Fokus auf den US-Arbeitsmarktdaten: USD/JPY EUR/USD fast unverändert
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 6. Februar 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
zunächst einmal bitte ich Sie den Ausfall am Mittwoch entschuldigen. Leider konnte aufgrund eines Server-Fehlers kein Devisen-Monitor versandt werden.
Die Märkte bleiben weiterhin volatil und handeln vornehmlich in Ranges der letzten Wochen. Nach dem Optimismus der letzten Tage scheinen die Märkte zunächst einmal eher abzuwarten, was da noch kommen mag.
Grund zur Verunsicherung bietet gegenwärtig mit Sicherheit das Kräfteringen im US-Senat in Bezug auf das von US-Präsident Obama geplante Konjunkturprogramm in Höhe von 900 Milliarden US-Dollar. Ähnlich wie zu Zeiten von TARP ist man sich im US-Kongress nicht einig und zieht die Entscheidungen unnötig in die Länge.
Dabei sieht es fast so aus, als würde der Markt eine optimistischere Haltung vorziehen, sofern diese nicht eingetrübt wird.
Das Yen-Stimmungsbarometer bildete gestern vorzüglich den optimistischen Ausbruch ab. USD/JPY handelte in der Spitze bei 92,24.
Mittlerweile liegt der Fokus der Marktes vor allem auf den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten
Aufgrund der leicht verbesserten Risikostimmung dürfte der Markt auf Arbeitsplatzverluste die sich im Rahmen des Konsens bewegen nicht allzu enttäuschen reagieren.
Sollten allerdings sehr schlechte Payrolls berichtet werden, die über dem Low bei - 584.000 Arbeitsplätzen liegen, dürfte dies wiederum negative Auswirkungen auf die Risikostimmung haben und USD/JPY wieder unter Druck bringen. Ein erneuter Test der 90,75 wäre dann möglich. Aktuell handelt USD/JPY bei 91,48.
Quelle: CFX-Broker
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Zwar handelt EUR/USD noch immer über dem Support des Aufwärtstrends vom Oktober bei 1,2675/1,2725, doch scheint der Euro mit Abstand weiterhin nicht in das Konzept von neuem Optimismus zu passen.
Während sich sogar das Pfund erholt, scheint der Markt dagegen seinen Negativ-Fokus auf den Euro zu richten. Die europäische Einheitswährung geriet sogar leicht unter Druck nachdem die EZB gestern beschlossen hatte den Leitzinssatz unverändert zu belassen. Offensichtlich trauen die Marktteilnehmer es der UK-Wirtschaft eher zu, sich aufgrund der massiven Zinssenkungen, rascher zu erholen als die Euro-Zone.
EUR/USD handelt aktuell bei 1,2806. Sollte sich die Stimmung wieder eintrüben und auch Aktien- und Rohstoffmärkte unter Druck bringen könnte EUR/USD sogar die 1,2700 nach unten durchbrechen.
Quelle: CFX-Broker
(kostenloser Test der CFX-Trader-Handelsplattform)