Fortsetzung (Marktanalyse)
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 1. Februar 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
(Fortsetzung des obigen Artikels)
Marktanalyse Teil II
Unter der Oberfläche blutet der Nasdaq Composite weiter aus. Obwohl der dazugehörige BP-Index noch immer in einer X-Spalte notiert, hat die Advance-Decline-Linie des Nasdaq ein neues 9-Monatstief erreicht. Bärisch würde ich diese Divergenz jedoch erst bewerten, wenn sich der Kurswert des Nasdaq erholt, während die A/D- Linie keinerlei Erholungstendenzen zeigt (wie im Frühjahr 2008 zuletzt gesehen).
Abb.: Tageschart des "Nasdaq Composite Index"
Ein weiterer guter Indikator, um eine kurzfristige Über(ver)kauft des Marktes (in diesem Fall des NYSE Composite) festzustellen, ist der McClellan Oscillator. Wie Sie dem Chart entnehmen können, ist der Oszillator auf den Wert „-100“ gefallen. Zuletzt haben wir diesen Extremwert im März und im Oktober 2009 gesehen. In beiden Fällen folgte ein sofortiges Wiederansteigen des NYSE Index.
Abb.: Chart "NYSE McClellan Oscillator"
Profiteur der jüngsten Korrektur ist der US-Dollar. Zwar ist der langfristige Ausblick noch immer negativ (vgl. P&F Chart), jedoch ist mittelfristig mit einem weiteren Erstarken zu rechnen. Während in den letzten vier Wochen vor allem der Euro gegenüber dem Greenback „Federn lassen musste“, traf es letzte Woche auch andere Währungen wie den Schweizer Franken oder den australischen / kanadischen Dollar.
Kurzfristig ist der US-Dollar (vor allem gegenüber dem Euro) stark überkauft, mittelfristige rechne ich mit einem weiteren Ansteigen des Dollars bis in den Bereich von 85 Punkten.
Abb.: P&F Chart "US Dollar Index"
Abb.: Tageschart "US Dollar Index"
Zusammenfassung:
Das Korrekturpotenzial ist noch nicht ganz ausgeschöpft, jedoch würde es mich nicht verwundern, wenn wir diese Woche einen kleinen Abpraller der Märkte nach oben sehen würden. Der Daily-RSI des S&P 500 und der McClellan Oscillator lassen das Chance/Risikoverhältnis für Leerverkäufe als derzeit ungünstig erscheinen.
Sollte der S&P 500 diese Woche an seinen 50-Tagesdurchschnitt zurücklaufen (aktuell notiert dieser bei 1114 Punkten), würde sich eine gute Möglichkeit für weitere Shorts auftun.
Trotz des bärischen Gesamtbildes rechne ich zur Zeit noch mit einer Fortsetzung dieser (aus fundamentaler Sicht großen Bärenmarkt)Rallye. Es wäre sehr atypisch, wenn die Märkte in einem Zuge nach unten durchsacken würden. In der Vergangenheit bildeten sich nach solch kräftigen Rallyes meist Doppeltops aus, welche von bärische Divergenzen des Wochen-MACDs begleitet wurden.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche...
Beste Grüße
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Blase Hans E (01.02. 2010 17:09 Uhr):
tut mir leid - bärische difergenzen des wochen macs - bitte etwas deutlicher ich bin deutscher
Antworten - Kommentar von Gudrun Mallener (03.02. 2010 18:02 Uhr):
Hallo Herr Hahn, haben Sie schon gesehen, daß das Video vom WDR, auf das Sie im 1. Absatz hinweisen, entfernt wurde? Viele Grüße Gudrun Mallener
Antworten - Kommentar von Alexander Hahn (03.02. 2010 18:46 Uhr):
Danke, Frau Mallener. Das muss wohl erst kürzlich passiert sein, denn am Montag war es morgens noch drauf. Nervig!! Beste Grüße Alexander Hahn
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