Fragiles System
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 29. Januar 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Liebe Leserin, lieber Leser!
Gestern setzten die toten Finanz-Katzen noch einmal zu einem Sprung" in die Höhe an. Deutsche Bank-Aktien mit mehr als 22 Prozent, Commerzbank mit gut 18 Prozent und Deutsche Postbank (16,38 Prozent im Plus) waren die drei Top-Gewinner im deutschen Leitindex. Ob diese Papiere wirklich sieben Katzen-Leben haben? Oder gar neun, wie es bei englischen Katzen der Fall sein soll?
Kehrseite der Medaille
Andererseits sollten die Bären den Bullen zumindest kurzfristig einige grüne Tage" mit systemlebensverlängernden Pyrrhussiegen" gönnen. Vielleicht schaffen sie gar einen Anstieg bis in den Bereich um 4800 bis 5000 Punkte Natürlich wäre dies wiederum für all diejenigen, die noch auf Beständen" sitzen, eine gute Entsorgungsgelegenheit. Ja, eine Art Abwrackprämie, gestiftet von Mr Market höchstpersönlich.
Zeit für Vorbereitungsmaßnahmen
Hinzu kommt, dass mit jedem positiven Tag" noch etwas Zeit bleibt, sich auf den möglichen Super-Gau intensiv vorzubereiten. Noch gibt es nicht wirklich merkbare Versorgungsmängel für Güter des täglichen Gebrauchs. Das Bankensystem hängt zwar am seidenen Staats-Faden, aber es ist NOCH nicht für die Bürger (zugegeben, trotz der gestrigen Rallye sind die Leid-Tragenden bisher nur die Aktionäre als Eigentümer) sichtbar zusammengebrochen. Die Bankfilialen öffnen immer noch, Bankfeiertage sind noch nicht ausgerufen. Keine Frage, noch herrscht heile Welt"! Noch ist also Zeit, diverse Vorbereitungsmaßnahmen für die (möglicherweise anstehenden) wirklich harten Zeiten zu treffen.
Fragiles System
Ja, selbst EZB-Chef Trichet räumte gestern beim WEF in Davon ein, dass das gegenwärtige Finanzsystem fragil" sei. Zudem stellte er klar, dass zur Stabilisierung wirklich tiefe Reformen" notwendig seien. Gleichzeitig stellte er fest, dass die Geldmärkte immer noch nicht funktionieren würden und die Lage unnormal sei. Mit Blick auf den gewaltigen Renditeabstand der diversen Staatsanleihen innerhalb der Euro-Zone betonte er, dass dies aus seiner Sicht kein Risiko für den Fortbestand der Euro-Zone" sei.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, Monsieur Trichet stellt in aller Öffentlichkeit klar, dass zumindest er keine Gefahr des Auseinanderbrechens der Euro-Zone sieht. Gleichzeitig fordert er aber die Regierungen der Länder mit einer höheren Staatsanleihenverzinsung auf, alles zu tun, um das Vertrauen in die Finanzpolitik wieder zu gewinnen.
Und, in der Tat, die Verantwortlichen tun bereits jetzt alles, um an lebenswichtiges frisches Geld" zu kommen und ihre Staatsanleihen unters Volk zu bringen. So bietet der griechische Staat seinen Bürgern einen 5,5 Prozent-Coupon für fünfjährige griechische Euro-Staatsanleihen an. Und zwar STEUERFREI, wenn man diese bis zum Ende der Laufzeit durchhält.
Wetten, dass die jeweiligen Verantwortlichen sich noch so einiges ausdenken werden, um ans Geldvermögen der Bürger zu kommen?
Vielleicht dürfen die Deutschen dem Bundesfinanzminister ja bald eine Krisen-Anleihe" zur Finanzierung der diversen Konjunkturpakete der BRD abkaufen. Selbstverständlich wird es noch diverse Nachschläge" in Form von drastischen Steuererhöhungen geben.
Nach der Wahl, versteht sich...
PS: Diese Veranstaltung sollten Sie auf keinen Fall verpassen!
3. Deutscher Börsenbrieftag: Profitable Investment-Strategien 2009 - Wie Sie auch in unsicheren Börsenzeiten Erfolg haben!
Geld verdienen in der Finanzmarktkrise? Wir helfen Ihnen dabei!
Am 21. März 2009 stehen Ihnen Jürgen Schmitt, Daniel Bernecker , Harald Weygand, Uwe Lang, Robert Rethfeld und Raimund Brichta in München mit Rat und Tat zur Seite.
Hier erfahren Sie von unseren Experten was Sie tun und wissen müssen, um erfolgreich an der Börse zu sein - auch in Krisenzeiten.
Ihr PLUS: Melden Sie sich noch heute, spätestens aber bis zum Freitag, 30. Januar 2009 an und sparen Sie ganze 100 auf den Originalpreis für diese einmalige Veranstaltung. Denn bei uns heißt es Qualität hat Ihren Preis"!
Mehr Infos und Anmeldung zum Börsenbrieftag finden Sie hier...