Fortsetzung (Marktanalyse)
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 21. Dezember 2009, 16:00 Uhr
ENL5462
(Fortsetzung der obigen Analyse)
Die (berechtigten) Sorgen um die Kreditwürdigkeit Griechenlands ließen die Gemeinschaftswährung Euro gegenüber dem US-Dollar um über 5% in den letzten zwei Wochen abstürzen. Im Wochenchart erlitt der RSI des Euro-Dollar-US-ETFs FXE einen Trendbruch. Gleichzeitig gab der MACD ein Verkaufssignal aus überkauftem Niveau.
Abb.: Wochenchart des EUR/USD-Tracker-ETFs FXE
Dass es sich bei diesem Absturz um keine kleine Korrektur handelt, zeigt die Dynamik dieses Ausbruchs im Tages-Chart deutlich an. Sollten Sie Dollar-Positionen in Ihrem Depot haben, so können Sie einen Teil Ihrer evtl. noch vorhandenen Währungsabsicherungen bei einem kleinen Euro-Rücksetzer (z.B. im Bereich von 1,46) verkaufen.
Insgesamt sind das also nicht die besten Vorzeichen für den Euro im Jahr 2010.
Abb.: Tages-Chart des EUR/USD-Tracker-ETFs FXE
Besser erging es letzte Woche dagegen der ältesten, globalen Währung der Menschheit... Gold. Zwar verlor auch Gold gegenüber dem Dollar an Wert, konnte allerdings in Euro gemessen wieder leicht ansteigen. Der Aufwärtstrend im Gold ist immernoch intakt, der Wochen-MACD ist noch weit von einem Verkaufssignal entfernt und der Kursrutsch der letzten beiden Wochen sollte die meisten „zittrigen Hände“ wohl erst einmal etwas abgeschüttelt haben.
Abb.: Wochen-Chart des Goldpreis-Tracker-ETFs GLD
Zur Freude vieler Finanzjournalisten konnte der DAX letzte Woche ein neues Jahreshoch bei 5903 Punkten markieren. Der P&F-Chart gab ein neues Kaufsignal, welches allerdings von den Indikatoren des Wochencharts nicht bestätigt wird. Einerseits steht der MACD kurz vor einem Abkippen, andererseits ist der Bereich um die Marke von 5900 Punkten das 50% Fibonacci-Retracement vom Allzeithoch (Dezember 2007) zum Märztief 2009. Klar ist, dass der der DAX ohne Hilfe aus den Staaten diese Marke wohl nicht nachhaltig überwinden können wird. Dafür hängen die deutschen Indizes zu sehr von den US-Märkten ab (der Hauptgrund, weswegen ich in meiner Analyse vornehmlich die US-Märkte beleuchte und auch in meinem Börsenbrief in den USA handele).
Abb.: P&F-Chart des DAX
Abb.: Wochenchart des DAX
Zusammenfassung:
Als Börsianer darf man dieser Tag den Massenmedien ja schon fast dankbar sein, dass sie einen mit Schweinegrippehysterie und den ewigen Geschichtchen vom klimafreundlichen "Klimagipfel" „unterhalten“ - wenn es schon die Märkte nicht tun.
Nach außen hin herrscht heile Welt an den Börsen... Die externen Indizes steigen leicht oder konsolidieren, die offizielle Wahrheit heißt "Aufschwung" und wir haben endlich ein hocheffizientes "Wachstumsbeschleunigungsgesetz“. Und wenn das nicht wirken wird? Dann wird es wohl Zeit für das „Rezesionsverbotsgesetz“. Wäre doch gelacht, wenn man dem Problem nicht mit ein paar neuen Gesetzen beikommen könnte. Schließlich hat das ja in Deutschland schon immer so geklappt und genug Gesetze und Regulierungen kann man in der BRD ja bekanntlich nicht haben...
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Weihnachtswoche.
Beste Grüße,
Alexander Hahn
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Thomas bertele (21.12. 2009 16:44 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hahn, Ihren Ansichten zum "Klimawandel" und den dazugehörenden, von oben gesteuerten und medial aufgearbeiteten Begleitthemen kann ich nur zustimmen. Vielleicht sollten Sie dennoch in Ihrem Daily nicht immer von Verschwörungstheorien schreiben, da dies sonst manche Zeitgenossen als solche zu erkennen glauben. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, das ganze Geschwätz um den angeblichen, menschgemachten Klimawandel ist ein gigantischer Klimaschwindel. Hier wird mit den Ängsten der Menschen ein unverschämtes Geld verdient, während gleichzeitig die Menschen in vielen Ländern, speziell in den Entwicklungsländern darunter zu leiden haben. Gott sei Dank haben sich diese Länder in Kopenhagen nicht so einfach überr den Tisch ziehen lassen. Ich freue mich, zu den neuen Mitgliedern Ihres Börsenbriefes zu gehören und bin schon sehr gespannt auf den Start. Zu Ihren Analysen werde ich mich zu gegebener Zeit nochmal melden, da mir doch einiges noch nicht klar ist. Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein erholsames Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins Jahr 2010 und einen positiven Start für Ihren Börsenbrief, Thomas Bertele
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Woran liegt es, dass die Masse aller Trader nur Geld verliert ... während sich die besten 5 % sogar noch in fallenden Märkten dumm und dämlich verdienen?





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