Folgte der Shanghai Comp. den Elliott Wave Regeln?
Rüdiger Maass in Wave Daily
vom 19. August 2008, 13:00 Uhr
ENL5454
Lieber Wave Daily Leser,
nachfolgend sehen Sie die Elliott Wave Analyse vom Shanghai Composite vom 05.06.2007. Bereits im Juni 2007 war zu erkennen, dass der Markt nach einem letzten Hoch Kursverluste hinnehmen muss. Grundlegende Elliott Wave Regeln lassen sich für die Prognose anwenden.
Analyse vom 05.06.2007.
Die erste steigende Kursbewegung habe ich mit Welle (1) gekennzeichnet. Es wird Sie bestimmt nicht mehr verwundern, dass der Rücklauf in der Welle (2) ziemlich genau bei dem grundlegenden Fibonacciverhältnis von 61,8 % endet.
Die Unterwellen habe ich mit den Zahlen 1 - 5 markiert. Die Welle 3 hat eine Ausdehnung von 365 %.
Der Markt korrigierte auf dieser Basis um 23 Prozent (Fiboverhältnis = 23,8 %), um anschließend in der Welle 5 um 105 % zu steigen (100 % = Fiboverhältnis).
Betrachten wir einmal das Verhältnis der Welle (1) und (2) zur Welle (3). Die Ausdehnung der Unterwelle 3 ist mit der übergeordneten Welle 3 identisch und endet
Der Markt drehte nach einem Rücklauf von 59 % und war nur 1,8 % von dem goldenen Verhältnis (61,8 Prozent) entfernt.
Ende der Analyse.
In der Analyse vom 05.06.2007 erwartete ich eine fallende Welle (4). Die Make or Break Linie lag bei 3368. Trotz der starken Kursverluste von 4334 bis 3670 zeigte Ihnen die Elliott Wave Lehre, dass sich eine weitere steigende Trendwelle (5) mit einem neuen Hoch entwickeln sollte.
Beeindruckend an dem Kursverlauf vom Shanghai Composite ist die starke Ausdehnung der Welle 5 im Kreis. Im Juni 2007 hatte sich bereits eine überdurchschnittliche Ausdehnung der fünften Welle entwickelt. Bei einfacher Betrachtungsweise hätte man annehmen können, dass der Trend nach den starken Kursverlusten im Juni 2007 bereits sein Hoch gefunden hat.
Deshalb ist es besonders wichtig, die innere Struktur einer fünften Welle zu untersuchen. Nur diese Methode schützt Sie vor einer groben Fehleinschätzung.
Wenn die Fibonacciverhältnisse in einer fünften Welle bereits Verkaufsignale liefern, müssen die Elliottwellen besonders genau analysiert werden, um eine Bestätigung oder Signale für weiter steigende Kurse zu erhalten.
In diesem Fall konnten wir feststellen, dass sich erst drei steigende Wellen entwickelt hatten und sich der Shanghai Comp. in einer fallenden vierten Welle befinden müßte.
Die Elliott Wave Grundregeln sagen, dass sich in einer fünften Welle immer fünf interne Wellen entwickeln. Erstaunlich oder? Diese Regeln sind völlig losgelöst von wirtschaftlichen Ereignissen. Sie müssen wirtschaftliche Erwägungen bei der Analyse nicht berücksichtigen. Es reicht, wenn Sie wissen, dass nach einer vierten Welle eine fünfte Welle folgt.
Nun können Sei sicherlich bestätigen, dass irren menschlich ist und dass bei einer Analyse Fehler auftreten können. Sie benötigen ein Sicherheitsnetz.
Dieses Sicherheitsnetz ist die Make or Break Linie. Sie bestätigt die Fortsetzung von einem Trend, wenn sich die Kurse oberhalb dieser Marke befinden und zeigen eine Trendbruch an, wenn die Kurse die Make or Break Linie unterschreiten.
Wenn etwas schief geht, wissen Sie genau an welchem Punkt die Analyse falsch ist. Zusätzlich schützt diese Marke das Kapital, wenn man sie als Stoppmarke benutzt.
Wird diese Marke gebrochen, entsteht ein objektives Signal, um den Markt zu verlassen.
Der Shanghai Comp. hat gezeigt, dass die Kurse oberhalb der Make or Break Linie gehalten hat und erwartungsgemäß ein weiteres Hoch in Form einer Fünfer Welle gebildet hat.
Die Elliott Wave Lehre hat auch angezeigt, dass sich bei dem Kursanstieg in der Welle (5) um die letzte im Trend handeln muss, weil die übergeordnete Welle 5 im Kreis bereits angezeigt hat, dass die gewöhnlichen Fibonacciverhältnisse überschritten wurden.
Die fallenden Kurse seit Oktober 2007 führten auf das Niveau der vorherigen fünften Welle zurück und erfüllten eine weitere Elliott Wave Grund Regel - Nach Abschluss der fünften Welle folgt ein Kursrückgang bis auf das Niveau der vorherigen vierten Welle.
Der Markt fiel um 60 Prozent von ca. 6000 auf 2320 Punkte. Sicherlich waren diese Kursverluste eine schlechte Überraschung für viele Investoren. Die Elliott Wave Lehre ist für den Anwender ein ausgezeichneter Schutz vor starken Baissemärkten.