreiche Woche, bis morgen
Daniela Knauer
