Forex-Trading Idee: EUR/SEK
Michael Vaupel in Traders Daily zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 14. August 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Heute eine Trading-Idee für die Devisen-Trader in der Gemeinde.
(Alle anderen können diesen Beitrag getrost überspringen. Wer zumindest eine Kleinigkeit lernen möchte, behalte dies: „Forex" ist die Abkürzung für „Foreign Exchange Market", also Devisenmarkt. Im Traderjargon auch kurz FX genannt.)
Ich möchte jetzt nicht die „üblichen Verdächtigen" besprechen...sondern eine Währung, die „eher nicht so" im Mittelpunkt des Interesses steht. Die schwedische Krone.
Diese gibt es immerhin schon seit 1973, und bis 1931 war sie sogar goldgedeckt (was Menschen wie ich für erstrebenswert halten, da es Aufblähung der Geldmenge nach gusto verhindert).
Und wie üblich, nach Kennerweise, schau´n wir zuerst mal nach dem Preise:

Dargestellt ist die Anzahl der Kronen, die Sie für einen Euro erhalten. Das bedeutet: Wenn es aufwärts geht, gibt es mehr Kronen für einen Euro. Die Krone ist also weniger wert geworden.
(Das ist beim Devisentrading wichtig, dass Sie so denken - es ist hier durchaus anders als beim Aktienmarkt!)
Zum Chart: Da sehen wir nun eine Unterstützung im Bereich 10,30 - mit der gerade gekämpft wird.
Meine Einschätzung: Interessante Situation, um auf einen Rebound zu setzen, in Richtung 11,00 und darüber. (Lässt sich alles hebeln, und dann ist das durchaus viel.)
Hintergrund: Schwedische Banken haben sich stark im Baltikum engagiert. Das ist auch gut und vorausschauend und clever - nur eben gerade nicht, wo es eine Bankenkrise gibt und auch Banken im Baltikum mehr Eigenkapital gebrauchen könnten, um es mal so auszudrücken. Zudem ist auch zumindest in der Altstadt von Riga eine Immobilienblase geplatzt, wovon ich mich letztes Jahr selber überzeugen konnte.
Was hat das mit einer Trading-Idee „schwedische Krone" zu tun?
Dies: Die lettische Währung Lats (in Lettland ist Schweden besonders stark engagiert) ist an den Euro gebunden, schwankt in minimaler Bandbreite um die Gemeinschaftswährung.
Die schwedische Krone hingegen ist keineswegs an den Euro gebunden, die Schweden hatten sich gegen den Beitritt zur Eurozone ausgesprochen und streben dies offensichtlich für die nächste Zeit nicht an.
Wenn nun also schwedische Banken mehr oder weniger notgedrungen das Eigenkapital lettischer Banken (an denen sie beteiligt sind) stärken wollen, müssen sie sozusagen Euro in die Hand nehmen. (Wegen der Euro-Bindung des Lats.)
Auf dem FX Markt sollte es also verstärkt zu „Verkauf von schwedischer Krone / Kauf von Euro" kommen. Und da es hier um eine relativ kleine Währung geht, sollte sich dies im Kurs widerspiegeln.
Sprich: Die Krone sollte deswegen unter Druck geraten.
Und unter Druck geraten bedeutet: Es sollten mehr Kronen für einen Euro erhältlich sein.
Das richtige Instrument für ein Engagement via Euwax wäre deshalb ein EUR/SEK Long-Zertifikat.
Dies nur als Anregung, sich vielleicht näher mit dieser Trading-Idee zu befassen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Ihr
Michael Vaupel
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