Folgen der US - Immobilienkrise bei IKB Bank waren mit dem Elliott Wellen Prinzip zu erkennen
Rüdiger Maaß in Wave Daily
vom 01. Oktober 2007 13:00 Uhr
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Lieber Wave Daily Leser,
ich hoffe, dass Sie sich am Wochenende erfolgt haben und mit Zuversicht in die neue Woche blicken.
Die Kredit- bzw. Immobilienkrise in den USA hat ein Opfer in der Schweiz gefunden. Die größte Schweizer Bank soll 4 Milliarden Franken abschreiben und soll einen Quartalsverlust von bis zu 800 Millionen Franken erwarten.
Auch die UBS hat die hypothekarisch abgesicherten Anleihen, die so genannten Mortgage Backed Securities, im US-Subprime Markt einen großen Verlust erlitten.
Die Deutsche Bank, die Commerzbank und die IKB sind ins gleiche Fettnäpfchen getreten.
Grund genug die IKB nach den Prinzipien von der Elliott Wave Theorie zu untersuchen.
Hätten Sie die Krise bei der IKB mit den Grundregeln vom Elliott Wave Prinzip erkennen können?
Sehen Sie sich bitte die Entwicklung von 2003 bis 2006 an.
1. Die Welle 1 bis 5 in rot erfüllt die Regeln einer steigenden Impulswelle.
1.a. Die Welle 2 in rot hat das Niveau der Welle 1 in rot nicht unterschritten und erfüllt damit die Voraussetzung einer zweiten Welle.
1.b. Die Welle 3 in rot enthält fünf Wellen und ist nicht die kürzeste. Sie hat sogar eine extreme Ausdehnung von 550 Prozent erreicht. Der Kursanstieg in der Welle 3 in rot entspricht den Regeln vom Elliott Wave Prinzip.
1.c. Welle 4 in rot hat einen Rücklauf von 21 Prozent erreicht. Der gewöhnliche Rücklauf liegt zwar bei 38,2 Prozent, bleibt aber in der Toleranzgrenze für eine vierte Welle. Die Regeln wurden erfüllt.
1.d. Die Welle 5 in rot hat eine extreme Ausdehnung von 157 Prozent vollzogen. Die maximale Ausdehnung wurde aber nicht überschritten. In der Welle 5 in rot hat sich eine untergeordnete Trendwelle (1) bis (5) in blau entwickelt. Die Regeln wurden nicht verletzt.
2.a. Die untergeordnete Trendwelle in der Welle 5 in rot hat fünf Wellen.
2.b. Die Welle (3) in blau hat eine kurze Ausdehnung von 137 Prozent. Nach den Regeln sollte ein überdurchschnittlicher Rücklauf in der Welle (4) in blau folgen.
2.c. Der Rücklauf endet bei 58 Prozent und hat den gewöhnlichen Rücklauf bei 38,2 % überschritten.
2.d. Die Welle (5) in blau hat die gewöhnliche Ausdehnung von 61,8 Prozent überschritten und endete bei 128 Prozent. Sämtliche Wellen entsprechen den Elliott Wave Regeln.
3. Erinnern Sie sich noch daran, dass ich nach einer abgeschlossenen fünften Welle eine erste fallenden Trendwelle entwickeln soll und anschließend eine steigende Korrektur kein neues Hoch etnwickeln darf, damit die Voraussetzungen für einen Abwärtstrend erfüllt werden?
3.a. Nach dem Abschluss der Welle 5 in rot bildete sich eine kleine fallende 5er Welle (i – v in schwarz).
3.b. Ihr folgte eine steigende abc Welle in grün, die kein neues Hoch bildete = (Welle (b) in blau.
3.c. Erinnern Sie sich noch daran, welches Ziel nach dem Abschluss einer fünften Welle anzunehmen ist? In der Regel fallen die Kurse bis zum Niveau der vorherigen vierten Welle. Dieses Niveau liegt bei 19 Euro.
Fazit: Die Krise der IKB war mit den einfachen Elliott Wellen prognostizierbar.
1. Signal: Es hat sich eine steigende Trendwelle von 2003 bis 2006 entwickelt.
2. Signal: Die Unterwellen in der roten Welle 5 haben den Trendabschluss bestätigt.
3. Signal: Nach dem Abschluss des Trends hat sich eine fallende 5er Welle in der Welle (a) in blau gebildet
4. Signal: Die steigende Abc Welle in der Welle (b) hat kein neues Hoch gebildet.
5. Mit den Elliott Wave Regeln ließen sich fallende Kurse bis 19 Euro nach den einfachen EW Regeln prognostizieren.
6. Die Krise der IKB war mit dem Elliott Wave Prinzip erkennbar, auch wenn wir den Kursrutsch bis 12,30 Euro mit den einfachen Regeln nicht exakt bestimmen konnten.
