Gastbeitrag Mike Shedlock – Teil 2 von 2
Mike Shedlock in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 18. August 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Seien Sie versichert, dass amerikanische Wohnungen wesentlich günstiger wären, wenn wir keine Politik der ownership society" betrieben, die Fannie Mae und Freddy Mac ermuntert, jedem der atmet Hypotheken zuzusagen. Verbinden sie das mit lockeren Kreditbedingungen, die allein auf dem Vertrauen basieren, dass Fannie und Freddie viel zu groß sind, als dass sie versagen könnten und es verwundert niemanden mehr, dass die Wohnungspreise jeden Rahmen sprengen.
Die Kreditvergabestandards sind nichts mehr wert, aber die Gesellschaft sagt, ganz egal, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist oder nicht, wir geben ihnen den Kredit, damit sie kaufen können. Die kleineren Kreditgeber wirken ein wenig besorgt (wenn auch, meiner Ansicht nach nicht besorgt genug), also haben sie die Gebühren angehoben.
Und dann kommt die Regierung daher und will mit den Firmen in den Wettbewerb treten. Ist das ein schlechter Traum oder haben wir wirklich einen Präsidenten und einen Kongress, die solche Dinge tun?
Was auch immer davon zu halten ist, ich glaube die Regierung hat nicht die geringste Ahnung wie man die Firmen dazu bringen kann, amerikanische Arbeiter einzustellen und deshalb schmieren sie das letzte (Immobilien) was diesen Watteball noch zusammen hält. In der Zwischenzeit wird es immer teurer irgendetwas zu besitzen.
Im Jahr 2001 waren noch nur 2 Prozent der Hypotheken solche, bei denen man nur die Zinsen zahlte. Zum Höhepunkt der Hypotheken-Blase waren es mehr als die Hälfte. Die einzige
Möglichkeit sich Wohnraum leisten zu können, hängt bei den Neueinsteigern an der Frage: Wie hohe monatliche Zahlungen kann ich mir leisten?" Wären da nicht die Bereitschaft der GSE (government sponsored enterprises) jedem Geld zu leihen, die Politik der Regierung, die auf Eigentum orientiert ist und die absurd niedrigen Zinssätze, die die Immobilienblase finanziert haben, dann wären wir wohl nie in dieses Chaos rein geraten. Jetzt wollen sie diesen Wahnsinn im Gang halten, indem sie Brot (und Kredite) für den richtigen" Preis verkaufen.
Da man sich keine Möglichkeit vorstellen kann, wie diese Sache gut ausgehen könnte, denke ich, es ist eine bombensichere Vermutung, dass sie nicht gut ausgehen wird.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Michael Scharna (18.08. 2010 16:21 Uhr):
Mike & Bill, beides begnadetes Schreiber, deren Kommentare informativ und lesenswert sind. Sie geben einen Blick über den großen Teich und nennen - auch oft schrille - Dinge beim Namen. Ob das allerdings hilfreich für Investoren hier ist, steht auf einem anderen Blatt...
Antworten - Kommentar von Dr Heinemann (18.08. 2010 16:41 Uhr):
Werte Leser, man muss auf seine Figur achten. Dennoch war ich gestern Abend wieder einmal bei einem guten Freud essen. Er führt ein griechisches Top-Restaurant. Warum erzähle ich das? Weil mein Freund mir die aktuellen Geschichten aus seiner Heimat erzählte. Das EU-Geld hat soviel genutzt, daß die Regierung einen ultraextremen Sparkurs brutal durchsetzt. Die Steuereintreiber reiten durchs Land. Natürlich hat sich an ihrer Bestechlichkeit nichts geändert. So nimmt die Regierung immer wenigen Geld ein und die regelmäßigen Steuereinzahlungen der Wirtschaft bleiben aus. Die Bevölkerung hat kein Geld. Geschäfte schließen straßenweise. Alles kommt langsam zum Stillstand. Bald geht gar nichts mehr. Selbst wenn die Regierung die Steuern auf 100 % setzt. wird sie in Konkurs gehen. Nur mit einem bißchen EU-Geld kommt das nichts mehr in Gang. Haben wir das alles nicht schon vor langer Zeit voraus gesagt. Warum haben die "höchstqualifizierten Pfeifen aus Brüssel und die superschlaue Bundesregierung" uns das nicht geglaubt, uns der ungebildeten, einfachen Bevölkerung? Schönen Gruß ans Kanzleramt: Wir Deutschen danken für das rausgeschmissene Staatsgeld und Eure Blödheit. Empfehlung: Halten wir Soldarität mit dem griechschem Volk, nicht mit derer Regierung. Rat an den Hosenanzug: Gehen Sie zum Griechen essen!
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