Fortsetzung des obigen Artikels
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 19. Mai 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
(Fortsetzung des obigen Artikels)
Das bekanntlich einfachste Rezept sind hier natürlich teure Wahlversprechen, die nach der erfolgreichen Wahl durchgeführt werden. Dies wiederum führt aber zu noch mehr Umverteilung und somit einer weiteren Strangulierung des freien Marktes. Irgendwann beginnen natürlich auch die Wähler dies zu merken, denn die Abgabenbelastungen steigen immer weiter. Der Politiker weicht also, um Zeit zu gewinnen und sein Klientel nicht zu verprellen, auf Schulden aus. Dennoch steigt die Abgabenlast weiter, da mit immer mehr Schulden auch immer mehr Zinsen fällig werden. Letztlich ist nichts gewonnen außer ein wenig Zeit. Die Wähler merken aber, dass ihre Situation immer schlechter wird und rufen nach noch mehr Umverteilung und "Rettung" durch den Staat. Während die Umverteilung immer weiter steigt, beginnen reihenweise mittelständige Betriebe, welche bisher das Fundament der nun sterbenden Marktwirtschaft gebildet hatten, pleite zu gehen oder sind aufgrund der hohen Abgabenlast nicht mehr konkurrenzfähig. Die Betriebe, welche mächtig und groß genug sind, stellen sich zeitig international auf und gewinnen an Macht. Aus dem gesunden Kapitalismus und freien Markt wird nun das, was wir aktuell haben, Korporatokratismus, ein Herrschen der großen Firmen. Diese natürlich erhalten durch ihre neue Macht einen großen Lobbyeinfluss auf die Politik und durch die Schulden, welche die Politik zur Finanzierung der Wahlgeschenke und ihrer eigenen Experimente machte, ist der Staat in die Abhängigkeit der Bankiers getrieben, welche nun diskret im Hintergrund ordentlichst Zinsen kassieren.
Die Schlinge zieht sich immer weiter zu, während die Bevölkerungsmassen immer wütender werden und fordern, dass "die Politik" bzw. "der Staat" doch nun etwas tun müsse. Stattdessen ist dieser den Erpressungen und dem Druck der wenigen verbliebenden Mächtigen ausgeliefert. Es werden zunehmend Marionetten dieser mächtigen Leute in den Regierungen und Parlamenten installiert und in Parteien platziert und die Kontrolle über den Staat entgleitet langsam aber sicher, meist ohne, dass es die Masse merkt, da die Medien sich ebenfalls im Besitz der größeren Konzerne, die das Sagen haben, befinden.
Das mächtige Gebilde, welches durch die ganze Umverteilungsorgie aufgepumpt wurde, kann nicht mehr unterhalten werden. Nun muss ein Schuldiger her bzw. das Problem mit den Schulden gelöst werden. Der einfachste Weg ist hierbei natürlich Krieg oder ein anderes Ablenkungsmanöver. Sehr beliebt ist auch Inflation, die dann anderen "Schuldigen" in die Schuhe geschoben wird.
In den wenigsten Fällen durchschauen die Leute leider diesen "Weg in die Knechtschaft".
Wo stehen wir im Moment?
Die Krankheit in unserem Falle ist leider schon sehr weit fortgeschritten und vom freien Markt, also der gesunden Basis, auf der letztlich alles steht, ist nicht mehr viel übrig.
Zwar sieht es oberflächig noch so, als gäbe es so etwas wie einen Markt, doch wenn man genau hinsieht, ist dies kaum noch der Fall.
Ein ganz wichtiger Punkt sind hier die Notenbanken. Anstatt dem freien Markt zu vertrauen festzulegen, was die beste Währung ist (es muss nicht ungedecktes, beliebig vermehrbares Papiergeld sein, auch das ist eine bewusst politische Entscheidung) und welchen Preis (d.h. Zins) diese haben sollte, haben wir in unserem System politisch gewollt eine Art sozialistische Kommandowirtschaft, was den Geldpreis angeht. Immer wieder trifft sich ein Kreis sog. "Währungshüter", welche sich per Amtswegen anmaßen, fast schon gottgleich zu glauben, besser beurteilen zu können, was der Markt brauche, als dieser selbst (und damit ständige Boom und Crashzyklen, sowie beständige Inflation verursachen).
