Dr. Scott Brown in Investoren Wissen
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Warren Buffets Lehre für Finanzanlagen: Insiderhandel enthüllt unterbewertete Aktien
Vor fast vier Monaten bekundete Warren Buffet wacker seine Befürwortung US-amerikanischer Aktien in seinem offenen Brief an die New York Times mit dem Titel "Kauft amerikanisch, wie ich". Seit dem sind diese um 11,4 % gefallen. Es ist selbst für ein Orakel schwer zu helfen, wenn die Leute es einfach nicht glauben.
Warren Buffets Lehre für Finanzanlagen und seine Kauf-Strategien sind für Analysten unerträglich undeutlich, da sie nicht einfach loslegen und Kennzahlen aus ihren Datenbanken "schütteln" können - unabhängig davon wie umfangreich oder kostspielig diese sind.
Lassen Sie sich von niemandem den Glauben daran einreden, dass die Werthaltigkeit einer Anlage auf irgendeiner Art von Analyse von Kennzahlen basiert oder dass das Beobachten einer einfachen finanziellen Darstellung ein "unterbewertetes" Unternehmen exakt ermittelt. Es ist eben nicht so einfach.
Aber es gibt bessere Wege zu ermitteln, wann die richte Zeit ist zu kaufen. Wir werden Ihnen zeigen, was Warren Buffets Lehre für Finanzanlagen so schwierig und schwer zu beherrschen macht. Und Sie werden die Geheimnisse erfahren, wie man diesen Prozess "per Bockspringen" meistert: Herauszufinden - sehr schnell - ob ein Unternehmen unterbewertet ist oder nicht.
Warren Buffets Lehre für Finanzanlagen
Nach seiner Lehre für Finanzanlagen gefragt gab Warren Buffet folgende Auskunft: „Eine einfache Regel bestimmt mein Kaufen: Sei furchtsam, wenn die anderen gierig sind, und sei gierig, wenn die anderen furchtsam sind. Und auf jeden Fall ist Furcht nun weit verbreitet und lähmt selbst erfahrene Investoren."
Aber eben gerade weil er jetzt furchtsam ist, bedeutet das nicht, dass er die Grundlagen aus dem Blick verliert.
- Als erstes beurteilt er die Sicherheit, mit der die langfristigen ökonomischen Kennzahlen ermittelt werden können. Ist es ein solides Geschäftsmodell, das auf der Grundlage seiner wirtschaftlichen Gegebenheiten (und denen der Sparte) voraussichtlich nicht "pleite geht" ?
- Als zweites überdenkt er die Beurteilung, wie er das Management hinsichtlich seiner Fähigkeit, das volle wirtschaftliche Potential für die Anleger realisieren zu können, einschätzt. Er stellt sicher, dass die Geschäftsführenden an der Spitze keine "krummen Hunde" sind - sie sind kompetent und ehrbar.
- Als drittes bewertet er sorgfältig die Gewissheit, inwieweit man sich auf das Management verlassen kann, dass es die Erträge aus dem Geschäftsbetrieb eher den Anteilseignern als sich selbst zukommen lässt. Kann das Management seinen Ertrag maximieren ?
- Als viertes beurteilt er die politischen Gegebenheiten hinsichtlich der Höhe der zu erwartenden Besteuerung und Inflation. Er weiß, dass dies das Ausmaß bestimmen wird, wie die Kaufkraft eines Investors ausgehend von seiner Bruttoverzinsung verringert wird.
- Zuletzt schaut er sich genau den Einstandspreis für das Geschäft an. Er liebt es, Aktien zu kaufen, wenn die Anteile spottbillig sind - je billiger desto besser.
Dies ist genau das Vorgehen, mit dem er so viele Jahrzehnte ausgezeichnete Gewinne verbuchte. Er bewertet sein Risiko unter Berücksichtigung seiner Nach-Steuern-Gewinne. Wird eine Anlage ihm zumindest so viel Finanzkraft geben, wie er investiert hat zuzüglich eines angemessenen Ertrages für das eingesetzte Kapital im Vergleich zu üblichen Mindestzinssätzen, wenn das Geld verliehen worden wäre ?
Dies sind nur einige der Faktoren, die Warren Buffet gemäß seiner Lehre für Finanzanlagen bewertet, bevor er sich in ein Geschäft einkauft. Und wenn man bedenkt, dass er dies mehr als vierzig Jahre lang verfolgt, wird es etwas abschreckend für Investoren ihm das nachzumachen.
