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Henrik Voigt in DAX Daily
vom
der geldpolitische Ausschuss (FOMC) der US-Notenbank Fed belässt nach den gestrigen Beratungen den US-Leitzins erwartungsgemäß unverändert bei einer Spanne von 0,00 bis 0,25 Prozent. Auch das sogenannte „operation twist" (Umschichtung kurzauslaufender Staatspapiere in längerfristige Anleihen) wird beibehalten. Außerdem bekräftigte die US-Notenbank ihre Zusicherung, mindestens bis Mitte 2013 den US-Leitzins auf dem gegenwärtigen Niveau nahe Null zu belassen.
In ihrem Begleitkommentar gibt die Fed bekannt, dass die US-Wirtschaft trotz einer scheinbaren(?) Abschwächung des Wachstums der Weltwirtschaft moderat zulegen konnte (Anmerkung: Wenn die Wachstumsraten weltweit sinken, was ist dann daran scheinbar?). Allerdings gebe es weiterhin deutliche Abwärtsrisiken infolge der zunehmenden Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten. Weiterhin gehe man davon aus, dass die US-Arbeitslosenquote vorerst auf hohem Niveau verharren werde. Inflationsgefahren derzeit gegeben.
So weit, so gut. Der Knackpunkt für die Börsen war vermutlich der: Wie bereits beim letzten Treffen stimmten die Fed-Mitglieder mit 9:1 Stimmen gegen eine erneute Lockerung der Geldpolitik (Q3). Und solange die US-Wirtschaftsdaten nicht wieder drastisch einbrechen, wird sich daran vermutlich auch nichts ändern. Die Aktienkurse rutschten nach einer anfänglichen Erholung schließlich gegen Ende der Notenbanksitzung deutlich ins Minus ab. Da hatten sich einige Anleger wohl doch zu viel erhofft. Mit einem Dow Jones Index mit einem knappen Plus auf Jahressicht (freilich nur in schwindsüchtigen US-Dollars gerechnet) könnte man angesichts der Turbulenzen an den Börsen in diesem Jahr aber eigentlich gut leben. 2012 wird voraussichtlich noch ein wenig heftiger werden.