Nicht verwunderlich also, dass es genau diese Leute (damals unter Greenspan) waren, welche in den USA mit zur Häuserkrise entscheidend beitrugen. Wie Sie sicherlich noch wissen, ging der Häuserkrise nicht ohne Grund eine Phase extrem niedriger Zinsen voraus.
Doch was tun künstlich niedrige Zinsen mit der Wirtschaft? Sie machen Kredite billig und führen somit dazu, dass Betriebe und Privatleute Investitionen aufgrund günstiger Zinsen machen, die für sich betrachtet womöglich gar nicht sinnvoll wären. Auch im Häuserbereich führte (mit den nötigen gesetzlichen Brandbeschleunigern, die man in Washington entsprechend absichtlich auf den Weg brachte, um eine künstliche Blase zu schaffen und sich dann im vermeintlichen Erfolg des "Booms" zu sonnen) dies zur bekannten Blase, die dann platzte.
Darüber hinaus zerfrisst der Lobbyismus Deutschland wie ein Krebsgeschwür und internationale Hintergrundgruppen wie die Bilderberger-Gruppe, und ähnliche selbsternannte "Elite-Vereinigungen" betreiben schon länger unter bewusstem Ausblenden der Massenmedien (welche teils selbst auf den dortigen Konferenzen mit hohen Vertretern anwesen sind) ihre demokratiefeindliche Agenda, welche ganz sicher nicht zum Vorteil der Massen ist...
Natürlich wissen derartige Leute dort, in welcher Situation wir uns befinden und wissen genau, wie man durch Krisenängste die Menschen dazu bringen kann, medial inszenierte politische "Lösungen" zu akzeptieren, die man sonst nie akzeptieren würde. Man nutzt hier die Gutgläubigkeit der Leute einfach aus. Ein Beispiel ist etwa die ständige Forderung nach dem europäischen oder gar Weltfinanzministerium, bei dem es nicht um Krisenlösung geht, sondern Konsolidierung der Macht diverser selbsternannter Eliten und ihren "Hinterzimmerzirkeln" und entsprechenden Organisationen.
In den USA hat man das Problem bereits erkannt
In den USA, welche ja traditionell deutlich kapitalistischer und freiheitsbewusster als manch ein europäisches Land eingestellt sind, hat man das Problem bereits erkannt und nicht umsonst gewinnen Graswurzelbewegungen wie das sog. "Tea-Party-Movement" immer mehr an Gewicht (in diesem Zusammenhang zu nennen ist z .B. der Name "Ron Paul", der hier in der BRD von den Medien aus gutem Grund klein gehalten wird). Derartige Dinge werden natürlich von eingefleischten Etatisten, die den o.g. Mechanismus nicht verstehen wollen oder gar selbst von einem großen Staat profitieren, natürlich nicht gerne gesehen.
Die Fragen, die sich für Deutschland in meinen Augen stellen, sind: Wie soll es hier weitergehen? Soll weiter mit jedem Ruf nach dem Staat, der es richten soll, der Wagen noch tiefer in den Dreck gefahren und mehr Macht vom Volk zur Regierung und von dieser an irgendwelche Globalisten getragen werden? Oder wäre es nicht vielleicht einmal an der Zeit nachzudenken, ob es auch mit weniger Staat und dafür mehr Freiheit und Eigenverantwortung geht (der Weg dorthin ist natürlich aus dieser Situation jetzt heraus nicht ohne Schmerz)?
Natürlich ist in Deutschland der Sicherheitsgedanke bei vielen Menschen sehr ausgeprägt, aber wirkliche Freiheit bringt eben auch Verantwortung, eigenständig zu handeln und stets wachsam zu sein. Sind wir bereit, das anzunehmen?
