GBP/USD: Eine Timinghilfe!
Axel Retz in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 03. August 2007 08:30 Uhr
ENL5454
In dieser Woche hatte ich Ihnen zwei Facetten der US-Wirtschaft vorgestellt, die für die Federal Reserve eine geradezu beklemmende Situation bedeuten (an der sie allerdings selbst alles andere als unschuldig ist):
Inflation und Wirtschaftswachstum, beide von ihr viel zu optimistisch dargestellt, entwickeln sich genau so, wie eine Notenbank es nun einmal gar nicht mag.
Dem nun seit über einem Jahr unverändert bei 5,25 Prozent belassenen Leitzins in den USA stehen Zinserhöhungserwartungen im Euroraum, in Großbritannien, Japan, Kanada und Australien gegenüber. Auch China dürfte bald an der Zinsschraube drehen; die Anbindung des Renminbi an den Dollar verhindert aber Auswirkungen auf den Dollarkurs von dieser Seite.
Insgesamt aber dreht der Zinswind nun immer stärker gegen den Dollar.
In den letzten Handelstagen kam es, wie von mir erwartet, zu einer kleinen Gegenbewegung des Dollar-Index nach oben, die sich auch in den meisten Crossrates zeigt. Ale gute Timinghilfe für „das Kommende" dürfte sich aber der Blick auf GBP/USD lohnen:
Der Aufwärtsbreak über das charttechnische Doppelhoch von 1991 und 1992 ist in trockenen Tüchern, charttechnisch dürfte es hier aber bald um ein sgn. Technisches Pullback in Richtung 1,98 gehen. Kommt es dazu, und zieht der Kurs danach wieder über die Psychomarke 2,00 an, dürfte das den Startschuss für eine „große" Bewegung des Dollarkurses nach unten bedeuten. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten!
Beste Grüße und ein gutes Wochenende!
Axel Retz
