FOREX DAILY NEWS
Andreas Schnappberger in Traders Daily
vom 16. Mai 2006 12:00 Uhr
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Dollar bleibt unter Druck.
Nachdem gerade der Dollar in der letzten Woche noch massiv unter Druck war und auch die gestrigen kleineren Korrekturen nicht sonderlich belastend für den EUR/USD Markt waren, dürfte die Reise gen Süden für den Dollar weiter gehen. Derzeit sieht man einfach alles aus dem Blickwinkel der Zinsfront und so hat der Dollar im Moment vermeintlich schlechte Karten. Zum einen bedroht das Ende des Zinsanhebungszyklus in den USA den weiteren Verlauf des Dollars und zum anderen steht dem Euro nach einigen Aussagen der EZB durch die Blume noch einiges an Zinserhöhungen bevor.
EZB Gerüchte.
Wieder einmal machen aber gerade in dieser Sache Gerüchte die Runde. Im Moment wird die Meinung im Markt herum gereicht, dass die EZB sogar das nächste mal einen Zinsschritt von satten 0,5 % durchführen möchte. Das wäre natürlich der nächste Turbo, den der Euro zünden könnte. Gleichzeitig sieht man aber auch am Marktverhalten, dass vor allem strategische Käufe für den Euro im Markt sind, die auch bei leichten Korrekturen nicht nervös werden. Früher hätte der Börsenaltmeister André Kostolany gesagt, dass sich der Euro nun in starken Händen befindet die einiges an Power anzubieten haben. Aber hier wird es schon wieder interessant, denn
Ist die Sache für den Euro damit klar.
Wie angesprochen, sieht es so aus, als ob ein weiter steigender Euro nur noch reine Formsache ist. Genau diese Einstellung des Marktes macht es aber durchaus noch einmal gefährlich. Ein übergroßer Optimismus war noch nie ein gutes Fundament für einen steigenden Markt. Erinnern Sie sich nur an den Hype im Neuen Markt und den darauf folgenden satten Absturz. Auch damals war es für jeden klar, dass man Aktien und zwar egal welche haben muss. Freilich befindet sich der Euro noch nicht in einer solchen massiven Überhitzungsphase aber wenn wir uns ansehen, dass EUR/USD am Jahresanfang noch um 1.20 gependelt ist und jetzt nahezu 1.000 Punkte höher liegt, so sollte man eben auch einmal kritische Überlegungen zu einem weiteren Anstieg anstellen. So oder so, wird sich für die weiteren Jahresperformance die Marke von 1.30 EUR/USD anbieten an der dann die weiteren Entscheidungen fallen werden. Der Dollar sucht sich in der Zwischenzeit halt einfach andere Märkte, wo er mehr gefragt ist. Ein Beispiel sehen Sie hier.
Dollar mit starker Performance gegen Afrika.
Mit einem satten gestrigen Plus von 2,33 % konnte der Dollar gegen den Südafrikanischen Rand zulegen. Derzeit handelt USD/ZAR bei einem Wert von 6.4080 und konnte sich so von seinem jetzt wichtigen Unterstützungsbereich bei 6.00 schon einmal ganz ordentlich lösen. Hier waren es vor allem technische Gründe, die dem Dollar geholfen haben. Seit Anfang 2006 war die Marke von 6.0000 immer wieder getestet worden aber im Grunde nie ernsthaft unterschritten worden. Damit war für viele Trader es ein klarer Fall, einige vielleicht auch kurzfristige Käufe bei diesem neuralgischen Punkt erneut zu versuchen. Soweit wir gestern die Performance ansehen, hat das wieder einmal bei einem Exoten wunderbar funktioniert.