Wollen wir wirklich weiter von "Vater Staat" reden, oder wäre nicht "gefährlicher Staatskraken" angebrachter? "Vater Staat" ein Gott, der gar keiner ist?
Ist nicht der Staat selbst bzw. die Forderungen, die wir aus Gewohnheit an ihn stellen, erst der Anfang des Problems?
Kann Freiheit und Demokratie tatsächlich ohne einen funktionierenden freien Markt wirklich bestehen (und andersherum)?
Wo soll es hingehen mit Deutschland?
Ein "weiter so" in der eigenen Denkweise wird weiter dazu führen, dass Politiker genau weiterhin diese Bedürfnisse befriedigen werden wollen, um ihr Amt zu erhalten.
Es werden somit weiterhin Versprechungen gemacht, der Bürger weiter entmündigt und weiter in die Knechtschaft getrieben, da keine Demokratie ohne Verantwortung und Interesse jedes einzelnen Menschen funktionieren kann.
Der Staat und sein Verhindern des freien Marktes durch die ganzen Umverteilungsmechanismen sind nicht nur m.E. eins der Kernprobleme. Der große Staat ist nicht unsere Lösung.
Wenn wir wieder mehr Freiheit und Selbstbestimmung wollen, müssen wir den Staat friedlich zurückdrängen und uns diese Freiräume zurückholen und verantwortungsvoll und effizient gestalten, so lange wir es noch können. Dadurch werden wir als Land nicht nur wieder wettbewerbsfähiger und wohlhabender sondern haben auch mehr persönliche Freiheit als Individuum.
Natürlich wäre hier noch viel gesunder Menschenverstand bei der Ausgestaltung der Details nötig, aber mir ging es hier heute nur primär um eine generelle Denkrichtung, die ich in den ganzen Debatten vermisse.
Ich bin mir sicher, das mag nicht die populärste Sichtweise sein, aber ich denke dass ein derartiger Ansatz bzw. eine Betrachtung der Geschehnisse aus diesem Winkel weit mehr Potential hat, die Probleme zu lösen, als das sich ewig nur um die Symptome und damit im Kreis drehende Gerede diverser Politiker und "Experten", welches täglich in den Medien zu vernehmen ist.
Die Amerikaner zeigen uns gerade Tag für Tag, was man tun kann. Jeder kann dabei seinen Beitrag leisten. So schwer ist es nicht.
Die aktuellen Entwicklungen sind nicht gottgegeben, auch wenn sie in ihrer Mächtigkeit manchmal so wirken mögen.
Beste Grüße
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Heinz Cramer (19.05. 2010 17:24 Uhr):
"Die Amerikaner zeigen und Tag für Tag was zu tun ist" Erkundigen Sie sich doch einmal, wer die Finanzkrise verursacht hat und mit Subprime-Papieren mit kriminellen Maßnahmen das Elend an den Rest der Welt weitergegeben hat. Und diese Nation wird nun als Vorbild für die Deutschen angeboten. Was geht in Ihrem Kopf vor ?
