FTSE-100: Bei den Kursverlusten ganz vorne
Andreas Wolf in DAX Daily
vom 18. März 2008 08:30 Uhr
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FTSE 100: Bei den Kursverlusten ganz vorne
Liebe DaxDaily Leser,
die Nähe zu den USA ist für die Briten immer wieder ein Grund, sich nur als Teilzeit-Europäer zu fühlen und je nachdem, wie die Aktien stehen, die Vorteile aus dem Besten beider Welten zu vereinen. Aktuell ist dies allerdings mit zunehmenden Schwierigkeiten verbunden, weil sich die US-Hypothekenkrise bereits direkt auf das britische Finanzsystem ausgewirkt hat. Mit der Verstaatlichung des in Not geratenen Hypothekenfinanziers Northern Rock im Februar diesen Jahres waren die Briten dem großen Bruder auf der anderen Seite des Atlantik im negativen Sinne sogar ein Stück voraus. Und auch die einstige Stärke des britischen Pfundes gegenüber dem Euro hat wegen der Hypothekenkrise deutliche Kratzer bekommen. Da verwundert es auch nicht, wenn der Aktienmarkt mit zu den größten Verliereren der vergangenen Monate gehört. Ebenso wie der DAX hat sich der FTSE 100 mit einem weiteren Verkaufssignal gestern gen Süden verabschiedet. Von dem aktuellen Niveau besteht nun direktes Abwärtspotential bis an die starke Unterstütungszone bis 5.000/5.080 Punkte. Erst von dort aus ist mit einer stärken Gegenbewegung zu rechnen. In Anbetracht der Probleme im Bankenmarkt sowie der spezifischen Schwierigkeiten der britischen Wirtschaft wie einem stark steigenden Haushaltsdefizit,gehe ich aber nicht davon aus, dass in diesem Bereich die laufende Korrektur beendet ist. Vielmehr sollte nach einer Erholung von 5.000 auf 5.500 Punkten im Zuge einer Zwischenrallye ein weiterer Abwärtsschub zu einem Ausverkauf bis an die nächste Unterstützung bei 4.500 führen. Auf diesem Niveau könnte ein Bodenbildungsprozeß mit einer mögliche Umkehrformation gebildet werden.
