Fossile Brennstoffe
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 10. August 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Solange Sie nicht im Irak, Afghanistan, Südkorea oder am Horn von Afrika leben, betrifft es ihre Heimat noch nicht. Aber das sind die Gegenden, in denen sich das amerikanische Militär wieder findet. Weit weg von der Heimat ist es doch der größte einzelne Verbraucher von Öl in Amerika. Für dieses Öl wurden amerikanische Dollar bezahlt, von einer hoch verschuldeten Nation, die sich dem Ende einer Ära gegenüberstehen sieht, in der das Öl günstig war.
Es ist nie leicht, einen Krieg zu finanzieren, ganz besonders dann nicht, wenn es ein langer Krieg ist. Und wenn die steigenden Energiepreise dazu führen, dass es teurer wird zu kämpfen UND die Öl-Dollar Profite in den Taschen derer landen, die man als die eigenen strategischen Gegner ausgemacht hat, dann befindet man sich in einer sehr unbequemen Situation.
Und das ist Thema zweier unterschiedlichen Militärstudien, die die sich mit einer Welt mit steigenden Energiepreisen auseinander setzen und sich darauf vorbereiten. Wir wollen ehrlich sein: beide Studien bestätigen die Tatsache, dass sich die Reserven an fossilen Brennstoffen weltweit rapide erschöpfen. Das hat wirtschaftliche, politische und militärische Konsequenzen.
Das Militär weiß, dass es schwierig wird, das Ziel der Mission zu erreichen, wenn die Brennstoffe teurer werden. Aber was noch wichtiger ist, sie haben auch verstanden, dass die steigenden Energiepreise einige Nationen und - darauf will ich hinaus - einige Investoren reich machen werden. Um auf einige Ideen genauer einzugehen, mit denen ich mich in den vergangenen Monaten befasst habe:
Sie werden feststellen, dass sich die beiden wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt auf die gleichen fossilen Brennstoffe zur Energieerzeugung verlassen. Davon ist auch das wirtschaftliche Wachstum, das eng damit verknüpft ist betroffen und die militärische Stärke, die von einer Nation zu erwarten ist, die Energieressourcen im Überschuss in einer Welt besitzt, in der die Energie Mangelware ist.
Einst hat man das gleiche über Kohle gesagt (auch wenn es gleichermaßen für Öl, Elektrizität, Erdgas oder Uran gilt) mit Kohle haben wir Licht, Stärke, Macht, Reichtum und Zivilisation. Ohne Kohle haben wir Dunkelheit, Schwäche, Armut und Barbarei."
Erscheint es Ihnen befremdlich, dass Sie hier über Kohle lesen, während CNN sich gleichzeitig endlich dazu herabgelassen hat, über das Erreichen des Produktionsgipfels bei Öl zu berichten? Auch auf mich wirkt es, wenn ich ehrlich bin, ein bisschen befremdlich. Aber Kohle stand, noch ehe Öl überhaupt entdeckt wurde, schon ganz oben. Und Kohle und Öl unterscheiden sich gar nicht so sehr, geologisch betrachtet.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von walter bruno (10.08. 2010 19:34 Uhr):
...und täglich staunen wir über die Katastrophenmeldungen zunehmender Extrema in der Umwelt. Längst pfeifen es alle Spatzen von den Dächern, dass Kohle und Öl wesentliche Ursachen dafür sind...vorwärts zu neuen Profiten ! Wir brauchen diese , um dann ausreichend in unsere persönlichen Schutzmassnahmen zu investieren.
Antworten- Antwort von Peter Harting (12.08. 2010 23:47 Uhr):
Sie haben ja Recht. Doch durch die Geißelung von Profiten allein - wie sollen wir da weiter kommen? Die Profite der Wirtschaft wären wichtig, um die Kulturaufgaben zu finanzieren, die sich bislang de Staat zuschanzt. Wenn ein wirtschaftliches Parlament über die Profite entscheiden dürfte und ein kulturelles Parlament die Bedarfe (Schulen Hochschulen Kranken- und Opernhäuser und Vieles mehr) ,dann könnte sich "der Staat" der eigentlichen Aufgabe zuwenden und für Sicherheit vor allem der Ressourcen sorgen (Thunfische, Trinkwasser und Wälder z.B.).
- Antwort von walter bruno (13.08. 2010 14:38 Uhr):
Herr Hartig, natürlich wäre es zu pauschal und gar oberflächlich, "die Profite" zu ächten. Sie sind ja auch notwendig um gesellschaftliche Massnahmen im Interesse der Umwelt zu finanzieren und die kult. Massnahmen, von denen Sie sprechen. Aber die gesellschaftlichen Verhältnisse sind nicht so. Es gilt weiter die berühmte Phrase von der Vergesellschaftung der Verluste...
- Antwort von Peter Harting (12.08. 2010 23:47 Uhr):
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