Antworten- Antwort von Alexander Hahn (19.05. 2010 21:53 Uhr):
Sehr geehter Herr Cramer, schade, dass Sie meine Äußerug (bewusst?) aus dem Kontext nehmen. Mit Bezug auf die USA spreche ich davon, dass man etwas auf Graswurzelebene tun und erreichen kann, wenn einem die politischen Entwicklungen nicht gefallen und man nicht nur zusehen muss, wie ich es hierzulande oft höre ("Gegen die da oben kann man ja eh nichts machen.") Außerdem haben nicht "die USA" Papiere weitergegeben, sondern amerikanische Banker. Und ebenso gehört hier zu jedem Papier ein "Spezialagent" am anderen Ende dazu, der den Müll gekauft hat, obwohl er ihn nicht verstanden hat. Beste Grüße Alexander Hahn
- Antwort von Alexander Hahn (19.05. 2010 21:53 Uhr):
- Kommentar von thoma (19.05. 2010 17:48 Uhr):
Sie haben sicher Recht damit, dass der ständige Ruf nach dem Staat nichts gutes ist. Mir kommt es manchmal so vor, also ob eine Demokratie eines hinreichend großen Landes zwangsläufig bankrott gehen muss, weil die Wähler die Politiker ZWINGEN, ständig Schulden zu machen. Eine Wiederwahl mittels eines ausgeglichenens Haushalts halte ich für ausgeschlossen. Es geht einfach nicht. Gehen Sie in Griechenland davon, dass bei der nächsten Wahl die korrupten Vorgänger und Schuldenmacher wieder an die Macht kommen. Zum "Verteilerstaat" gehört aber auch etwas anderes. Warum muss denn der Staat den armen Milliardären so "hohe" Steuern abknüpfen ? Weil diese Leute vorher die Lohnempfänger abgezockt haben. Ich bin kein Freund von Lafontaine, aber z.B. BMW wurde wirklich nicht von Susanne Klatten aufgebaut, sondern von den Arbeitnehmern. Reich ist aber nur Frau Klatten geworden.
Antworten - Kommentar von Tommy Rasmussen (19.05. 2010 18:01 Uhr):
Sie schreiben: " Wenn wir wieder mehr Freiheit und Selbstbestimmung wollen, müssen wir den Staat friedlich zurückdrängen und uns diese Freiräume zurückholen und verantwortungsvoll und effizient gestalten, so lange wir es noch können....Natürlich wäre hier noch viel gesunder Menschenverstand bei der Ausgestaltung der Details nötig....." Sehen Sie hier: Die Wahlmänner-Demokratie muss abgeschafft werden. Eine freie Gesellschaft entsteht nur durch Dezentralisierung der Macht, Verlagerung der Geldkreierung unter das Volk und dessen Mitbestimmung. Die Ziele einer freien souveränen Gesellschaft müssen beinhalten: . Souveräne Erstellung eigener leistungsbasierter Währung des Volkes. . Gemeinnützige Lehren, Gesetze und Handelsabkommen. . Demokratie gegen Föderalismus tauschen - ähnl. Schweizer Model. . Abschaffung der Parteien und ersetzen durch Volksabstimmungen. . Finanzierung ist staatl. Dienstleistung mit kommunaler Absicherung. . Importzoll auf Güter über den Wert lokaler Angebote. . Waren-Kennzeichnung heimischen Arbeitskostanteils ähnl. Mwst. in % . Sozialkostenumlage auf VK-Preis reziprok zu heimischem Lohnanteil . Ehrenamtlich haftbare Politiker mit Aufwandsentschädigung. . Nur privater ausländischer Besitz, an unseren Firmen - keine Firmen. . Öffentl. Dienste, Strom, Wasser, Post, Medien in kommunalen Besitz. . Land und Rohstoffe unter kommunales Eigentum & individueller Nutzung. . Natur-Raubbau ausbremsen durch werbefreie Medien ohne Konsumanreiz. . Detaillierte Volksaufklärung über Gesundheit und Ernährung. . Arzthonorare nur solange Patient gesund ist - altchinesisches System. . Anwalt- und sonstige Beraterhonorare nur bei Erfolg. . Autarkes Wirtschaftsmodell nach Friedrich List. . Ersetzung von Beamtenstatus durch haftbaren Mitarbeiterstatus. . Umwandlung von GmbHs und AGs in haftbare Personengesellschaften. . Abschaffung der privatwirtschaftlichen Buchführungspflicht . Steuerfreiheit auf alle Arbeitsleistungen - für Firmen und Personen . Export nur von Überkapazitäten und bei Tauschbedarf. . Detaillierte Volksaufklärung über Geld und Wohlstandskreierung
Antworten - Kommentar von Helmut Höhenberger (19.05. 2010 18:29 Uhr):
Eine >Befreiung von der Last des Staates wäre eine soziale Volksdemokratie,dieses Modell funktioniert in der Schweiz schon jahrelang.Ich denke es geht eher die Sonne unter,als das der deutsche Wähler diese einfache Wahrheit begreift.Leider schafft es der Staat von Geburt bis zur Urne das Volk oder den gesunden Menschenverstand in die für seine Zwecke richtige Richtung zu lenken. Wir befinden uns aktuell in einer Krise der Machtorgane und zur Stabilisierung dieser Macht gilt der Satz der neulich im Zusammenhang mit der Rettung des Euro gefallen ist"koste es was es wolle"auch wenn es unsere Freiheit kostet.