Ein einfacher Weg zum Kauf unterbewerteter Aktien
Jedoch gibt es einen einfachen Weg für jeden Investoren, unterbewertete Aktien zukaufen - ohne jedes winzige Detail des betreffenden Geschäftes zu kennen.
Wem würden Sie die wahre Einschätzung, wie gut eine Firma gelaufen ist, zutrauen - dem Geschäftsführer oder einem Analysten, der einmal im Jahr vorbeikommt "zu einem Werksbesuch und einem freien Mittagessen" ? Nach einem Schulterklopfen vom Firmeninhaber schleppt sich der Analyst in sein Büro zurück, um ein paar "Schnellschüsse" zu produzieren, indem er standardisierte Programme laufen lässt und dabei die abgestandenen Quartals- und Jahreszahlen verwendet, die gerade die geringen Anforderungen an das Berichtswesen der SEC (der amerikanischen Börsenaufsicht) erfüllen.
Von dem Geschäftsführer ist sicherlich zu erwarten, dass er eine gehörige Portion mehr über den Geschäftsbetrieb weiß als der Analyst. Der Analyst mag eine gute Vorstellung von den Tätigkeiten der Firma haben und wie es läuft, wenn er gerade hinkommt. Jedoch sie haben immer nur den Eindruck einer Momentaufnahme - auch wenn Wall Street die Analysten als "Experten" anpreist.
Schlussendlich, diese "Experten" sehen nicht die alltägliche Geschäftstätigkeit, die Aufwärts-Tage und die Abwärts-Tage.
Aber die Insider tun es ...
- Sie wissen mehr über die inneren Abläufe eines Unternehmens als fast jeder sonst.
- Sie wissen, ob ein Produkt ein Flop ist, oder ob es eine Goldmine ist.
- Sie können sagen, ob eine Aktie unterbewertet ist, oder ob sie "mit heißer Luft aufgeblasen" ist.
- Sie wissen, wann das Geschäft boomt oder kaputt geht. Ganz einfach, sie sind die besten Barometer für die Gesundheit eines Unternehmens, die man überhaupt bekommen kann.
Wenn Insider in einem Unternehmen, von dem Sie wissen, dass es solide ist, in aller Stille kaufen "wie die Wilden", insbesondere aus den unteren Ebenen, ist das das beste Zeichen - für Zutrauen. Und das ist nicht mal das Beste daran.
Diese Firmen-Insider müssen uns mitteilen, wenn sie Anteile kaufen oder verkaufen.
Wenn leitende Angestellte Anteile ihrer Firma auf dem freien Markt kaufen oder verkaufen, müssen sie spezielle Formulare der SEC ausfüllen. Diese Formulare versetzen uns in die Lage, den Insider-Handel zu verfolgen - und das gibt uns eine große Unterstützung beim Entdecken des wahren Wertes jedes Unternehmens.
Es beginnt alles mit sachgerechter Unterweisung,
Scott Brown
KOMMENTAR ZUM ARTIKEL VON DR. BROWN:
Einmal abgesehen davon, dass Binsenweisheiten wie "Sei furchtsam, wenn die anderen gierig sind, und sei gierig, wenn die anderen furchtsam sind" Herrn Buffet auch in der aktuellen Krise in vielen Bereichen (etwa seinen Engagements im Finanzbereich) nicht wirklich weitergebracht haben (um es vorsichtig zu formulieren), ist auch der "Insider"-Indikator in den letzten Monaten deutlich in Schieflage geraten.
Wenn Sie sich einmal ansehen, wie viele Insider die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung völlig falsch eingeschätzt haben und es wohl immernoch tun, so wird auch hier deutlich, dass es keine absolute Sicherheit gibt und auch Insiderdaten mit Vorsicht genossen werden sollten.
Natürlich liegt Herr Dr. Brown völlig richtig, wenn er darauf hinweist, dass Insiderdaten verlässlicher als Analystendaten sind, jedoch ist dies in meinen Augen ganz sicher noch kein Freibrief, diese Daten als der Weisheit letzter Schluss anzusehen, wie dies oft von vielen Anlegern zelebriert wird.
Wie bei allem gilt auch hier: Eine gewisse Portion Skepsis und eine ganzheitliche Analyse, bei der sich verschiedene Faktoren untereinander gegenseitig bestätigen (etwa fundamentales Bild vs. technisches Bild) schafft deutlich mehr Sicherheit als ein einfaches Verlassen auf eine Signalkategorie.