Frühe Warnsignale
Daniela Knauer in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 06. März 2007 08:30 Uhr
ENL5454
Als zweites Währungspaar möchte ich Ihnen das britische Pfund gegen den Schweizer Franken zeigen, sozusagen das europäische Pendant der Carry-Trader. Denn der Schweizer Franken hat das niedrigste Zinsniveau der großen europäischen Währungen, das britische Pfund das höchste. Nachdem die Bank of England im Januar den Zins überraschend auf 5,25% angehoben hatte, brach GBP/SFR über den langfristigen Widerstand bei 2,39 aus und erlebte einen kurzfristigen Gipfelsturm. Interessant ist, dass sich hier bereits Ende Januar eine Erschöpfung der Bewegung zeigte, rund einen Monat vor der neuen Stärke des Yen. Nachdem es sich bis letzte Woche nur um ein Zurücklaufen an den vorher durchbrochenen Widerstand zu handeln schien, kam auch GBP/CHF seit letzten Dienstag deutlich unter Druck und durchschlug die 2,39 wieder. Aktuell bietet sich auf der Unterstützung bei 2,34 eine gute Chance auf eine Gegenbewegung.
Interessant ist an den beiden heute vorgestellten Währungspaaren, dass sich hier schon seit Januar 2007 Veränderungen bei den Liquiditätsströmen gezeigt haben, die insgesamt eine Verringerung der Spekulationsneigung andeuten. Das passt gut dazu, dass in letzter Zeit auch die hochkapitalisierten Titel am Aktienmarkt z.B. im OEX (dem Index der 100 größten Werte in den USA) relative Schwäche zu den kleinen Werten gezeigt haben. Ein Zeichen dafür, dass sich hochkapitalisierte Fonds bereits in die steigenden Kurse von ihren Engagements getrennt haben. So ganz aus heiterem Himmel kam der Markteinbruch also doch nicht ...
Ich wünsche Ihnen noch eine erfolgreiche Woche, bis nächsten Montag
Daniela Knauer