Antworten - Kommentar von Wesor (19.05. 2010 18:43 Uhr):
60 % der Bürger in D beziehen einen staatlichen Zuschuß. Diese Schulden finanzieren die Banken. Darum sitzt Ackermann neben Merkel. Merkel macht dafür Schulden beim Ackermann. Aber könnte per Gesetz Ackermann nur das Geld verleihen, was er selbst hat oder von seinen Kundeneinlagen hat, könnte er die Kreditwünsche der Merkel nur in dieser Höhe erfüllen. Und warum gibt es eigentlich den Wucherparagrafen 18 %. Würde das Geld von EZB 0,25 mit nur 18 % Aufschlag weitergereicht werden, müssten nur 0,30% Zinsen für die Staatsverschuldung bezahlt werden. Aber nein, die geben für 0,25 und kaufen selbst für 3,0 - 6 %. Das ist ein Aufschlag von mehreren 100%ten.
Antworten- Antwort von Tommy Rasmussen (19.05. 2010 20:46 Uhr):
Kommentar von Wesor (19.05. 2010 18:43 Uhr): "60 % der Bürger in D beziehen einen staatlichen Zuschuß." Möglich, aber: Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, Alle reden aktuell nur von Verschuldung, Verschuldung, Verschuldung...Weil aber jeder Euro oder Dollar Verschuldung auf der anderen Seite ein Euro bzw. Dollar Vermögen sein muß, möchte ich mal fragen: Wo sind denn die dazugehörigen Vermögen, Vermögen, Vermögen? Mit freundlichen Grüssen, Tommy Rasmussen. und: Die Geldvermögensbestände der Deutschen sind im dritten Quartal 2009 auf 4,641 Billionen Euro angewachsen. Bei rund 40 Millionen deutschen Haushalten, entfällt durchschnittlich auf jeden deutschen Haushalt ein Vermögen von 116.000 Euro. ABER die Kreditschulden der privaten Haushalte sind im Berichtszeitraum auf 1,523 Billionen Euro angestiegen. Also: Bei rund 40 Millionen deutschen Haushalten, entfällt so durchschnittlich auf jeden deutschen Haushalt Schulden von 38.000 Euro.
- Antwort von Tommy Rasmussen (19.05. 2010 20:46 Uhr):
- Kommentar von Hildegard Daxenberger (19.05. 2010 19:03 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hahn, herzlichen Glückwunsch zu diesem Artikel. Er spricht mir aus der Seele und er ist so ausgezeichnet formuliert, daß er als Lehrmaterial in die Schulen gehen sollte. Sachlich, ohne Polemik und m.E. sehr, sehr wahr! Können Sie den Artikel nicht in allen überregionalen Zeitungen veröffentlichen? Er hätte es verdient und im besten Fall würden einige Leute vielleicht endlich aufwachen. Freundliche Grüße Hildegard Daxenberger
Antworten - Kommentar von Gierig (19.05. 2010 19:13 Uhr):
Der Gedanke der (völlig) freien Marktwirtschaft ist ja ganz nett. Nur wenn es dann doch schief geht (z.B. weil das Großkapital den Markt manipuliert), wird ganz schnell (mal wieder) nach dem Staat geschrieen. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass hier auf sehr hohem Niveau gejammert wird. Wenn es in Deutschland morgens um 6 Uhr an der Tür klingelt, ist es höchstwahrscheinlich nur der Milchmann (Staat sei Dank).
