Fragen zum kommenden Derivate-Crash
Dr. Markus Schoor in Investoren Wissen zum Thema Derivate & Hebelprodukte
vom 15. Januar 2008 16:00 Uhr
ENL5462
Liebe Leser,
einer von Ihnen schickte mir folgende Fragen zu meinem Artikel über den kommenden Derivate-Crash:
Ich habe möglichst kurze Antworten direkt unter seine Fragen geschrieben:
"Hallo Dr. Schoor,
ich beziehe den Lazy-Investor. Ihre Ausführungen in der Investoren
Akademie hinsichtlich eines Derivate-Crash machen mir doch etwas Angst.
Wie schütze ich mein Bares? Sichteinlagen bzw. Tagesgelder scheiden ja
wohl hinsichtlich des Schuldnerrisikos aus. Geldmarktfonds?
- Pfandbriefe und Kommunalobligationen gelten als besonders sicher. Danach kommen aber gleich die Aktien von gut aufgestellten Standardaktien, die weltweit aufgestellt sind. Aktien selber sind ja keine Derivate, und werden von einem Derivate-Crash gerade nicht betroffen sein. Derivate sind Wetten auf Aktien und andere Wertpapiere. Aktien erster Güte haben den Vorteil auch gegen Inflation zu helfen: Nehmen Sie z.B. die McDonald Aktie, den zweitgrössten Grundbesitzer der Welt. Von Geldmarktfonds halte ich allerdings wenig, denn da hat sich in den letzten Jahren jede Menge Unsinn eingeschlichen, den man nicht von aussen sieht......
Was passiert mit Aktien. Mal abgesehen von den Kursverlusten bei einem
Crash. Habe ich bei meiner depotführenden Bank noch ein Zugriffsrecht auf
meine Aktien, falls die Bank pleite gehen sollte?
- ja, genau, den Zugriff werden Sie haben. Aktien oder Pfandbriefe übertragen Sie einfach auf eine neue Bank, oder lassen Sie von Ihrer neuen Bank einziehen.
Was ist mit Aktienfonds, die über Plattformen wie ebase gehandelt
werden?
- Dank Herrn Cornfeld ist die Sicherheit von in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds extrem hoch. Auch auf diese hätte eine strauchelnde Bank keinen Zugriff, denn es handelt sich um Sondervermögen.., allerdings gehen die Fondsmanager in der Regel nicht raus, wenns brenzlig wird.
Was ist dann die sicherste Vermögensanlage?
- Seien Sie so aufgestellt, dass Sie niemals Angst haben müssen.
- Haben Sie Pfandbriefe für kurzfristige Bedürfnisse
- Haben Sie Blue Chips (Global Player) (internationale Standardaktien) für langfristige Bedürfnisse
- Kaufen Sie niemals auf Kredit Aktien oder andere Wertpapiere, z.B. CFD´s
- Derivate dürfen niemals mehr als 50% Ihres Gesamtvermögen ausmachen, auch wenn Sie ein "extrem aggressiver Investor" sind.
- Halten Sie die Trends im Blick, wie es Andrew Gordon im Artikel unten tut
Beste Grüsse Doc
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