GBP: Ein neuer Name für das Britische Pfund
Brian Hunt in Investors Daily
vom 29. April 2010, 18:00 Uhr
ENL5462
Sie können sich darauf verlassen, dass sich die Trader immer wieder neue Spitzname für die gehandelten "Objekte" (wie Indizes oder Devisen) einfallen lassen. Auf unserer "Welt-Devisen-Tour" in dieser Woche präsentieren wir Ihnen den besten, kürzlich entworfenen Spitznamen für eine Devise. Unsere Haltestelle ist heute Großbritannien.
Seit Jahren steht die Abkürzung "GBP" für "Great British Pound" (also britisches Pfund)... so wie "USD" für "US-amerikanischen Dollar" steht. Aber Großbritanniens Regierung ist so tief verschuldet, und hat die eigene Währung so schlecht "behandelt", dass die Trader nun die Abkürzung GBP etwas anders deuten. Sie nennen das britische Pfund jetzt "Gordon Brown´s Peso" ... als Anspielung auf den britischen Premierminister in Verbindung mit Lateinamerikas altehrwürdiger Tradition von Währungskrisen.
Chart GBP
Um uns ein Bild vom GBP-Problem zu verschaffen, schauen wir auf den Chart seit 2009. Die Schuldenprobleme Griechenlands, Spaniens und Großbritanniens stehen bereits seit Ende letzten Jahres täglich in den Schlagzeilen. Seitdem hat der Gordon Brown´s Peso (GBP) ungefähr 8 % seines Werts verloren.
Wie unser Kollege Tom Dyson bereits erwähnte, ist Großbritannien auch nicht viel besser dran als Griechenland oder Spanien ... und ist dabei, die eigene Währung abzuwerten, um die Schuldzahlungen leichter leisten zu können..., und dieser neue Abwärtstrend wird wohl weiter laufen.
Passen Sie auf sich auf
Brian Hunt
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Joachim Nolte (29.04. 2010 23:49 Uhr):
Den entscheidenden Unterschied zwischen Griechenland und England sehe ich darin, daß England eine eigene Währung hat. Das ist wohl auch der Hauptgrund dafür, dass die USA und Japan noch nicht Konkurs anmelden mussten.
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