Antworten - Kommentar von Gerd (19.05. 2010 20:39 Uhr):
Bis auf die Verallgemeinerung Amerikaner ein sehr guter Artikel, der sie wahrscheinlich selbst beim Schreiben sehr berührt hat. Es ist wahr, dass die Kräfte um Ron Paul und seinen Sohn Rand Paul und die Tea Party Bewegung Mut macht, aber es sind noch wenige, die aber kürzlich einen Etappensieg verbuchen konnte. Sowie zur Wintersonnenwende in der längsten Nacht des Jahres der Moment ist, von dem an die Tage wieder länger werden, so sehe ich im gegenwärtigen Keynes-Winter die Tage der österreichischen Schule und das damit verbundene libertäre Gedankengut langsam an Kraft gewinnen. Ein Blick auf mises.org sei jedem angeraten. Was die Bilderberger angeht, handelt es hierbei um eine Vereinigung der westlichen Welt, welche sich im Zustand eines fallenden Giganten befindet. Der aufstrebende Osten braucht diese Gruppen nicht und das kann ihre Pläne vielleicht durchkreuzen. Er wird auch seine Krisen und Rückschläge haben, aber das 21. Jh. wird einen großen Umschwung von West nach Ost bringen, auch das sind Marktkräfte über einen großen räumlichen und zeitlichen Bereich, der sich schwer in den kleinen Horizont des Alltagsmenschen eindenken lässt. Immerhin sind Sie selbst ein Beispiel, dass es auch andere Denkweisen gibt, die klug und engagiert dazu auffordern, das eigene Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und es nicht durch eine so parasitäre wie inkompetente Berufspolitikerkaste fremdbestimmen zu lassen. Herzlichen Glückwunsch
Antworten- Antwort von Alexander Hahn (19.05. 2010 21:57 Uhr):
Korrekt, die Verallgemeinerung ist so nicht richtig. Danke für den Hinweis! Beste Grüße Alexander Hahn
- Antwort von Alexander Hahn (19.05. 2010 21:57 Uhr):
- Kommentar von Stocksiefen (19.05. 2010 22:08 Uhr):
Hervorragend!
Antworten - Kommentar von Hans (20.05. 2010 09:35 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hahn, Ich finde Ihr Artikel ist eine realistische Darstellung der Situation. Aber der Blickwinkel auf Ursache und Wirkung ist zu einseitig. Was für die Probleme beim Euro sorgt, ist auch in unserer Gesellschaft das Kernübel. In diesem Falle ein Ungleichgewicht der gesellschaftlichen Gruppierungen. Sie führt immer dazu das die einen Ihr Schäfchen ins trockene bringen und die anderen nach der "Gerechtigkeit" schreien. Es wird auch in tausend Jahren kein Kraut gewachsen sein das zu ändern. Fehler wiederholen sich so oft, wie der Ihr zu grunde liegende Mangel nicht abgestellt werden kann. Und das würde bedeuten, dass die einen etwas schlauer werden müssten und die anderen etwas weniger gieriger. Und bis dahin ist noch ein weiter Weg. Gäbe es mehr Menschen die sich so wie Sie für Aufklärung zur rechten Zeit einsetzen würden und auf der anderen Seite mehr Menschen die sich für das was Sie sagen auch interessieren, wären wir schon einen gewaltigen Schritt weiter. Realität ist doch, das die die sich Jornalisten nennen erst dann über etwas schreiben wenn`s weder den Politikern noch den Unternehmern weh tut. Und dann auch nur so, das die Tragweite von keinem erkannt wird. Zur Ablenkung noch ein Pinup Girl neben den Artikel damit Auge und Hirn ganz schnell auf andere Gedanken kommen. Wir müssten nach Ihrem Artikel erst mal von der Verantwortung des einzelnen in seiner Funktion reden. Sei es nun ein Arzt, ein Jornalist, ein Politiker, ein Banker oder ein Arbeiter. Und so lange da jeder nur sich selber sieht, wird nichts aus Ihrem Idealstaat wie auch immer Sie sich den vorstellen. Ein Arbeiter der jeden Tag zur Arbeit in die Fabrik fährt, der muss jeden Tag real 100% Leistung abliefern sein Leben lang. Das schlaucht nicht nur sondern da bleibt neben seinen Familieren Verpflichtungen keine Zeit und keine Muße für weitere Problemfelder wie wichtig die auch immer sind. Und sagen sie jetzt nicht, ich muss auch jeden Tag 100% abliefern. Es wäre ein schlechter Vergleich. Man spricht immer von einer Bevölkerung die immer älter wird. Zeigen sie mir einen Fabrikarbeiter über 80 Jahre. Nun ich weiß ich komme jetzt ins Detail und das würde zu weit führen. Aber vieleicht wird es dem einen oder anderen klar, das die Sichtweise und auch die Frage nach der richtigen Lösung eines Problemes je nach gesellschaftlichem Standort immer anders aussieht als die eigene.
