Fraport schreibt das Manila-Projekt komplett ab
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 25. März 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport (WKN 577330) schreibt nun endgültig sein Terminalprojekt in der philippinischen Hauptstadt Manila komplett ab. Es geht dabei um einen Betrag von insgesamt 293 Mio. Euro. Daneben gab Fraport die vorläufigen Geschäftszahlen 2002 bekannt.
Das Unternehmen erreichte nach vorläufigen Zahlen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) einen Gewinn von 242 Mio. Euro. Netto sei nun allerdings ein Fehlbetrag von 120 Mio. Euro angefallen.
Fraport wies jedoch darauf hin, dass trotz dieser Abschreibung der Konzern seine Ansprüche aus dem Manila-Projekt weiterhin geltend machen wolle. So werde Fraport seine juristischen Anstrengungen verstärken. Unter anderem sei die Einleitung eines Schiedsgerichtsverfahrens bei der Weltbank gegen die philippinische Regierung geplant.
Beim Ausblick auf 2003 zeigt sich Fraport weiterhin optimistisch. Fraport befürchtet jedoch eine Belastung des Luftverkehrs durch einen Irak-Krieg, deren Ausmaß noch nicht genau abzusehen ist.
Die Fraport-Aktie hält sich relativ konstant bei 17,12 Euro. Ich hatte im letzten Jahr schon darauf hingewiesen, dass Fraport interessant werden könnte, sofern dieser Streit um das Manila Projekt endlich aus der Welt sei. Das ist nun geschehen. Noch belastet der Irak-Krieg. Abwarten.