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- Kommentar von Hartmut Fischer (20.05. 2010 10:24 Uhr):
Die Entwicklung seit dem 2. Weltkrieg hat bei uns und weltweit irreale Wohlstandserwartungen geweckt, denen eine Geldmenge entspricht, die keinen Gegenwert mehr hat. (Verhältnis des virtuellen Geldes zu den Realwerten in der Größenordnung 10:1) Das gesamte Weltfinanzsystem ist also durch nur virtuelles Wachstum (Finanzwetten statt Investitionen) so weit überinflationiert, dass eine ehrliche Wertberrichtigung unausdenkbare katastrophale Auswirkungen hätte. Deshalb alle diese Bailouts, "um das Geld der Bürger zu schützen", natürlich mit Steuermitteln, also dem Geld der Bürger. Hier wird das Münchhausenhafte unserer gesamten Mainstream-"Ökonomie" besonders deutlich ("Zieht sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf", siehe auch "Wachstums-Beschleunigungs-Gesetz": Mehr Schulden machen, um diese dadurch irgendwie abzubezahlen) Das ganze ist also ein Schneeballsystem mit sicherem, aber zeitlich unbestimmtem katastrophalem Ende. Und je länger dieses hinausgeschoben wird, umso katastrophaler wird es sein! Die Politik ist also längst nicht mehr Handelnde, sondern nur noch und immer atemloser Getriebene. Und niemand protestiert ernsthaft, weil im Grunde jeder weiß, welche Konsequenzen die Durchbrechung diese Systems hätte. Andererseits wird die Situation gleugnet, wie an den Streiks in Griecheland ersichtlich: Im Grunde genommen sollen "die anderen" alles finanzieren ! Diese Schizophrenie ist aber der menschlichen Psyche und damit der Politik eigen, die auf dem wechselseitigen Einverständnis von Betrüger und "Betrogenem" beruht (Der Betrug sind all die "schönen" Wohlfahrtsversprechungen). Ein "ehrliches", nicht inflationäres System würde aber für uns Wohlstands und -fahrtverwöhnte unannehmabare Härten mit sich bringen, weswegen alle politischen Systeme unausweichlich inflationistisch sein müssen. Dies ist leider die conditio humana ! Der letztlich unabweisbare Systemzusammenbruch wird daher noch ganz andere Seiten der menschlichen Natur zum Vorschein bringen, wie man z.B. an unserer Vergangenheit und in der Ex-Sowjetunion studieren kann. Nur für uns gibt es dann kein Auffangsystem mehr!
Antworten - Kommentar von Helmut Höhenberger (22.05. 2010 15:52 Uhr):
Die einzige Chance die das deutsche Volk hat ist sich eines schönen Tages der Politdiktatur mit ihrem Mantel der Scheindemokratie zu entledigen.Einfach 600 Parlamentarier in die Wüste schicken und ein vom Volk gewähltes Kremium welches von echten Fachleuten besetzt ist dafür einsetzen.Dies ist unser Kernproblem,was wir zur Zeit erleben ist das unqualifizierte Hilfsarbeiter Operationen am offenen Herzen durchführen und wir jeden Tag erleben was dabei herauskommt.
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